Uli Leistenschneider – Nashörner haben auch Gefühle

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Titel: Nashörner haben auch Gefühle

Autor: Uli Leistenschneider

Verlag: Kosmos

Genre: Graphic Novel / Jugendliebesroman

Seiten: 257

ISBN: 978-3-440-14325-4

Der zweite Teil des Liebesbriefes von Lea an Jan spiegelt herrlich Leas verrücktes und chaotisches Leben wieder. Als Teenie ist so manches schwierig, die Sache mit den Jungs sowieso und dann noch die Oma und die Eltern. Lea scheint es mal wieder niemand einfach zu machen und wie sie an Jan rankommen soll, weiss sie auch nicht so recht, denn jedes Mal wenn sie denkt, sie wäre einen Schritt weiter folgen zwei zurück. Ganz schon schwierig alles. Ob es sich wohl klären lässt?

Das Buch hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Das Cover war ein totaler Blickfang und hat mit dem grün und den vielen kleinen Details einfach überzeugt. Für ein Jugendbuch ist es absolut passend und der Titel ist lustig. Man versteht ihn zwar nicht auf Anhieb, aber das ändert sich im Lauf des Buches und der Untertitel verrät einem ja worum es im Großen und Ganzen geht. Daher passt hier alles.
Der Liebesbrief ist ähnlich wie ein Tagebuch aufgebaut und daher natürlich aus der Ich-Perspektive geschrieben. Daher kann man sich gut in die Protagonistin einleben. Sie ist jung, naiv, sympathisch, witzig, talentiert, manchmal aber auch zum Kopfschütteln komisch und verträumt. Aber insgesamt einfach eine sehr sympathische Mischung mit der man eine Menge Spaß hat.
Jan, der irgendwie ein indirekter Protagonist ist,  da er ja schließlich auch eine große Rolle spielt, ist eigentlich ein netter Junge, den man aber zeitweise einfach gar nicht versteht, weil er eben so seltsam handelt. Aber auch das ist typisch für einen Jungen in diesem Alter, der einfach im Umgang mit verliebten Mädchen unsicher ist, vor allem was seine eigenen Gefühle angeht.
Die Geschichte an sich fand ich gut gemacht. Zum einen war sie irgendwie eine typische Teeniegeschichte, aber zum anderen geht es auch viel um die Eltern und darum, dass sie das Mädchen auch um sie Gedanken macht. Irgendwie schön, denn sonst hält man ja pubertäre Teenies eigentlich für sehr selbstsüchtig und glaubt nicht, dass sie an irgendwen anderen denken. Aber auch die Graphiken waren total toll. Ich bin ja normal nicht so der Freund von Graphic Novels und Mangas, aber hier war es genau richtig. Es gab viel Text und viele kleine Zeichnungen, die das unterstrichen haben, aber auch sehr süß gemacht waren. Mir hat das Gesamtkonzept gut gefallen und auch die Umsetzung war klasse. Der Schreibstil war sehr eingängig und flüssig zu lesen. Am flog nur so durch das Buch und konnte sich auch kaum bremsen.

Ich würde es empfehlen und vergebe auch

5 von 5 Punkten.

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