Pam Lewis – Im letzten Licht des Tages

 

Titel: Im letzten Licht des Tages

Autor: Pam Lewis

Verlag: Blanvalet

Genre: Roman

Seiten: 400

ISBN: 3442373883

Pony ertrinkt beim schwimmen im See. Alles sieht aus wie ein normaler Unfall, doch ihr Bruder William will nicht so recht an die ganze Sache glauben. Er versucht der Sache auf den Grund zu gehen und zu beweisen, dass es  kein Unfall war, sondern etwas anderes passiert ist. Doch je mehr er fragt und je gründlicher er sucht, desto mehr gut gehütete Familiengeheimnisse dringen an die Oberfläche, was ihm nicht gerade Symphatie bei den Schwestern und ihrem Vater einbringt. War Ponys Tod wirklich nur ein Unfall? Kann die Familie dem Schicksalsschlag und den Geheimnissen stand halten oder wird sie an ihnen zerbrechen?

Ein großartiger Roman, der seinen Leser zu fesseln versteht und vorallem aber auch sich mit vielen Problemen auseinandersetzt, die in Familienverbänden auftreten, aber nach außen verborgen werden. Aber ich fange mal besser von vorne an: Der Klappentext hat mir sehr gut gefallen und auch der Titel, allerdings fand ich die Covergestaltung etwas seltsam, denn Apfelblüten oder zumindest -bäume kamen in dem ganzen Buch nicht vor. Daher kriegt es zwar ein schön, aber irreführend. Die Handlung braucht zwar einige Zeit um sich zu entwickeln und zu verstricken, aber das Tempo ist genau richtig gewählt. Man hat erst einmal Zeit sich in die Figuren einzufühlen und die Rahmenbedingungen in Ruhe zu studieren, ehe sich die Handlungen verdichtet und die Geheimnisse erst langsam, dann immer schneller gelüftet werden. Die Story ist nicht kitschig aufgezogen sondern sehr lebensnah. Manches fügt sich, manches fügt sich nicht, es gibt Gute, Böse und solche von denen man das eine denkt und die das andere sind. Das ganze ist in einem sehr schönen Schreibstil geschrieben, der es ermöglicht sich gut in die Charaktere einzufühlen, die Orte sehr genau vor Augen zu bekommen und auch die Schwingungen und Spannungen, die zwischen den Charakteren auftauchen, genau mitzufühlen. Es ist spannend gestaltet, aber auch der ganzen Sache angemessen, auch wenn der Höhepunkt sicher einigen Krimis den Rang ablaufen könnte. Interessant ist auch, dass einige Kapitel nicht aus Sicht des Protagonisten geschrieben sind, sondern aus der Sicht von Mira und Tinker, seinen Schwestern. Das gibt der Geschichte gleich nochmal viel mehr Tiefgang, denn so ist es möglich neben der Gefühls- und Gedankenwelt des Protagonisten auch den Rest der Familie besser kennenzulernen und man fühlt sich schnell wie ein Teil dieser Familie. Für mich definitiv auch ein Must-Read und ich kann es jedem nur ans Herz legen, der gerne ernsthaftere Literatur liest. Daher gibts von mir

4 von 5 Punkten.

2 Responses to Pam Lewis – Im letzten Licht des Tages

  1. Petra sagt:

    Hey, das Buch klingt richtig gut. Deine Rezension macht Lust es zu lesen. Ich bin jetzt auch Leserin bei dir. Liebe Grüße Petra
    http://www.papierundtintenwelten.blogspot.de

    • Hallo Petra,
      das freut mich sehr, dass dir meine Rezi zusagt und natürlich, dass du meine Leserin geworden bist :) Ich folge deinem Blog nun auch. Du hast echt sehr interessante Bücher dabei :)
      LG
      Sabrina

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