Monika Feth – Der Erdbeerpflücker

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Titel: Der Erdbeerpflücker

Autor: Monika Feth

Verlag: cbt

Genre: Jugendthriller

Seiten: 352

ISBN: 978-3-570-30258-3

Jette und Merle sind zutiefst entsetzt. Ihr Freundin und Mitbewohnerin Caro wird umgebracht. Nicht irgendwie, sondern bestialisch von einem Serienmörder. Während Kommissar Bert Melzig sein bestes gibt, um den Mörder, der schon drei andere junge Mädchen zuvor ermordet hat, dingfest zu machen, droht Jette dem Mörder öffentlich auf Caros Beerdigung, damit, dass sie ihn zur Strecke bringen werde. Prompt wird er auf sie aufmerksam und nimmt ihre Herausforderung an. Ein Wettlauf gegen die  Zeit beginnt.

Das Buch hat mir ganz gut gefallen. Das Cover passt prima zum Titel und zum Inhalt und ist doch total gegensätzlich dazu, denn es strahlt ein tolles Gefühl, den Sehnsucht nach leckeren Erdbeeren, Sommer und Genuß aus. Aber gerade das macht es auch irgendwie schon wieder anziehend und den Leser neugierig. Man möchte erforschen, wie 2 so gegensätzliche Dinge, wie Erdbeeren und Serienmord zusammenpassen können.

Die Protagonisten sind absolut authentisch. Man kann sich prima in die jeweiligen Gefühls- und Gedankenwelten hineinversetzen und sie nachvollziehen. Ein bisschen gestört hat mich vielleicht, dass wirklich jede Person aus schwierigen Familienverhältnissen kommt, viele von ihnen sogar aus sehr extremen Verhältnissen. Sicherlich ist vieles davon der heutigen Gesellschaft geschuldet, dennoch hätte ich mir persönlich gewünscht, dass zumindest bei einer Familie die Welt ein wenig in Ordnung ist, denn man muss der Jugend zeigen, dass es auch anders geht. Die schlechten Vorbilder sehen sie ja ohnehin an jeder Ecke.

Sprachlich war das Buch super gemacht. Nicht nur, dass die Handlung absolut dicht war und es keine Sprünge gab, welche man nicht hätte nachvollziehen können, sondern auch die Spannung war absolut gut gemacht und durchgehalten. Erst im allerletzten Moment wurde alles aufgelöst und man musste bis zum Schluss mitzittern und mitfiebern. Am Anfang hätte die Geschichte vielleicht ein wenig schneller Fahrt aufnehmen können, aber dafür wird man nach hinten raus entschädigt.

Auch thematisch ist es gut gemacht. Auch wenn Jette auf eigene Faust ermittelt, so zeigt die Geschichte doch den Jugendlichen auch, wie gefährlich es sein kann, sich in polizeiliche Ermittlungen einzumischen und das oftmals nur ein Quäntchen Glück einen retten kann, wo man zuvor noch dachte, man hätte die Situation unter Kontrolle.

Insgesamt hat mir das Buch ganz gut gefallen und es bekommt von mir

3 von 5 Punkten.

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