Hermann Hesse – Der Lateinschüler

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Titel: Der Lateinschüler

Autor: Hermann Hesse

Verlag: Suhrkamp

Genre: Erzählung

Seiten: 71

ISBN: 3518376934

Klaus ist 16 Jahre alt und lebt zur Pension bei einer alten Frau, damit er die Schule besuchen kann. Er ist ein vielseitiger interessierter Junge. Lesen, Geige spielen und Tiere gehören zu den Dingen mit denen er sich, nebem dem Streben nach einem guten Abschluss, widmet. Doch eines Tages verliebt er sich in ein Dienstmädchen. In der Zeit um 1900 keine Wahl, die standesgemäß oder toleriert wäre. Ob der Junge es für seine Schwärmerei eine Zukunft gibt?

Das Buch ist stylistisch gut gemacht. Es ist gut und einfach verständlich und zeigt gleichzeitig sehr viel Einfühlsamkeit und Menschenkenntnis. Besonders schön fand ich, dass dieses Buch absolut zeitlos ist. Auch wenn sich die Gepflogenheiten im Vergleich zu denen vor 100 Jahren zwar geändert haben in mancher Hinsicht, so ist das Thema Liebe doch immer aktuell und auch das damit verbundene Gefühlschaos ändert sich nicht. Aber auch die Thematik der Schichten ist heute längst noch nicht so überholt wie man meinen könte, denn die Klassengesellschaft ist nicht abgeschafft, sie ist nur versteckter. Außerdem fand ich es sehr gut, dass es ein männlicher Protagonist war, denn ich denke, dass dadurch tatsächlich auch mehr männliche Leser gewonnen werden könnten, zumal es die Liebesthematik ohnehin mit weiblichen Protagonisten schon viel zu viel gibt. Insgesamt fand ich das Buch gut und gebe

2,5 von 5 Punkten.

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