Marlies Zebinger – Keine Angst, es ist nur Liebe.

Keine-Angst-final

Titel: Keine Angst, es ist nur Liebe.

Autor: Marlies Zebinger

Verlag: FeuerWerke

Genre: Roman

Seiten: 336

ISBN: 9783945362044

Anna Maria Elisabeth Rogner hat Angst. Sie hat Angst vor dem Dunkelheit, Nähe, Alleinsein, Beziehungen, den Blicken der Leuten, Fehlern und eigentlich allem. Sie hat Angst vor dem Leben. Eines Tages lernt sie Matts kennen, doch während dieser sich in Anna verliebt, weißt sie ihn aus lauter Angst ab. Doch Matts gibt nicht so einfach auf und will Anna durch täglich neue Aufgaben, welche er ihr stellt, beweisen, dass sie keine Angst haben muss. Kann dieser Plan aufgehen oder sind Annas Ängste zu stark?

Das Buch hat mir insgesamt ganz gut gefallen. Das Cover stellt Anna dar. Die Zettel und die Sonnenblume versteht man zwar nicht auf den ersten Blick, aber sie erklären sich ziemlich schnell. Die Landschaft in die sie reinspaziert kann man mit ein wenig interpretieren und dem Kontext der Geschichte ebenso gut verstehen wie die Farbgebung. Der Titel sagt eigentlich alles aus und trifft den Inhalt gut. Außerdem macht er durchaus neugierig, denn das es sich um ein Liebesgeschichte handeln wird, dürfte daraus klar werden, doch diese hier ist auf einem anderen Konzept angelegt.

Die Protagonistin Anna ging mir total unter die Haut. Man kann ihre Gedanken und ihre Gefühle sehr gut nachvollziehen und auch für ihre Angstzustände und Panikattacken konnte ich vollstes Verständnis aufbringen. Sie ist wahnsinnig intensiv gestaltet und daher auch sehr authentisch.

Matts ist zwar auf der einen Seite eine Hauptfigur, andererseits eine sehr indirekte, die die meiste Zeit nur in Annas Gedanken und Briefen lebt. Dennoch ist er allgegenwärtig und spielt eine entscheidende Rolle. Seine Aufgabe in diesem Buch ist enorm, denn er stellt letztlich etwas dar, was wichtig für jeden Menschen mit Angst- und Panikattacken ist bzw sich jeder wünschen würde.

Die Idee der Geschichte gefältt mir sehr gut, da es absolut etwas anderes ist und mit dem Thema Angst- und Panikattacken sehr offen umgeht, aber auch verständlich zeigt, was dann passiert und wieso die Dinge in den Betroffenen ausgelöst werden. Es ist ein Thema, was sicherlich längst einen Gutteil der Bevölkerung beschäftigt, allerdings ist es leider nicht so, dass man darüber wirklich Aufklärung betriebt. Die meisten Betroffenen schämen sich und verstecken sich. Auch die gesellschaftliche Toleranz dafür ist nicht wirklich gegeben. Daher gefällt es mir umso besser, dass dieses Buch, dass Thema so offen aufgreift. Allerdings und das muss ich offen sagen, ist das Buch eher weniger für Leute geeignet, welche selbst mit der Thematik zu tun haben, da es so gut geschrieben ist, dass es einen in Flashbacks ziehen kann und bei lesen durchaus zu Angst- und Panikzuständen führen kann. Daher würde ich sagen, dass die Autorin rein schreiberisch alles richtig gemacht hat und es ihr gelungen ist ein sehr gutes Werk zu der Thematik abzuliefern, welches ich jedem empfehlen würde, da es sich auf jeden Fall super zur Aufklärung zu diesem Thema eignet. Von mir gibts dafür

5 von 5 Punkten.

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