Natascha Rodrigues – Und zwischen uns ein Jahr

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Titel: Und zwischen uns ein Jahr

Autor: Natascha Rodrigues

Verlag: Aufbau

Genre: Liebesroman

Seiten: 272

ISBN: 978-3-7466-3090-8

Marie hat alles was man sich nur vorstellen kann. Einen tollen Job, 2 süße Kinder, einen tollen Ehemann und auch Geld scheint kein Problem zu sein. Doch als sie zur Beerdigung ihres Vaters nach Paris reist, geraten ihre Gedanken in Unordnung, denn sie trifft Serge wieder. Er ist der Sohn von dem neuen Lebensgefährdten ihrer Mutter aus erster Ehe und obwohl sie sich nur ein paar Mal gesehen haben bisher, scheint der Funke zwischen ihnen sofort übergesprungen zu sein. Marie gerät darauf in einen Rausch aus Gefühlen und sowohl der ständige Strudel der Leidenschaft für Serge als auch die Vernunft, die sie zu Johannes zieht, reißen unentwegt an ihr. Welcher der beiden Männer wird wohl am Ende die Oberhand gewinnen?

Mir hat das Buch insgesamt ganz gut gefallen. Das Cover zeigt einfach nur 2 Blumen in einer Vase und ist damit sicherlich nicht gerade an Augenmagnet. Dennoch ist es schön und schlicht und lenkt die Aufmerksamkeit eher auf den Titel, welcher auf jeden Fall interessant und geheimnisvoll klingt, aber für mich irgendwie nur eine Nebensache der Handlung darstellt und der sich mir nur mit viel nachdenken erschlossen hat.

Was die Protagonistin Marie angeht, so muss ich sagen, dass sie mir einfach nicht sympathisch wurde. Ihre Leichtigfertigkeit mit der sie Serge ihre Gefühle geschenkt hat, ihre Bereitschaft dieses Spiel zwischen den beiden Männern zu spielen und bis zum Äußersten zu treiben, all das ging mir einfach total gegen den Strich. Selbst als sie zu einem gewissen Punkte die Dinge ändern wollte, war dies nur halbherzig und meine Sympathien lagen menschlich eher bei ihrem Ehemann als bei ihr selbst.

Dennoch hat mir die Geschichte an sich und auch die Idee dahinter sehr zugesagt, denn es ist einfach etwas, dass sehr aus dem Leben gegriffen ist und nicht einfach nur eine fikitive Sache ist. Es kann jeden von uns treffen und wie sich die ganze Sache entwickelt war sehr gut nachvollziehbar und auch gut dargestellt. Manche Vorgehensweisen haben für mich durchaus Vorbildcharakter, denn davon könnten sich so manche Leute etwas abschneiden. Wer das Buch bis zum Ende liest wird auf jeden Fall verstehen was ich meine.

Lesen ließ es sich super gut und ich war wahnsinnig schnell durch. Es war unterhaltsam und auch flüssig geschrieben, allerdings hat es mir einfach an mancher Stelle ein wenig Tiefgang gefehlt. Oft waren Gefühle da, aber sie wurden eher angeschnitten als wirklich ausgeschrieben und in die emotionalen Szenen kam man nur oberflächlich rein. Auch das dürfte erklären, warum man so schnell durch war, denn es war eben eher etwas, dass man mal schnell liest aber die eigene Schale nicht so sehr ankratzt wie es das Potential hätte.

Ich würde insgesamt sagen, dass dieses Buch nicht schlecht war und sich auf jeden Fall für eine schöne Lektüre zwischendurch wirklich eignet. Daher gibts von mir auch

3,5 von 5 Punkten.

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