Ben Berkeley – Das Haus der tausend Augen

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Titel: Das Haus der tausend Augen

Autor: Ben Berkeley

Verlag: Droemer

Genre: Thriller

Seiten: 442

ISBN: 978-3-426-30422-8

Gary Golay ist der stellvertretende Stabschef des amerikanischen Präsidenten und hat eine tolle Familie. Doch als er für den Präsidenten die Stimmen für ein Gesetz sammeln soll, welches die Macht der Geheimdienste erheblich einschränkt, wendet sich das Blatt zum schlechten. Auf einmal wird Gary Mord an einer Prostituierten vorgeworfen und alle sind gegen ihn. Die Verschwörung reicht bis ins Oval Office und während Gary von der Last der immer neuen „Beweise“ erdrückt wird, wenden sich nach und nach sein Umfeld und seine Familie von ihm ab. Wird er seine Unschuld beweisen können?

Das Buch hat mich ehrlich gesagt sehr berührt. Das Cover an zeigt einen flüchtenden Mann, der durch irgendwelche unterirdischen Gängen mit Treppen hastet und ganz offensichtlich auf der Flucht ist. Auch wenn die Lokalität nicht stimmig zur Geschichte ist, so spiegelt sie doch das Wesentliche wider. Auch der Titel passt  nur so halb, aber die Aussage macht neugierig und ist auch wieder stimmig zum Thema. Man stellt sich vielleicht ein paar Dinge anders vor, wenn man das Buch nur von außen betrachtet, dennoch ist es irgendwie genau stimmig, wenn man das Buch gelesen hat.

Gary Golay war mir als Protagonist nicht immer sympathisch. Sicherlich war die Hetzjagd gegen ihn alles andere als gerecht und er hatte sicherlich auch seine guten Seiten, aber natürlich waren auch die schlechten Seiten nicht angenehm, welche über ihn im Laufe der Ermittlungen zu Tage kamen. Dennoch er hat nie aufgehört seine Frau und seine Familie zu lieben und auch nicht zu kämpfen, obwohl es gegen Windmühlen ging. Das Wesentliche bei diesem Protagonisten war eher die Tatsache, dass er jeder von uns hätte sein können – Ich, du, mein bester Freund oder dein Vater. Dieses Buch geht uns alle an. Die Geschichte ist nicht nur ergreifend und schockierend, sondern vor allem auch ein Szenario dessen Eintreten für unsere Zukunft leider nur zu wahrscheinlich ist, wenn wir nichts unternehmen. Die Idee mit diesem Buch die Leute aufzuwecken und für das Thema zu sensibilisieren ist ziemlich genial. Es ist kein Buch in dem es um Fakten und Zahlen geht, sondern eines in dem uns gezeigt wird was NSA und Co. mit jedem Einzelnen von uns machen können, wie sie unser Leben beeinflußen und zerstören können. Es ist erschreckend glaubhaft geschrieben, die ganze Geschichte ist von einer unglaublichen Dichte, Emotionalität und Spannung, so dass man in die Geschichte hineingesaugt und so gefesselt wird, dass man nur schwer aufhören kann. Die Schockmomente sind zahlreich und gehen einem total unter die Haut. Ich würde das Genre daher auch eher in Richtung Psychothriller einordnen, denn das Buch kann einem auf jeden Fall Angstzustände und schlechte Träume bereiten, auch wenn man durchaus gute Nerven hat.

Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung und

5 von 5 Punkten.

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