P.C. & Kristin Cast – Kalonas Fall

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Titel: Kalonas Fall

Reihe: Zusatzgeschichte zu House of Night

Autor: P.C. & Kristin Cast

Verlag: Fischer Jugendbuch

Genre: Phantasy

Seiten: 206

ISBN: 78-3-8414-2223-1

Die Göttin Nyx ist die letzte der Göttinnen und Götter, welche ihre Beziehung zur Erde noch nicht aufgegeben hat. Sie freundet sich sogar mit dieser an und damit Nyx sich nicht länger einsam fühlt will ihr die Erde sogar einen Kameraden erschaffen. Doch dies geht am Ende nicht ganz so aus wie geplant, denn bei der Schöpfung entstehen Kalona und Erebos, so dass Nyx nun 2 Gefährten hat. Die Erde möchte, dass sich die beiden Kameraden in 3 Prüfungen Nyx beweisen und zeigen, dass es ihr einziges Ziel ist diese glücklich zu machen. Doch das Ganze läuft nicht wie geplant und schon bald ziehen Schatten auf.

Das Buch an sich hat mir recht gut gefallen. Das Cover ist wie bei der House of Night Reihe üblich wieder sehr schön, allerdings muss man auf die charakteristische Prägung der Schutzumschläge bei den Zusatzbüchern leider verzichten. Auf dem Cover ist ein Bild von Kalona zu sehen. Er kniet und shcaut auf den Boden. Dies in Kombination mit dem Titel sagt schon alles. Die Frage ist bei diesem Buch, wie bei allen Zusatzbüchern, nicht wie es ausgeht, sondern wie es zu diesem Ausgang kommt.

Die Protagonisten sind in diesem Buch klar Kalona und Nyx. Während Kalona bei mir ungefähr genauso viel Sympathien hat wie in der House of Night Reihe, nämlich keine, kommt Nyx hier deutlich schlechter weg. Sie ist jünger, unerfahrener, noch mehr von ihren Gefühlen geleitet und naiv. Eigenschaften, die sie in der Reihe selbst nie hat. Sie denkt wenig nach und vertraut zu sehr, dass schon alles gut werden wird. Sie ist leichtgläubig und irgendwie auch blind. Ihre Gefühle und ihr Verhalten sind sehr menschlich und haben wenig Göttliches an sich. Kalona ist selbst ja auch eine Art Gott und irgendwie verhält er sich auch eher wie ein Teenager und hat sich und seine Gefühle wenig unter Kontrolle. Also irgendwie fehlt mir hier ein wenig die Göttlichkeit bei den Charakteren.

Ich mag es generell, wenn zu langen Reihen mit vielen Figuren auch einmal die Geschichten erzählt werden, allerdings halte ich diese Geschichte für noch nicht ganz ausgereift. Es gab einen Logikfehler, an einem Wendepunkt in der Geschichte, welcher massive Auswirkungen für den weiteren Fortgang der Geschichte hat und in sich leider so unschlüssig ist, dass ich sagen muss, dass hier die Geschichte schon fast verdorben wird. Im Gesamtbild ist es zwar stimmig und nachvollziehbar, allerdings stimmt einfach die Stelle nicht und dadurch auch nicht die Konsequenzen, welche daraus folgen. So etwas kann ich nicht leiden, denn das Buch ist mit seinen etwas über 200 Seiten wirklich kurz genug um den Überblick zu behalten. Auch die Umsetzung insgesamt hat mir nicht gefallen. Ständig wird davon geredet wie göttlich alle sind und doch benehmen sich die Götter hier wie pubertäre Teenager und nicht annährend göttlich. Die Name Erebos, Nyx und Kalona hätte man ebenso gut durch Zoey, Heath und Erik austauschen können, dann wäre das Ganze fast sinnvoller.

Zu Gute halten möchte ich dem Buch vor allem, dass man nicht nur Kalonas Vorgeschichte erfährt sondern auch wie die Vampyre entstanden sind. Das ist eine sehr nette Sache, denn das hat mich fast mehr interessiert als Kalona zumal ihre Geschichte dann in sich wieder stimmig war – wenn auch vom Fehler beeinflußt.

Lesen lässt sich das Buch wieder sehr flüssig und schnell. Es erhebt keine großen sprachlichen Ansprüche an seine Leser und wurde von mir in etwa 2:15 Stunden weggelesen. Also die klassische Unterhaltung für mal zwischendurch. Was mich an diesem Buch noch total gestört hat waren die Zeichnungen. Es gab zu Beginn jedes Kapitels Zeichnungen von Nyx, Kalona und Erebos, vor allem aber von Ersterer. Diese waren wirklich nicht sondernlich schon anzusehen. Es handelt sich dabei eher um Skizzen, welche einfach weder zum System von House of Night gepasst haben noch das sie schön anzusehen gewesen wären. Ich möchte nicht sagen, dass die Person, die sie gemalt hat nicht zeichnen kann, denn das kann sie bestimmt wesentlich besser als ich, allerdings gehören ihre Künste qualitativ bestimmt auch noch nicht in ein Buch hinein.

Empfehlen würde ich das Buch eigentlich überhaupt nicht. Da aber sicher die House of Night Fans unter euch trotzdem neugierig sind auf die Vorgeschichte, würde ich sagen, dass man es frühestens lesen sollte, wenn man Band 5 abgeschlossen hat. Ich persönlich war einfach nur enttäuscht und gebe auch nur

2 von 5 Punkten.

 

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