Axel S. Meyer – Das weiße Gold des Nordens

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Titel: Das weiße Gold des Nordens

Autor: Axel S. Meyer

Verlag: Rowohlt

Genre: Historischer Roman

Seiten: 672

ISBN: 978-3-499-26714-7

Es ist die Geschichte der Thorender und ihrem Jarl Hakon. Die Thorender sind Nordmänner, welche von Fischfang, aber auch von Seeräuberei leben. Eines Tages gelingt ihrem Jarl Hakon und seiner Crew der ganz große Fang. Sie überfallen ein Schiff ihres Erzfeindes Harald Graufell und plündern einen unsagbar großen Schatz an Narwal-Elfenbein.  Doch es geht um mehr als nur um das Elfenbein als Harald Graufell gegen Hakon in den Krieg zieht, denn während Hakons Thorender noch an dem Glauben an die alten Götter um Odin herum festhalten, kämpft Graufell zusammen mit dem Bischof Poppo auf der Seite der Christen und so entbrennt nicht nur ein Kampf um das Elfenbein, sondern auch um die Christianisierung der „Dunklen“. Wer in dieser Schlacht wohl am Ende als Sieger hervorgehen wird?

Mir hat das Buch wahnsinnig gut gefallen. Das fing schon beim Cover an. Farblich und auch von der Bildgestaltung war es auf alt getrimmt und hat auch mit den Bildern perfekt zu der Geschichte gepasst.  Ebenso verhält es sich mit dem Titel, der eigentlich nichts weiter ist, als ein Synonym für das Narwal-Elfenbein und damit perfekt einen der Dreh- und Angelpunkte der Geschichte trifft.
Was die Protagonisten angeht, hatte ich am Anfang wirklich meine Schwierigkeiten, dass gebe ich gerne zu. Auf den ersten 200 Seiten werden sehr viele Protagonisten bzw. für die Entwicklung der Geschichte wichtige Leute eingeführt, welche auch alle eine sehr gute und detailierte Hintergrundgeschichte haben. Genau das war aber auch mein Problem, da ich mich zwischenzeitlich etwas von der Informationsflut überschwemmt gefühlt habe. Allerdings benötigt man diese Informationen auf den folgenden knapp 500 Seiten dann auch, damit die Geschichte gut ineinandergreift und das tut sie tatsächlich und entschädigt für alles. Es gibt keine logischen Fehler, die Geschichten greifen perfekt ineinander, nichts widerspricht sich. Der Autor hat wirklich sehr sauber gearbeitet. Meinen Respekt hierfür.
Auch sind es am Anfang relativ viele Handlungsstränge, welche nebeneinander herlaufen und sich immer wieder verbinden und wieder auseinanderlaufen, mit ihnen natürlich die Protagonisten. So entsteht ein wunderbares Geflecht zwischen den Figuren, welches die Geschichte erstrahlen lässt und ihr noch mehr Tiefgang verleiht. Je weiter man in der Geschichte kommt, desto weniger Handlungsfäden laufen nebeneinander ab, da sich immer mehr miteinander verwoben hat. Dennoch gibt es verschiedene Handlungsstränge und auch immer wieder Schilderungen aus allen Perspektiven. So erfährt man nicht nur Hakons Sicht der Dinge, sondern auch die seiner Feinde, was für mich die Sache noch ein wenig spannender und abwechslungsreicher macht.
Auch die Sprache ist eingängig, lässt sich flüssig lesen, passt aber auch zu der Zeit und rundet das Ganze perfekt ab. Ihr seht, ich bin begeistert und von mir gibts in diesem Fall auch eine klare Leseempfehlung und natürlich, wie sollte es nach der Schwärmerei auch anders sein

5 von 5 Punkten.

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