Uschi Hammes – Der Spatz

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Titel: Der Spatz

Autor: Uschi Hammes

Verlag: Wiesenburg

Genre: Roman

Seiten: 200

ISBN: 978-3-95632-182-5

Die Hauptfigur ist gerade dabei einen gesellschaftskritischen Roman zu verfassen, als sie plötzlich eine Stimme hört, welche ihr immer wieder Kontra gibt. Zuerst dachte sie, dass sie sich das alles nur einbildet. Bald aber merkt sie, dass es diese Stimme wirklich gibt und ihr befiehlt sich eine Form für sie auszudenken. Unsere Protagonistin wählt den Spatz, weil es ihr erster Gedanke war. Mit diesem Spatz fängt unsere Hauptfigur an über die Gesellschaft, das Leben allgemein und das eigene Ich zu diskutieren. Wird sie am Ende überschnappen oder was hat es damit nun auf sich?

Das Buch hat mir insgesamt wirklich gut gefallen. Das Cover ist mit seinem schwarz-weiß sehr durchschnittlich und nichts was besonders ins Auge fällt. Dennoch ist darauf mit dem Spatz eigentlich alles gesagt, was es zu dem Buch so zu sagen gäbe. Der Titel klingt auch nicht nach etwas besonderem und ich hätte dem Buch vielleicht noch einen Untertitel verpasst, aber er trifft und klärt sich schnell auf.

Die Protagonisten ist eine Ich-Erzählerin. Durch den Mangel an anderen Charakteren ist sie mit ihren Ansichten natürlich sehr stark in den Mittelpunkt gesetzt. Sie ist eine zynische Einsiedlerin, die sich vor der Gesellschaft abschottet und sich eher als Beobachterin sieht, welche die Menschheit kritisiert. Das ändert sich im Laufe der Zeit etwas. Man kann auf jeden Fall mit ihr warm werden und ihre Gedankengänge nachvollziehen, auch wenn man sicherlich gerade zu Anfang eher eine konträre Haltung vertritt.

Die Idee der Geschichte ist eigentlich keine schlechte. Es wird immer alles ausargumentiert und auf diese Weise aus dem ganzen Mist der so auf Erden rumläuft auch immer wieder die schönen Seiten herausgearbeitet, welche nur allzuleicht übersehen werden. Dennoch ist es eben kein Buch, welche sie als gegeben sieht beim Leser, sondern eins, welches dem Leser gerne auch seine Argumente entkräftet und ihm erklärt, warum vielleicht doch nicht alles Mist ist.

Sitlistisch ist es eben ein großteils ein Dialog, wobei es auch kleinere Episoden hat mit Handlung. Ich persönlich mag ja sowas an und für sich nicht wirklich leiden, da ich schon auf Bücher mit mehr Handlung stehe, aber hier passt es ganz gut.

Ich persönlich fand das Buch ganz interessant, wüsste aber nicht wem ich es empfehlen sollte, da es vom Genre her doch sehr speziell ist. Von mir gibts

4 von 5 Punkten.

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