P.C. & Kristin Cast – Lenobias Versprechen

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Titel: Lenobias Versprechen

Reihe: Zusatzbuch zu House of Night

Autor: P.C. & Kristin Cast

Verlag: FJB

Genre: Phantasy

Seiten: 191

ISBN: 978-3-8414-2216-3

1788 in Frankreich. Lenobia ist 16 Jahre alt und die uneheliche Tochter eines recht mächtigen Mannes. Ihr Leben scheint vorprogrammiert zu sein und das nicht zum Guten. Doch dann scheint das Glück auf ihrer Seite zu sein. Die Tochter ihres Vaters, welche nach Amerika zur Heirat versprochen war, stirbt und Lenobia sieht ihr so ähnlich, dass es ihr gelingt ihre Rolle einzunehmen und selbst auf das Schiff nach Amerika zu gelangen. Doch dann wendet sich das Blatt gegen sie. Der örtliche Bischof ist ebenfalls an Bord und könnte sie nicht nur jederzeit entlarven sondern er hat auch noch einen Blick auf sie geworfen und wartet nur darauf sie sich zu Willen zu machen. Kann Lenobia unversehrt in Amerika ankommen und in ein neues Leben starten oder wird sie am Ende auffliegen und scheitern?

Das Cover zeigt das Gesicht  von Lenobia. Jedoch schon nach ihrer Wandlung zum Vampyr mit vollen Ornamenten auf der Haut. Das finde ich persönlich etwas schade, denn das Buch handelt ja eigentlich von ihrer Vorgeschichte als Mensch und ihrer Verwählung zum Jungvampyr. Hier hätte mir ein Bild, welches ihrer damaligen Gestalt näher kommt eindeutig besser gefallen. Der Titel ist auf jeden Fall gut gewählt. Richtig klar wird er einem erst ganz am Ende des Buches und dennoch hat er schon beim ersten Lesen so einen mächtigen Unterton, der zeigt, dass es sich hier nicht um eine Kinderei sondern ein sehr ernstes Versprechen handeln muss.

Die Protagonistin Lenobia ist mir in ihrer Person sehr sympathisch, was sich auch in den House of Night Bänden nicht geändert hat. Sie verabscheut die Lügen zu denen sie gezwungen ist, sie steht zu sich selbst, zu ihrem Herzen und sie versucht stets dafür zu sorgen, dass andere Leute nicht in ihre Probleme und Lügen hineingezogen werden. Sie ist sehr charakterstark und erwachsen für ihr Alter, aber das Leben als Bastardtochter ist auch sicher hart genug, um sich diese Eigenschaften angeeignet zu haben.

Ich mag die Idee, dass von manachen wichtigen Figuren die Hintergrundgeschichten erzählt werden, damit man sie besser verstehen kann und vielleicht bekommt es in der Reihe ja noch einen Wert, denn ich zu schätzen lerne, da dieses Wissen mir bei meinem bisherigen Stand noch nicht weiterhilft. Sehr gut finde ich, dass auch hier nicht auf die Reihe gespoilert wird und man das Buch jederzeit lesen kann. Es empfiehlt sich natürlich trotzdem, das man schon ein wenig gelesen hat, damit man weiss um wesen Hintergründe es eigentlich geht und eine Figur dazu im Kopf hat.

Die Geschichte ist sehr dicht und lässt sich wie alles aus dieser Reihe sehr schnell lesen, aber dieses Mal ging ihr ein ordentlicher Lesefluss ab. Die Autrin wechselte häufig zwischen 1. und 3. Person hin und her. Dabei waren aber keine Absätze oder so als Hilfsmittel eingebaut, sondern es kam von einem Satz auf den anderen, so dass man stets stolperte und irritiert war. Außerdem konnte mich das Buch diesmal nicht richtig fesseln. Es war ein Schicksal, welches auf jeden Fall berührend war, gerade gegen Ende und auch die Wendungen haben es immer wieder spannender gemacht, aber dennoch kam mir Lenobia fast zu einfach aus allem raus. Gegen Schluss freilich wurden die Bandagen härter, aber die meiste Zeit war es fast spielend einfach für sie sich herauszuwinden – auch wenn natürlich ein paar Federn gelassen werden mussten.

Ein weiterer und fast noch wichtigerer Kritikpunkt ist allerdings tatsächlich der Preis, denn ich finde 11,99€ einfach zu viel für ein Buch von 191 Seiten.

Außerdem war das Buch, wie alle Zusatzbände, illustriert und auch in diesem Buch konnte ich mich nicht so recht mit dem Zeichenstil anfreunden, auch wenn er schon deutlich besser war als in anderen Bänden. Trotzdem bleibt er einnfach ausbaufähig.

Empfehlen würde ich es höchstens absoluten Fans der House of Night – Reihe, welche nicht mehr ruhig schlafen könnten, wenn sie das Buch nicht haben. Für alle anderen gilt, dass es höchstens ein Nice-to-have-read ist aber sicherlich kein Must-Read. Da es in meinen Augen auch einfach zuviele Kritikpunkte gibt, kann ich auch nur

3 von 5 Punkten.

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