Mo Hayder – Verderbnis

Titel: Verderbnis

Autor: Mo Hayder

Verlag: Goldmann

Genre: Psychothriller

Seiten: 448

ISBN: 978 – 3 – 442 – 31212 – 2

Bristol, England. Detective Jack Caffery und Polieitaucherin Flea Marley hält ein Fall von Carjacking in Atem. Immer wieder werden auf Parkplätzen Autos vor der Nase ihrer Besitzer geklaut, wobei der Täter mit einer unglaublichen Dreistigkeit vorgeht. Doch nicht die Autos an sich versetzen das Städtchen in Aufregung, sondern die Tatsache, dass in jedem Auto kleine Mädchen sitzen. Bislang ging alles gut und die Kinder wurden irgendwo auf freien Fuß gesetzt. Doch das sollte sich mit Martha Bradley ändern. Die Kleine bleibt nach dem Carjacking verschwunden und stattdessen tauchen seltsame Briefe vom Entführer auf, die das Schlimmste vermuten lassen. Ob die Beiden es wohl schaffen das Mädchen sicher heimzubringen und weitere Übergriffe zu verhindern?

Wie hat mir das Buch gefallen? Das ist diesmal tatsächlich eine schwierige Frage. Daher fang ich es diesmal anders herum an und sage den Eindruck nicht vorher.

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Zunächst einmal das Cover. Mit dem Buch an sich hat es nicht soviel zu tun, denn die Gewässer in denen in der Geschichte gewühlt wird sind eher dreckige Brühen und so wunderschöne Seeanemone gibt es dort sicher nicht. Dennoch ist das Bild an sich wirklich hübsch und ansprechend. Daher würde ich mal sagen schön, aber mir etwas zu weit vom Buch weg.

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Die beiden Protagonisten waren teilweise gut herausgearbeitet und in ihren Handlungen gut nachvollziehbar, aber irgendetwas hat mir bei den Beiden gefehlt. Auch wenn ihre Geschichten im Laufe des Buches herausgearbeitet wurden und damit vieles verständlicher gemacht wurde, so hatte ich doch immer das Gefühl, dass mir ein kleines Teilchen fehlt, dass mein Bild von ihnen abrundet bzw. vervollständigt und es mir damit ermöglicht vollends an sie heranzukommen.

Sehr positiv aufgefallen sind mir aber einige Nebencharaktere. Manche von ihnen waren so gut herausgearbeitet, dass sie den Hauptfiguren fast ebenbürtig waren und teilweise waren sie in ihren Gefühlslagen und Entscheidungen, welche sicher oftmals sehr irrational waren, sogar besser als nachzuvollziehen als die Protagonisten.

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Die Handlung an sich war sehr gut und eng gestrickt. Es gab weder unlogische Stellen noch großartige Gedankensprünge oder unverständliche Stellen. Der Spannungsbogen baut sich zwar für meinen Begriff ein wenig langsam auf, da die Handlung zunächst etwas zäh Fahrt aufnimmt, aber dafür wird man dann gegen Ende ausreichend entschädigt. Schön ist auch, dass es immer wieder unvorhersehbare Wendungen in der Geschichte gibt, so dass man sie bis zum Ende nicht vorhersehen konnte.

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Stilistisch hat mich das Buch überzeugt. Es war gut aufgebaut, der Stil war klar und konsequent durchgehalten. Es lass sich wie aus einem Guss ohne, dass man ins schleudern kam oder sich wundern musste. Die Wortwahl war eine gute Mischung. Es war einfach verständlich, doch es bot auch Fachbegriffe, welche zwar nicht verstanden werden mussten, jedoch den interessierten Thrillerleser auch einmal zur Recherche einluden.

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Schluss endlich kann ich wohl sagen, dass mir das Buch ganz gut gefallen hat und ich sicherlich noch weitere Bücher von Mo Hayder lesen werde. Wie gesagt es gab die einen oder anderen Kleinigkeiten, die mich gestört haben, aber insgesamt hat mir das Buch gefallen. Bestnoten vergebe ich zwar in diesem Fall nicht, aber

3,5 von 5 Punkten hat es sich trotz allem verdient.

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