[Rezension] Andreas Renoldner – Müllmänner

Andreas Renolder - Müllmänner

Titel: Müllmänner
Autor: Andreas Renoldner
Verlag: styria Krimi
Genre: Kriminalroman
Seiten: 208
ISBN: 978-3-222-13497-5

Inhalt in Kürze:

Ein schöner Abend auf der Parkbank, ein nettes Gespräch mit einer hübschen Frau. Alles könnte hervorragend sein, wenn diese blöden Goldfische im angrenzenden Teich nicht wären. Diese ekligen Viecher, die meiner Meinung nach die Ratten der Gewässer sind. Später Essen beim Chinesen, schon wieder Goldfische. Im Aquarium. Wie ich sie hasse. Tage später höre ich dass eine zerstückelte Frau im Müll gefunden worden ist. Dort wo am Ende alles landet. Müll ist das einzige was in dieser fiktiven Welt noch einen wahren Wert hat. Deshalb bin ich selbstständiger Müllmann, weil ich in der Realität leben will. Aber ich muss auch achtgeben, dass ich mich nicht auffällig Verhalte, denn man ist schnell im Kreis der Verdächtigen.

Diese Kurzbeschreibung zeigt in etwas was einem in diesem Buch erwartet. Es ist wirr, es ist anders und ich kann nicht wirklich sagen, was ich davon halten soll. Also hoffe ich, dass ich die ganze Sache am Ende etwas klarer sehe werde.

Cover und Titel

Solange man nicht weiß, was das Cover darstellen soll ist es ja noch halbwegs ansprechend, da das orange einen schönen und kräftigen Farbton hat, aber nachdem mir bewusst geworden ist, was es darstellen soll, finde ich es einfach nur mehr eklig. Der Titel passt zum Buch, wenn man ihn aus der Sicht des Protagonisten betrachtet. Den für ihn sind Müllmänner die einzigen Menschen die wirklich in der Realität leben und das Buch handelt von zwei Männern die eine ganz eigenartige Beziehung zueinander haben.

Charaktere

Die Hauptpersonen waren der Erzähler aus dessen Sicht man alles erlebt und dann noch der Kommissar, der den Mordfall aufklären soll. An sich war es mal wirklich interessant einen Krimi aus der Sicht des Mörders zu lesen, aber in diesem Buch ließ die Umsetzung doch sehr zu wünschen übrig. Es war alles so wirr und unklar, dass ich manchmal nicht wusste ob die beiden wirklich zwei eigenständige Personen sind oder nur eine mit einer gespaltenen Persönlichkeit. Es war als wäre die Handlung durch Nebel oder wenn man beim Thema des Buches bleiben will, durch trübes Gewässer betrachten und so manches mal sieht man die Sache nicht so klar.  Das Verhalten der Personen war entweder völlig sprunghaft oder total irrational.

Handlung

Auch kann ich den Kriminalroman in dem Buch nicht wirklich erkennen. Ja, es ist jemand ermordet worden, aber auch nur um eine Konstellation herstellen zu können, zu der man auch auf anderen Wegen gekommen wäre.  Spannung war nicht wirklich vorhanden, aber durch die völlige Abstraktion der Geschichte zieht sie einen doch in den Bann und sei es nur weil man bis zum Ende darauf hofft, dass die Sicht aufklart und man zu verstehen beginnt. Das einzig klare war nämlich die Kritik an der Gesellschaft, was sich auch besser als leitendes Thema geeignet hätte, denn mehr war es nicht. Jedoch in einer absolut aberwitzigen Verpackung.

Fazit:

„Müllmänner“ ist völlig eigen und ich weiß nicht ob ich empfehlen soll, denn jeder muss selber seine Meinung darüber bilden. Mein Fall war es jedoch nicht und deshalb gibt es auch nur

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