Adam J. Dalton – Das Tor der Erlöser

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Titel: Das Tor der Erlöser

Autor: Adam J. Dalton

Verlag: blanvalet

Genre: Phantasy

Seitenzahl: 672

ISBN: 978-3-442-26996-9

Die Schlacht um Gottesgabe ist geschlagen, aber die mächtigen Erlöser planen schon ihren nächsten Schachzug um Jillian in die Finger zu kriegen, der ein Außerwählter des Geas, dem magischen Kern der Welt ist, um über ihn an die Macht des Geas zu gelangen und damit ihre Welt zu retten. Aber nicht nur die Erlöser sind hinter dem jungen Helden her, auch der gefallene Gott Miserath, versucht Jillian zu beeinflussen um über ihn und das Geas zu alter Macht aufzusteigen. Gleichzeitig kämpft mehrer Welten entfernt ein Mitglied der Erlöser, Ba’zel ums überleben, denn er wird von seinem Volk als unvollkommen eingestuft und soll vernichtet werden. In seiner Angst flieht er durch die einzelnen Welten um einen Ort zu finden, an dem er Leben kann. Wie wird die Sache für Jillian und Ba’zel ausgehen? Können sie ihren Verfolgern entkommen, oder wartet am Ende nur der Tod auf sie?

Also ich muss sagen ich stehe dem Buch etwas zwiespältig gegenüber, aber fangen wir ganz von vorne an. Das Cover zeigt einen Soldaten mit hoch erhobenen Schwert, was eindeutig zu dem Buch passt, denn es werden einige Schlachten geschlagen. Im Gegensatz dazu ist der Titel nicht wirklich gut gewählt, da es zwar um die Tore der Erlöser geht, diese aber einen so geringen Stellenwert haben, dass sie einen Erwähnung im Titel eigentlich nicht verdient haben. Wie auch immer.
Die Protagonisten waren in diesem Buch waren Jillian und Ba’zel. Allerdings kann ich zu den beiden eigentlich nur sagen, dass sie einen enormen Überlebenwillen haben, denn was anderes konnte ich aus dem Buch nicht herauslesen. Das ist wahrscheinlich auch der größte Kritikpunkt an diesem Buch. Die ersten ~400 Seiten haben sich gezogen wie Kaugummi, weil nicht nennenswertes geschehen ist sondern sich die einzelnen Parteien nur in Stellung gebracht haben. Gleichzeitig habe ich aber auch kaum mehr als das nötigste von den Charakteren erfahren. In diesem Buch mangelte es nicht nur an Charakterentwicklung, sondern über weite Strecken überhaupt an der Charakterisierung der Personen. Sie kamen mir alle wie Statisten vor, was sie ja auch waren, wenn man sich das große Ganze vor Auge führt. Denn Jillians Welt ist nur eine von vielen die von den Erlösern unterjocht werden, was mich zu einen weiteren Kritikpunkt bringt. Obwohl der eigentliche Antagonist relativ gut aufgebaut worden ist und man seinen Wahnsinn nachvollziehen kann, verblasst er dennoch jämmerlich im Angesicht der grenzenlosen Macht der Erlöser. Man hat zu keinem Zeipunkt das Gefühl, dass das Leid, der Kummer, oder der Schmerz den die Menschen ertragen müssen, irgendetwas verändern könnte, weil die Erlöser alle mit Leichtigkeit in kurzester Zeit abschlachten könnten und der einzige Grund warum sie noch Leben jener ist, als Nahrung zu dienen bzw. über sie nach dem Geas zu suchen. Man fühlt sich völlig hilflos und man legt das Buch beiseite und fragt sich wofür das Ganze? Sie waren nur Marionetten in einem kosmischen Spiel, dass sie nicht überblicken können.  Die Idee hinter der Geschichte hat meiner Meinung nach Potenzial, zu einer richtig langen Reihe werden zu können, denn Autor versteht es komplexe Handlungsstrukturen aufzubauen und Intrigen zu spinnen. Allerdings schafft er es auch mit der Kirche ums Dorf zu gehen und über unzähllige Umwege zum Ziel zu kommen. Einige Dinge waren unnötig und hätten meiner Meinung nach gekürzt oder ganz weggelassen werden können, aber vielleicht relativieren sich diese Dinge in einem weiteren Band wieder, da man sie aus einer anderen Perspektive sehen kann. Jedenfalls hat mich das zum Nachdenken und weiterspinnen der Geschichte angeregt. Es ist sicher nicht schlecht, hat einen guten flüssigen Stil und ist für Phantasyfreunde sicher ein Versuch wert. Allerdings sollte man sich auch mit Invasoren aus anderen Welten anfreunden können, auch wenn diese nicht mit Raumschiffen, sondern durch magische Tore ihre Reise durch den Kosmos antreten.
Von mir gibt es aufgrund der Längen der mangelnden Charakterisierung einige Punkte Abzug, was aber teilweise durch die gute Idee, die komplexe Handlung und die kolossale Endschlacht aufgewogen werden kann und deshalb gibt es von mir

3.5 von 5 Punkten.

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