Birgit C. Wolgarten/ Marie Claire Frey – Der Zorn des schwarzen Engels

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Titel: Der Zorn des schwarzen Engels

Autor: Birgt C. Wolgarten / Marie Claire Frey

Verlag: Prolibris

Genre: Krimi

Seiten: 216

ISBN: 978-3-95475-078-8

Der Mord an der Esoterik-Bestsellerautorin Vera Koch beschäftigt Kommissarin Katja Sommer und ihren Kollegen Sven Widahn. Die Tote ist perfekt in Szene gesetzt und ihr Umfeld das reinste Irrenhaus. Der Mann ist mit der Vertreterin zusammen von der die Tote ihre Kosmetika bezogen hatte. Ihre beste Freundin ist eigentlich ihre Liebhaberin und auch ihr Verleger ist ein komischer Kauz. Die Kommissare stehen vor mehr Rätseln als in ein einzelnes Puzzle passen wollen. Ob sie es schaffen Licht ins Dunkel zu bringen?

Dieses Buch war absolut nicht mein Fall. Das Cover war zwar farblich gut gemacht und das Farbenspiel ist brilliant, allerdings, wenn man sich nicht gerade mit den Rügener Bauwerken auskennt, dann hat es auf den ersten und auch zweiten Blick wenig mit der Handlung zu tun. Kennt man das Bauwerk hilft es einem aber auch nicht weiter, denn es kommt in dem Buch nicht einmal vor. Der Titel zumindest ist dann näher am Buch und wird erst gegen Ende aufgeklärt, so dass man sich immer fragt, was denn nun ein „schwarzer Engel“ sein soll.
Die Protagonisten waren nett, aber irgendwie konnte ich weder mit Katja noch mit Sven richtig warm werden. Ich weiss nicht genau was mich gestört hat, aber vermutlich war es diese ganze Art wie sie privat agiert haben. Katja benimmt sich was das Stehen zu Gefühlen angeht wie ein unentschlossener Teenie und Sven ist einfach ein Macho schlechthin. Was soll ich denn von einem Mann halten der es als Leistung und Opfer empfindet, wenn er für eine Partnerin treu wird. Naja so ne Einstellung ist auf jeden Fall keine mit der man meine Sympathie gewinnt.
Die Geschichte ist in der Grundidee nicht schlecht, aber es gibt soviel Nebenhandlungen und private Geschichten und Probleme, dass die Ermittlungen fast in den Hintergrund treten. Ich hätte mir viel mehr spannende Kriminalstik gewünscht, stattdessen habe ich aber hauptsächlich Familien- und Liebesdramen serviert bekommen. Das ist sicherlich auch nicht schlimm, wenn man auf sowas steht, aber ich erwarte mir unter einem Krimi einfach etwas anderes.
Der Schreibstil war zumindest aber eingängig und flüssig zu lesen. Man stolperte selten über etwas und konnte den Sachen sehr gut folgen, auch wenn es ein wenig viele Perspektivwechsel gab aus meiner Sicht, aber das ist ja Geschmackssache. Spannungsbogen gab es nicht wirklich, die Autorinnen haben es zwar verstanden diese aufzubauen, allerdings sich mit dem vielen Drumherum auch immerwieder selbst den Wind aus den Segeln genommen. Auch hier verschenken sie viel von ihrem Potential.
Mir persönlich hat es leider nicht wirklich zugesagt und ich vergebe daher auch nur

2 von 5 Punkten.

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