Aubrey Cardigan – Wings of Silence

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Titel: Wings of Silence

Reihe: Lia & Coel 1

Autor: Aubrey Cardigan

Genre: Phantasy

Seiten: 344

ISBN: 978-3-95815-041-6

Lia ist ein ganz normaler Teenager bis sie eines Tages einen schweren Unfall beim Segelfliegen mit ihrem Vater hat. Dieser stirbt und Lia überlebt schwerst verletzt. Auch wenn ihr Knochen wieder heilen, so ändert sich ihr Leben doch radikal, denn sie kann weder sehen noch sprechen. Ihr Cousin Delsin hilft ihr so gut er kann und ist immer für sie da. Auch als sie von den gemeinsamen Großeltern zu den Großeltern mütterlicherseits umziehen soll, weicht er nicht von ihrer Seite und kommt mit ihr von Montana nach Wales, um sie zu beschützen. Den Schutz bedarf sie seiner Meinung nach vor allem vor Coel. Wer ist dieser seltsame Junge eigentlich? Warum bekommt Lia gleich bei ihrer ersten Berührung einen so heftigen Energiestoss verpasst, dass sie das Bewusstsein verliert und warum kann Lia, wenn sie ihn berührt, sogar sehen und sich mit ihm über Gedanken unterhalten? Ob Lia hinter das Geheimnis kommen kann, dass dem Allem zu Grunde liegt oder wird die Mauer des Schweigens, die ihr gegenübersteht sie erfolgreich daran hindern die Dinge aufzuklären?

Mir hat das Buch wirklich gut gefallen. Die Covergestaltung ist echt prima gemacht. Das Bild erklärt sich zwar erst in seinem ganzen Umfang, wenn man das Buch gelesen hat, ist aber so mysteriös und ansprechend gestaltet, dass man es auf jeden Fall nicht einfach übersehen kann und ihm auch einen zweiten Blick widmet. Auch die Farbgebung harmoniert perfekt mit dem Inhalt. Weder ist das Cover zu hell gestaltet, was der Geschichte einfach nicht gerecht werden würde, noch ist es zu dunkel. Das Mittelding ist genau das, was die Gesamtstimmung am besten einfängt und beschreibt. Auch der Titel ist sehr gut gewählt. Während der Teil Wings sich erst gegen Ende des Buches erklärt, spielt Silence ganz klar auf Lias Stummheit an und ergibt so einen sehr ansprechenden Titel, der neugierig macht, was genau damit gemeint sein konnte. Insgesamt kann man das Buch also rein äußerlich schon einmal nicht übergehen und wer dann noch den Klappentext liest, ist sicherlich ebenso wie ich restlos überzeugt. Ihr glaubt mir nicht? Na dann schaut ihn euch mal an:

Die 17-jährige Lia Raven ist seit einem Flugzeugabsturz blind und stumm. Als ihre indianischen Großeltern beschließen, dass sie nach Wales zu ihren unbekannten Großeltern mütterlicherseits ziehen muss, bricht für sie eine Welt zusammen. Welche Rolle spielt der mysteriöse 18-jährige Coel, dessen Berührungen Licht in ihre dunkle Welt bringen? Und wieso wird sie das Gefühl nicht los, dass es keine Haut war, die sie spürte, als sich seine Finger zum ersten Mal um ihre schlossen? Sondern Federn? Als die strenge keltische Großmutter Ida alles daran setzt, Lia von Coel fernzuhalten, begreift Lia, dass sie kämpfen muss. Um Coel und um das Recht auf ihre Träume, die untrennbar verbunden sind mit einem uralten Geheimnis.

Ich würde sagen, hier wurde alles richtig gemacht und daher widme ich mich nun mal dem Innenleben.

Lia ist als Protagonistin sehr ansprechend. Sie hat ihre körperlichen und psychischen Mängel und natürlich dadurch bedingt auch so einige Probleme, Schwierigkeiten und Ängste. Dennoch geht sie sehr souverän damit um und auch wenn sie immer wieder Phasen der Resignation hat, fängt sie sich immer wieder und kämpft weiter. Sie lässt sich nicht kleinkriegen und gibt nie auf, egal wie viele Hindernisse sie dafür überwinden muss. Das macht sie sehr sympathisch und authentisch.

Coel ist rein äußerlich ein super attraktiver Kerl und natürlich der Schwarm aller Mädchen, doch obwohl er sich dessen voll bewusst ist, legt er viel mehr Wert auf einen guten Charakter und lässt sich von Äußerlichkeiten nicht einwickeln. Er hat viele gute Seiten, aber auch er hat Ängste und Schwächen, welche er auch mal zeigen kann und dazu stehen. Damit schleicht er sich direkt ins Herz des Lesers.

Es gab neben den beiden Protagonisten auch eine Menge Nebenfiguren, mal wichtiger, mal unwichtiger. Diese haben alle, je nach Wichtigkeit, entweder eine Hintergrundgeschichte oder aber zumindest ein so konkretes Aussehen bekommen, dass man sie ohne weiteres in seine Vorstellungen einflechten konnte. Auch hier wurde nicht an Details gespart und dem Buch der richtige Tiefgang verliehen.

Nachdem ich an den Charakteren nichts auszusetzen habe, schaue ich jetzt mal auf die Geschichte selbst. Die Idee zu dem Buch hat mir sehr gut gefallen, denn es handelt sich mal nicht um etwas, dass man schon hunderte Male gelesen hat, sondern um etwas Neues, Unverbrauchtes. Die Umsetzung dieser Idee wurde mit sehr viele Liebe zum Detail betrieben und in der Geschichte findet sich ein gelungener Mix aus Liebe, Erotik, Missverständnissen, Familienstreitigkeiten, Intrigen und Zusammenhalt wieder, welcher das Buch wahnsinnig ansprechend macht.

Ich persönliche fand das Buch einfach prima und will auf jeden Fall weiterlesen… ach ja weiterlesen, das ist das erste „Manko“. Damit muss ich mich noch bis Juli 2015 gedulden, denn früher kommt die Fortsetzung leider nicht raus. Na das wird eine lange Zeit. Sonst gab es an dem Buch wenig auszusetzen, außer ein paar kleinere Druckfehler, welche bis auf ein vergessenes Verb im Satz aber zu vernachlässigen und überlesen waren. Von mir gibts natürlich eine Leseempfehlung und, wie könnte es auch sonst sein,

5 von 5 Punkten.

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