John Green – Das Schicksal ist ein mieser Verräter

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Titel: Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Autor: John Green

Verlag: dtv

Genre: Roman

Seiten: 336

ISBN: 978-3-423-662583-8

Hazel ist eine intelligente junge Frau, welche gerade ihre ersten Kurse am College besucht. Doch sie unterscheidet sich von allen anderen, denn sie hat Krebs. Ihre Diagnose: Unheilbar. Während der ungewissen Zeit die ihr noch bleibt, besucht sie eine Selbsthilfegruppe für Krebspatienten. Dort lernt sie eines Tages auch Augustus kennen. Schon vom ersten Moment an fühlen sich die beiden zueinander hingezogen, doch während beide langsam ihre Gefühle füreinander entdecken und zugeben, spielt die Zeit gnadenlos gegen sie.

Das Buch war insgesamt wahnsinnig gut. Das Cover mit den vielen Sternen passt sehr gut zum englischen Originaltitel „The Fault in our stars“. Auch in dem Buch wird oft darüber geredet, dass Krebspatienten eben nur ein Fehler im ganzen kosmischen Gefüge der Mutation sind. Daher gefällt mir der englische Originaltitel fast besser als der deutsche. Dieser ist ein Zeit aus dem Text und passt aber letztlich auch zu den Entwicklungen der Handlung.

Die Protagonisten Hazel und Augustus waren Teenager. Sie hatten vielleicht viele Probleme extra, aber auch sie hatten Teeniesachen im Kopf. Die erste Liebe, Bücher, Musik, Schule, College. Sie hatten ihre Stimmungsschwankungen, haben auch mal überreagiert, haben mit ihrem Schicksal gehadert und doch haben sie immer wieder einen Weg gefunden damit umzugehen, ja sogar ihr Umfeld noch zu trösten. Sie sind einfach etwas ganz besonderes und man muss sie mögen. Schon lange habe ich mich Protagonisten nicht mehr so nahe wie in diesem Buch.

Die Geschichte ist einfach eine Geschichte aus dem Leben. Hart, ehrlich, offen. Sie verschleiert keine schlechten Seiten und dichtet keine Schönen hinzu. Sie täuscht uns nicht über die Schrecklichkeiten einer Krebserkrankung für Betroffene und ihr Umfeld und sie versucht auch nicht Helden zu erschaffen, wo es keine gibt.  Sie ist gnadenlos romantisch und abgrundtief traurig. Man kann das Buch nicht einfach lesen und unberührt bleiben. Es ist ein Buch zum mitheulen und mitlachen und ich habe beides in ausreichender Menge getan. Dieses Buch fordert seinen Leser heraus. Es zwingt einen aus seiner heilen Weltvorstellung aufzuwachen und das Leben zu sehen wie es ist. Grausam, hart und ungerecht und doch gibt es einem auch Hoffnung. Man braucht nach dem Buch Abstand, man muss es Bedenken und verarbeiten. Weder Kopf noch Herz bieten Platz für etwas neues, solange man sich mit diesem hier nicht auseinandergesetzt hat.

Ich weiss nicht, was ich genau zu Sprache und Stil schreiben soll, denn es gibt glaub ich nicht viel mehr zu sagen außer, dass es scheint, als wäre es nicht auf dem Papier geschrieben worden sondern direkt im Herzen des Lesers, weil es ihm so nahe geht.

Von mir gibt es nicht nur eine Leseempfehlung, sondern auch die klare Einstufung als Must have der modernen Literatur. Das hier nur

5 von 5 Punkten

in Frage kommen versteht sich von selbst.

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