Frauke Scheunemann – Dackelblick

Dackelblick

Titel: Dackelblick

Autor: Frauke Scheunemann

Verlag: Goldmann

Genre: Ein etwas anderer Liebesroman

Seiten: 288

ISBN: 978-3-442-47066-2

Dackel Herkules wird von seinem neuen Frauchen Carolin aus dem Tierheim geholt und liebt sie abgöttisch. Doch ihr Freund Thomas ist ihm gänzlich unsymphatisch und er behandelt sein Frauchen auch sehr schlecht. Mit einer List und der Hilfe seines Freundes Herrn Beck, ein alter Kater, der ihm allerlei über die Menschen beibringt, gelingt es ihm schließlich die beiden zu trennen. Doch auf einmal ist sein Frauchen so traurig. Herkules kann das nicht ertragen und macht sich auf die Suche nach einem neuen Partner für sein Frauchen. Gar nichtso einfach, so als Dackel. Ob er es wohl schafft?

Das Buch hat mir wirklich sehr gut gefallen. Ich stehe ja bekanntlich überhaupt nicht auf Liebesgeschichten, aber diese hier was einfach herrlich erfrischend. Wenig Rumgeschnulze, alles aus der Sicht eines Hundes geschrieben, der die Menschenwelt nur nach und nach und oft dennoch gar nicht begreift.

Das Cover ist schon wirklich süß gemacht und wer Tiere mag, kann dem Blick des Hundes einfach nicht widerstehen. Er schaut einen so niedlich an, dass man einfach das Buch in die Hand nehmen muss und der Klappentext erledigt dann den Rest. Er liest sich schon so lustig, dass man es einfach nur noch kaufen kann.

Der Protagonist selbst – nennt man das bei einem Tier überhaupt so – ist super gemacht. Stolz, lieb, verschmusst, fürsorglich, pfiffig, hilfsbereit, clever, aber auch wunderbar naiv, verwirrt und manchmal ein wenig tollpatschig. Eine ganz süße Mischung die mein Herz im Sturm erobert hat. Aber auch die meschliche Protagonistin ist herrlich herausgearbeitet. Mit all den Schwächen und Leiden, die Liebenskummer mit sich bringt, der Unsicherheit, was neue Bedingungen angeht, die Chaos in ihren Freundschaften und Arbeitsbeziehungen, ihre Zweifel an sich selbst und an dem Sinn ihres Lebens. Sehr schön gemacht und gestaltet. Auch die Nebenfiguren sind schön dicht und gut eingearbeitet anstatt nur pure Randfiguren zu sein.

Stilistisch kann ich es nur loben. Es zwar mit sehr viel Humor gemacht, so dass man eigentlich die ganze Zeit am schmunzeln ist und die eigentliche Liebesgeschichte tritt dabei schon fast in den Hintergrund, weil man eigentlich weniger wissen möchte, was die Protagonistin will sondern mehr was der Hund will. Es liest sich wahnsinnig schnell und leicht, reißt den Leser mit und fällt klar unter „Pageturner“, da weglegen eigentlich nie geht, weil man immer schon im nächsten drinsteckt und da mag man bekanntlich ja nicht aufhören. Die witizgen Details werden mit viel Liebe aufgearbeiten und die uninteressanten Dinge auf ein Minimum beschränkt, dass eher unter ferner liefen laufen.

Meine Meinung dazu ist diesmal klar. So darf Schnulze sein, da macht das defiitiv Spaß. Also ich war sehr überrascht von dem Buch und es hat mir total zugesagt. Hätte ich mal viel früher lesen sollen. Eine SuB-Leiche, die eigentlich gar keine hätte werden müssen. Von mir gibts

4 von 5 Punkten und ich würde mich über eine Fortsetzung freuen.

2 Responses to Frauke Scheunemann – Dackelblick

  1. oh wie schön genau auf so was stehe ich,würde das Buch auch mal gerne lesen ,bin gespannt ob Herkules eine passenden Mann für sein Frauchen findet,ich liebe Tiere über alles und bei dem Dackelblick verliebe ich mich sofort

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