Renée Holler – Die Diebe von London

Titel: Die Diebe von London

Autor: Renée Holler

Verlag: arsEdition

Genre: Jugendbuch (ab 12 Jahren)

Seiten: 304

ISBN: 978-3-8458-0770-6

Als Alyss Vater nach einem Schiffsunglück als vermisst gilt, bekommt ein böser Vetter die Vormundschaft für die Zwölfjährige. Doch dieser und seine Familie wollen Alyss beseitigen, um an ihr Vermögen zu kommen. Alyss flieht vor ihnen nach London, zusammen mit einem goldenen Salamanders, welchen ihr Vater ihr gegeben hat, als Erkennungszeichen für einen Freund falls sie in Not ist. Dort trifft sie auf den gleichaltrigen Taschendieb Jack, welcher seit einiger Zeit seinen kleinen Bruder vermisst und Alyss im Jahrmarktstrubel bestiehlt. Dabei erbeutet er auch den Salamanader. Doch als immer mehr Leute hinter diesem Schmuckstück hersind, führt das Schicksal die Wege von Alyss und Jack zusammen. Ob es trotz all der vorherigen Differenzen noch gelingen kann, dass sie sich vertrauen und sie zusammen all die Rätsel in ihrer Umgebung lösen und sowohl den Salamander als auch den Jacks Bruder wiederfinden können?

Mir hat das Buch ausgezeichnet gefallen. Das Cover war sehr gut zum Titel passend. Man konnte gleich erkennen, dass es sich um ein Buch handelt, dass in der Vergangenheit spielen muss. Auch London war durch die nebligen Gassen gut herausgestehlt. An den Steckbriefen hat man erkennen können, dass die Protagonisten (im Vordergrund abgebildet) Diebe oder andere Gesetzesbrecher sein musste, da Kopfgelder auf sie ausgesetzt sind. Der Titel ist absolut treffend gewählt und stellt gleich heraus in welchem Milieu das Ganze spielt.
Die Protagonisten waren Jack und Alyss. Mit Alyss konnte man schon richtig Mitleid bekommen, da sie erst ihren Vater verliert, dann an fiese Verwandtschaft gerät und auch auf der Flucht zu jemandem der ihr helfen sollte, widerfahren ihr nur schlimme Dinge. Einzig die Tatsache, dass sie sich überhaupt in dieses Wagnis stürzt – trotz ihres Alters – ist für mich sowohl bewundernswert, als auch verwunderlich.
Jack ist, obwohl er ein Taschendieb ist, eigentlich überhaupt nicht unsympathisch. Er schlägt sich und seinen Bruder durch und übernimmt Verantwortung für sich und andere. Auch wenn er ein Straßenkind ist, kann man sich auf ihn verlassen und er lässt seine Freunde nicht im Stich.
Die Geschichte an sich ist nicht nur jugendfrei sondern auch jugendgerecht. Sie ist nicht übertrieben und man kann sie prima nachvollziehen. Durch die Illustrationen wird sie noch viel lebendiger und man kann sich in die Welt hineinträumen.
Das Buch liest sich flüssig weg, nimmt von Beginn zügig Fahrt auf und ist dann spannend bis zum Schluss. Außerdem hat es ein Ende, welches das Potential für eine Fortsetzung hergibt, welche ich mir auch unbedingt wünschen würde.
Von mir gibts eine ganz klare Leseempfehlung und

5 von 5 Punkten.

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