Andreas M. Sturm – Leichentuch

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Titel: Leichentuch

Autor: Andreas M. Sturm

Verlag: fhl

Genre: Regionalkrimi (Dresden)

Seiten: 310

ISBN: 978-3942829489

Pünktlich zu Weihnachten flieht der Bandenchef Rene Witkowski aus der JVA. Auf der Jagd nach den Polizisten, die ihn eingebuchtet haben, muss sich nun auch Kommissarin Karin Wolf in acht nehmen. Als ob diese nicht schon genug Ärger mit dem Fall Eichler hat, in dem alles nur verstockt schweigt und Karin einfach nicht weiterkommt. Zu ihrem Unglück tauchen immer mehr Leichen auf und auch in ihre Wohnung wird eingebrochen. Ob es Karin unter diesen Umständen noch gelingen kann die Nerven zu bewahren, sich selbst zu schützen und dann noch einen Mord aufzuklären?
Das Buch hat mich nicht so ganz überzeugt. Die Covergestaltung macht definitiv neugierig und ich nehme mal an, dass diese Statue in Dresden steht, aber sonst hat das Cover irgendwie so gar nichts mit dem Buch zu tun. Dennoch spricht es an, auch wenn es vielleicht eine falsche Erwartungshaltung hervorruft. Mit der Protagonistin Karin Wolf konnte ich leider nicht so recht mitfühlen. Sie war mir für eine Polizistin etwas zu leichtsinnig und eigenbrötlerisch. Was ich aber an ihr gut fand, war die Tatsache, dass sie lesbisch ist, da es eine eher ausgefallene Wahl des Charakteres ist. Auch das Team um sie herum war anders… nicht unbedingt immer zum Besten, aber anders definitiv. Negativ aufgefallen ist mir – aber nicht nur bei dem Team sondern allgemein – bei fast allen Charakteren, dass sie alle schwere Schicksalsschläge zu erdulden hatten. Es gab wirklich keinen der nicht, selbst oder ein Lebenspartner, vom Schicksal gebeutelt worden wäre. Zum einen dient mir das in der Geschichte zu oft als ausflucht, warum sich eine Figur nun so verhält wie sie es tut, obwohl ein ganz anderes Verhalten logisch wäre, zum anderen nervt es auch etwas, weil man die Figuren ja nicht bemitleiden will sondern mit ihnen eine Geschichte erleben. Für mich warens klar zu viele Schicksalsschläge. Die Geschichte selbsts las sich gut und flüssig weg, der Stil war auch ansprechend und man hatte wirklich Freude beim Lesen. Inhaltlich haben mich beide Handlungsstränge angesprochen, allerdings gab es gegen Ende hin auch eine Weile, wo einer der beiden Stränge sträflich vernachlässigt wurde. Insgesamt bekommt das Buch von mir mal

3 von 5 Punkten und eine Leseempfehlung für einen schnellen Krimi zwischendurch.

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