Thomas Biehling – Die Nanolithografie

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Titel: Die Nanolithografie

Autor: Thomas Biehlig

Verlag: T.Biehling media

Genre: Wissenschaftsthriller

Seiten: 572

ISBN: 978-3-00-046430-0

Marc Jansen ins ein Experte im Gebiet der Halbleiterwissenschaften und arbeiten in einem kleinen aber renommierten Büro in Hamburg. Eines Tages lässt er sich von einem seiner Klienten, Victor Navarro, abwerben, da ihm viel Geld versprochen wurde. Obwohl ihm gesagt wird, dass es auch gefährlich werden kann, nimmt er die Stelle an. Ziel dieser Stelle ist es, einerseits einen Staatenbund zu unterstützen in den Wirtschaftszweig der Chipherstellung einzusteigen, andererseits den Mord des Wissenschaftlers Orlando Lopez aufzuklären. Schon bald gerät das Team in dem Marc arbeitet ins Visier eine skrupellosen Organisation die ihre korrupten Kreise bis in die obersten Regierungskreisen, der internationalen Mächte hat.

Insgesamt muss ich sagen, dass das Buch ziemlich schwer zu beurteilen ist. Aber fangen wir erstmal mit dem Cover an. Es ist schlicht gestaltet, aber die Leiterbahnen eines Chips, die darauf abgebildet sind, passen hervorragend zum Buch, da es darin vor allem um eine neue Technologie der Chipherstellung dreht, welche die gesamte Welt verändern könnte. Der Titel ist einem Verfahren zur Chipherstellung nachempfunden, welches wirklich existiert.
Einen Protagonisten in dem Sinn gab es nicht wirklich, da man die gesamte Geschichte eher aus der Perspektive des Erzählers erlebt hat, der immer wieder zwischen den Schauplätzen hin und her gesprungen ist. Das ist für mich auch der größte Schwachpunkt dieses Buches. Es gab jede Menge Charaktere, Unmengen an Schauplätzen, Intrigen, Explosionen, Schießereien und Tote. Wie man es in einem guten Thriller erwartet. Aber man konnte zu keiner Figur eine richtige Bindung aufbauen. Es fehlten die Emotionen. Selbst als alles zum Scheitern verurteilt war, konnte man die Resignation nicht spüren. Es wurde in einem Nebensatz erwähnt, aber das war es auch schon. Es war eine Geschichte mit jeder Menge Fakten, aber ohne Gefühl, ohne Emotion und deshalb wollte ich es eigentlich schon nach den ersten 200 Seiten weglegen, da es für mich eigentlich nur noch Längen hatte und mich die ganze Sache einfach nicht mehr angesprochen hat. Die vermeintlich spannenden Momente haben alle ihre Wirkung verfehlt, da es mir schlichtweg egal war ob irgendeiner von den unzähligen Figuren überlebt, oder nicht. Ich muss sagen, es ist wirklich schade, denn die ganze Thematik, die Recherche, die Aufbereitung waren insgesamt wirklich gut. Man weiß nicht ob es so eine Technologie wirklich gibt, oder ob sie vielleicht nicht schon eingesetzt wird, denn die Elemente die nach Science Fiktion aussehen, sind in Wirklichkeit sogar ziemlich real. Auch der Stil war sehr angenehm zu lesen und trotzdem fehlte mir einfach ein Protagonist mit dem ich mitfiebern, mitfühlen und mitleiden könnte, was mir die gesamte Atmosphäre zerstört hat. Für Freunde von Wissenschaften, die gerne eine Geschichte mit vielen Fakten und auch Bezug zur Realität mögen, sowie jene mich einem Hang zu Verschwörungstheorien werden bei diesem Buch sicherlich auf ihre Kosten kommen. Aber mein Fall war es leider nicht und deshalb gibt es auch nur

3 von 5 Punkten.

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