Heike Eva Schmidt – Tausend mal gedenk ich dein

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Titel: Tausend mal gedenk ich dein

Autor: Heike Eva Schmidt

Verlag: Boje

Genre: Jugendroman

Seiten: 256

ISBN: 978-3-414-82405-9

 

Nelly ist scheinbar ein durchschnittliches Mädchen. Etwas schüchtern und mit relativ wenig Anschluss in ihrer Klasse, aber dafür einer besten Freundin, Pina, die eine Klasse über ihr ist. Als sich schließlich auch noch Elias in sie verliebt und die beiden ein Paar werden scheint das Leben eigentlich perfekt, aber dann läuft irgendwie alles aus dem Ruder. In ihrer Klasse passieren schlimme Dinge und Nelly wird die Schuld dafür gegeben. Auf einmal erlebt sie sich in mitten schlimmsten Mobbings. Doch je näher sie den wahren Ursachen für die Dinge kommt, desto schlimmer werden die Erkenntnisse. Ob Nelly der ganzen Sachen wirklich Herr werden kann? Was ist die Wahrheit, welche sie so fürchten muss?

Ich fand das Buch insgesamt prima. Die Covergestaltung war sehr schlicht und hatte wenig wenig mit dem Inhalt zu tun, dennoch hat sie einen angezogen und neugierig gemacht. Auch der Titel hat mich zunächst auf eine falsche Fährte gelockt, denn irgendwie dachte ich bei ihm zunächst eher an Trauer, Tod und Verlust. Dennoch passt es letztlich ganz gut damit, auch wenn man ihn erst am Ende versteht und durchaus ein paar Mal um die Ecke denken muss.

Die Protagonistin Nelly war ein ganz normaler Teenager auf den ersten Blick und so gestaltet, dass man sich prima in sie hineinversetzen konnte. In ihre Ängste, Nöte und Sorgen. Manchmal hat man den Kopf geschüttelt, aber letztlich waren es eben unbedachte Teenagerentscheidungen oder –handlungen, welche einen dazu veranlasst haben. Man kommt der Hauptfigur ganz nah, leidet mit ihr und ist erschüttert, was ihr alles passiert. Also rundum gelungen diese Figur :)

Die Geschichte an sich ist sehr interessant. Sie befasst sich mit einem Thema, welches einfach viel zu sehr ausgeklammert wird und was eigentlich noch nicht so gesellschaftsfähig ist um dort angekommen zu sein. Dennoch bekommt man hier Einblicke und versteht nun manches ein wenig besser.

Auch an der Gestaltung des Buches gibt es nichts auszusetzen. Es gibt zwischen den Kapiteln immer eine Seite mit dem Thema „Brief an mich“. In diesem schreibt sich jemand selbst seine Gedanken und Gefühle. Es ist heftig und zutiefst berührend was dort so steht. Noch bewegender finde ich das Ende. Man kommt nicht umhin über dieses Buch nachzudenken. Es liest sich zwar gut und flüssig und man kann es definitiv, einmal angefangen, gar nicht oder nur schwer wieder aus der Hand legen, aber es schockiert auch und macht einen traurig.

Irgendwie finde ich an dem Buch auch nichts zu meckern, was ja schon an ein Wunder grenzt, denn irgendeine Kleinigkeit ist ja normal immer. Aber umso besser. Ich kann es aus tiefstem Herzen empfehlen, natürlich auch für Teenager, denn für die wurde es geschrieben. Es sensibilisiert auf seine ganz eigene Weise gegenüber den Themen und ist einfach nur großartig. Daher bekommt es auch

5 von 5 Punkten

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