Norbert Gstrein – Selbstportrait mit einer Toten

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Titel: Seltbstportrait mit einer Toten

Autor: Norbert Gstrein

Verlag: suhrkamp taschenbuch

Seiten: 110

Erscheinungsjahr: 2000

 

Die Namen der Protagonisten in diesem Buch nie bekannt. Die Handlung ist aus der Sicht der Frau des Hauptprotagonisten geschrieben. Sie ist Ärztin und ihr Mann ein Schriftsteller, auf dem Weg in den vollkommenen Wahnsinn. Eigentlich ist es dieses wahnsinnig werden ihres Mannes, dass man über 5 Tage hinweg beobachten kann. Wie er sich immer mehr in die Verleihung eines Literaturpreises an die seiner Meinung nach falsche Autorin hineinsteigert, seine eigene Einladung habe nur dazu gedient ihn zum Gespött zu machen usw. Seine Frau hatte in ihrer Klinik derweil eine Tote, welche aus dem Fenster gesprungen war und woran ihr die Schuld zugeschrieben wird. Doch seine Ausbrüche lassen keine Zeit für ihre Probleme.

 

Ich fand das Buch schrecklichst. Der kürzeste Satz des Buches war eine halbe Seite lang, allerdings waren auch Sätze mit mehr als einer Seite nicht selten, so dass man sagen kann die Gesamtzahl der Sätze hat die der Seiten nicht wesentlich überstiegen. Durch diese langen Sätze war es nicht nur schwierig zu lesen, man verlor auch leicht die Übersicht. Die Ausbrüche des Protagonisten waren immer gleichund haben sich inhaltlich endlos wiederholt. Man kann zwar gut verfolgen, wie jemand sich in etwas reinsteigert und dadurch zunehmend in Wahnsinn verfällt, allerdings ist die Erzählperspektive denkbar schlecht gewählt. Ein „Ich-Erzählerin“, nämlich die Frau des Protagonisten, welche der Sache trotz allem irgendwie merkwürdig distanziert gegenüber steht und wenig Emotionen oder Gedanken einfließen lässt, sondern eher fast einfach nur erzählt, was ihr Mann so redet und tut. Von mir bekommt das Buch

0 von 5 Sterne.

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