Mascha Vassena – Das Schattenhaus

MaschaVassena_dasschattenhaus

Titel: Das Schattenhaus

Autor: Mascha Vassena

Verlag: Piper

Genre: Roman

Seiten: 320

ISBN: 978-3-492-30325-5

Als Anna den Nachlass ihrer toten Mutter durchsieht, stößt sie auf die Besitzurkunde eines Hauses an der italienisch-schweizerischen Grenze. Zusammen mit ihrer Tochter Rike reist sie in das kleine Dorf Tessin um es sich anzusehen. Dort stellt sie fest, dass in dem Haus bereits Charlotte lebt. Sie versucht herauszufinden, was es mit der sonderbaren Frau auf sich hat und auch die Geschichte ihrer Mutter, die diese mit dem Haus verbindet, von dem sie nie etwas erzählt hat, herauszufinden.

Das Buch hat mir wirklich gut gefallen. Das Cover soll das Schattenhaus, um das sich alles dreht darstellen. Es ist soweit auch ganz gut getroffen, nur der Garten ist viel zu gepflegt, denn laut dem Buch sieht er aus wie ein Märchenwald, verwildert und etwas unheimlich. Die dunklen Wolken sind ein wunderbares Symbol dafür, dass es viel Ärger geben wird, aber auch dafür, dass ein dunkles Geheimnis auf dem Haus liegt. Der Titel weckt nicht unbedingt die Assoziationen, die er sollte, denn ich denke bei den Worten eher an eine Gruselgeschichte als an die Erforschung eines Familiengeheimnisses.
Die Geschichte der Protagonistinnen spielt sich in vällig unterschiedlichen Zeiten ab. Während Annas Geschichte in der Gegenwart erfährt, so beginnt Charlottes Geschichte weit zurück in der Vergangenheit und berührt die Gegenwart erst ganz am Ende.
Anna ist eigentlich eine sehr sympathische Protagonistin, auch wenn sie manchmal mit ihrer Rolle als Mutter eher überfordert ist und seltsame Entscheidungen trifft.
Charlotte ist anfangs auch noch eine recht sympathische Erscheinung, auch wenn man schnell merkt, dass ihre Geschichte, kein gutes Ende nehmen wird und man ihre Entscheidungen immer weniger versteht.
Die Geschichte an sich ist wirklich interessant aufgebaut und obwohl manche Dinge schon früh erahnt werden können, so können doch die Zusammenhänge zwischen allem erst am Ende aufgedeckt werden, so dass es spannend bleibt.
Stilistisch gab es wenig zu meckern. Es war flüssig zu lesen und die kleinen Zwischensequenzen, welche sich wie ein Rätsel durch das Buch zogen und erst zum Ende aufgelost wurden, waren auch sehr schön gestaltet.
Insgesamt hat es mir gut gefallen und mich auch gut unterhalten, auch wenn mir irgendwas gefehlt hat, um mich zu 100% zu überzeugen, so war es doch ein schönes Buch, welches ich weiterempfehlen kann und es bekommt

4 von 5 Punkten.

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