Kiera Cass – Die Elite

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Titel: Die Elite

Reihe: Selection (Band 2)

Autor: Kiera Cass

Verlag: Sauerländer

Genre: Jugendbuch

Seiten: 383

ISBN: 978-3-7373-6242-9

Die Geschichte rund um das Casting des Prinzen Maxon und der Teilnehmerin America Singer geht weiter. Es sind nur noch 6 Mädchen im Palast und das Casting wird immer anspruchsvoller, doch America muss auch immer noch ihre Gefühle gegenüber ihrem Exfreund Aspen abklären und kann sich nach wie vor nicht so recht auf Maxon einlassen. Kann das in dieser Phase des Castings wirklich noch gutgehen oder muss America ihre Taschen packen und nach Hause abreisen?

Mir hat das Buch mehr zugesagt wie Band 1. Das Cover ist wieder auf seine sehr eigene Art schön. Eigentlich hat es nicht viel Inhalt und ist schlicht gehalten, doch durch das aufwendige Kleid, welches America trägt wirkt es natürlich dann doch sehr edel und hebt es. Allerdings würde ich dieses Kleid dem Buch eher nicht zuordnen können und würde es eher im ersten Kapitel von Band 3 unterbringen, so dass mich die Coverwahl überrascht hat. Der Titel ist kurz und schmerzlos einfach nur der Stand im Casting wo man sich gerade befindet: Eine Elite hat sich durchgesetzt und wird nun auf Herz und Nieren geprüft.

Die Protagonisten haben sich nicht geändert. Neben Maxon und America, spielt natürlich auch Aspen eine wichtige Rolle. America nervt mich in diesem Band ziemlich, was ihre Impulsivität und auch das ständige Hin und Her angeht. Klar sie ist erst 17 und die Situation ist keine einfache, aber sie spielt mit anderer Leuten Gefühlen und letztlich auch mit ihrem Leben, so dass es doch fein wäre, wenn sie mal ein wenig aus dem Knick käme. Was Maxon angeht, so ist er mir in diesem Band eigentlich noch etwas sympathischer, denn man erfährt von ihm auch einige Dinge, welche normal hinter der Prinzenfassade verborgen liegen. Aspen ist leider für mich nur ein sehr selbstsüchtiger Mensch, der einfach nicht ertragen kann, wenn sein „Spielzeug“ jemand anderem gehören soll und America das Ganze einfach nicht wirklich gönnt, aber irgendwie trotzdem immer behauptet, dass er sie über alles Liebe und es nichts wichtigeres für ihn gäbe auf der Welt. Meine Definition von Liebe sieht dann aber doch irgendwie anders aus.

Die Geschichte nimmt im zweiten Band deutlich an Fahrt auf und es passiert endlich mal etwas mehr. Es passieren mehr Wendungen und letztlich wird es fast ein wenig spannend zwischendurch. Insgesamt ist das Buch einfach nicht so gleichförmig und abwechslungsreicher wie Band 1. Dennoch kann mich das Gesamtkonzept noch nicht wirklich überzeugen, denn letztlich bleibt die Vorhersehbarkeit erhalten. Americas Gefühlsänderungen sind mit jedem Ereignis schon in dem Moment, in dem es eintritt, so vorhersehbar, dass man eigentlich nur noch auf die Begründung dafür wartet. Allerdings glaube ich schon, dass für verträumte Teenager das Konzept dieses Buches genau aufgeht. Ein Prinzessinencasting, ein charmanter Prinz, der Exfreund, den man von Kindesbeinen an kennt. Eine brisante und tolle Mischung für verträumte Teenies. Obwohl ich eigentlich viele Jugendbuchreihen lese, ist diese hier irgendwie wohl in meinen Augen für Erwachsene deutlich unattraktiver als andere.

Schlecht ist es nicht, aber richtig gepackt hat es mich nach wie vor nicht. Dennoch war es besser als der erste Band und daher vergebe ich diesmal, neben eine Leseempfehlung für 14- bis 18jährige, auch

3,5 von 5 Punkten.

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