J.F. Penn – Desecration / Verletzung

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Titel: Desecration / Verletzung

Autor: J.F. Penn

Verlag: The Creative Penn Limited

Genre: Psychothriller

Seiten: 300

ISBN: 9781500382216

Mitten in der bizarren Ausstellung von eingelegten Körperteilen des Hunterian Museums bietet sich der Ermittlerin Jamie ein schreckliches Bild. Die Leiche der jungen Anwältin Jenna liegt aufgeschnitten und mit herausgetrennter Gebärmutter in mitten der skurrilen Ausstellungsstücke. Die Ermittlungen führen sie tief in eine Welt, welche für sie nicht zu begreifen ist, denn wer stellt sich schon plastinierte Leichen als Kunstgegenstände auf und wie kann man es schön finden solche zu erschaffen? Kann Jamie in dieser Welt wirklich bestehen und werden ihr die psychometrischen Fähigkeiten von Blake weiterhelfen?

Das Buch hat mir richtig gut gefallen, allerdings war die Covergestaltung überhaupt nicht mein Fall. Das Cover hat zuviele verschiedene Farben und wirklich zusammengewürfelt und überladen. Außerdem hat die Hand der Frau den Anschein als wären nur 4 Finger dran. In der Buchhandlung wäre es wohl kein Buch, dass ich sofort in die Hand nehmen würde. Da das Cover des Ebooks wesentlich schöner gestaltet ist, würde ich auch dieses für die Prints verwenden. Der Titel des Buchs klingt absolut harmlos und erschließt sich mir auch nicht so ganz, denn die Inhalte haben weniger mit Verletzungen als mit wesentlich schlimmeren Dingen zu tun.

Die Protagonistin an sich ist eine sehr widersprüchliche Person, mit welcher ich so eine Schwierigkeiten hatte. In ihrem Job ist sie unkonventionell, flexibel und gut, aber ihre Art und auch der Umgang mit ihrer Tochter missfallen mir an vielen Stellen total. Dennoch ist sie nicht unsympathisch, aber ich bin irgendwie eher distanziert von ihr geblieben.

Die Idee der Geschichte gefiel mir richtig gut und die Umsetzung war gut gemacht. Mir hat besonders der Mix aus Realität und Fiktion bei den Schauorten und den Mythen drumherum zugesagt. Aber auch die Thematik war einfach mal erfrischend anders. Das Buch ist aber definitiv nichts für schwache Nerven, denn viele blutige und abstoßende Szenen werden doch sehr genau beschrieben. Mir persönlich hat aber eben das daran gut gefallen, denn das Buch nimmt das Wort Psychothriller mal wieder richtig auf und erfüllt den Auftrag daran total. Auch stilistisch hat mir das Buch sehr zugesagt, weil es einfach mitreißt. Die Handlungen und Orte sind gut beschrieben und man kann sich so richtig reindenken in das Buch. Man fliegt auch förmlich über die Seiten, weil man in dem Stil quasi aufgeht.

Daher kann ich es auch nur allen Leuten mit starken Mägen und guten Nerven empfehlen die Psychothriller auch so sehr lieben wie ich. Von mir gibts

4 von 5 Punkten

und die Hoffnung, dass ich mich im nächsten Teil mehr mit Jamie anfreunden kann.

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