Meine Bücher und Ich

Hallo ihr Lieben,

ich würde inzwischen so oft gefragt, wie ich zum Lesen kam, wie viele Bücher ich habe, ob ich Geheimtipps habe, um mir die vielen Bücher zu leisten und lauter solchen Kram mehr. Daher habe ich mir überlegt, dass ich euch einfach mal ein wenig was dazu erzähle. Über meine Bücher und mich :)

Ich kann euch beim besten Willen nicht sagen, wie es angefangen hat. Solange ich denken kann, gab es mich nicht ohne Bücher. Meine Mutter, meine Oma, mein Opa, mein Vater und auch sonst jeder der zu Besuch kam, musste mir immer vorlesen und zwar solange bis ich die Bücher auswendig konnte und sie selbst „vorlesen“ konnte. Am besten kann ich mich noch ein ein Tierbuch und ein Jahreszeitenbuch erinnern. Die beiden Bücher hatte ich bei meiner Oma und sie stammten noch aus der Kindheit meiner Mutter. Obwohl ich sie bestimmt sie seit 23 Jahren nicht mehr in der Hand hatte, kann ich mich noch an folgende Zitate erinnern: „Bärbel fängt den bunten Ball, Blumen blühen überall“ (Jahreszeitenbuch – Jahreszeit Frühling) und „Der Frosch sitzt auf dem Leiterlein, der Schimmel trägt das Reiterlein. Die Fliege schwirrt ums helle Licht, zu nahe kommen darf sie nicht“ (Tierbuch). So banal das klingen mag, aber diese Bücher haben den Grundstock zu meiner Liebe für Gedichte geweckt. Auch wenn ich danach eher Erzählungen gelesen haben bis ins Teenageralter, so sind mir diese Worte immer in Erinnerung geblieben und haben mich dazu bewegt mit dem Schreiben von Gedichten anzufangen.

Die besonderen Highlights im Kindergartenalter waren für mich immer die Besuche in der Nürnberger Stadtbücherei und ihre sagenhafte Auswahl. Meine Eltern hingegen fanden diese Ausflüge immer nur eingeschränkt toll, denn die kleine Sabrina wollte immer am liebsten alles auf einmal mitnehmen. Das führte regelmäßig dazu, dass meine Eltern sich total abgeschleppt haben und kaum wussten wie sie die ganzen Bücher und Kassetten zum Auto bringen sollten. Doch zu Hause war es dann auch nicht besser, denn am liebsten wollte ich alle Bücher sofort vorgelesen bekommen.

Für meine Mutter war es auf jeden Fall eine sehr große Erleichterung als ich endlich in der Schule war und so gut lesen konnte, dass ich meine Bücher alleine lesen konnte. In meinem Leben änderte sich eigentlich nur insofern etwas, dass die Bücherei durch den Bücherbus ersetzt wurde, der mir einmal im Monat die Bücher vors Schultor fuhr und ich mich selbst damit abmühen musste die Bücher zu schleppen. Der erste dicke Schinken, denn ich selbst gelesen habe war „Urmel aus dem Eis“. Überhaupt habe ich alle Urmelbücher geliebt, aber auch die sonstigen Bücher rund um die Augsburger Puppenkiste. Außerdem standen Bücher wie 5 Freunde, TKKG, Hanni und Nanni und natürlich Pippi Langstrumpf auf meiner Liste mit Lieblingsbüchern.

Ab der 5. Klasse hatte ich dann quasi das Paradies auf Erden, denn die Bücherei war direkt auf dem Schulgelände und ich war dort Dauergast. In den Pausen, nach der Schule oder wenn das nicht gereicht hat, dann auch noch mal nachmittags um schnell ein paar Bücher zu tauschen. Leider hatte das den unangenehmen Nebeneffekt, dass ich mit 15 die Kinder- und Jugendliteratur durchgelesen hatte und meine Mutter der Bibliothekarin eine Erlaubnis erteilen musste, dass ich die Erwachsenenliteratur mitnehmen durfte. Damit war dann meine liebe für Stephen King und Agatha Christie geboren, allerdings war ich auch der klassischen Literatur verfallen. Ich habe mir damals Goethes Faust ausgeliehen. Dieses Buch hat mich so sehr begeistert, dass es bis heute mein Lieblingsbuch ist und eigentlich immer und in jeder Lebenslage dabei. Inzwischen habe ich die 5te Ausgabe, denn die anderen waren einfach zu zerlesen. Schaut mal:

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Während mein Bücherregal damals noch recht überschaubar war, hat sich dies spätestens mit ca 18 geändert, da ich dann auch mit der interessanten Erwachsenenliteratur durch war. Von da an ging es mit dem Bücher kaufen los und besonders in den letzten Jahren hat es stark zugenommen, denn ich habe immer mehr Quellen aufgetan, um an günstige Bücher zu kommen. Auch hier musste ich natürlich einen gewissen Prozess durchlaufen und habe einiges ausprobiert, denn ich bin nicht der Mensch, der das erstbeste Mängelexemplar vom Wühltisch mitnimmt. Die Bücher, die ich kaufe – egal ob Mängel oder nicht – sehen tiptop aus und wenn ich dafür ewig suchen muss. Lieber lasse ich die Bücher dann liegen als welche mit Macken zu kaufen… ich glaub, dass ich meine schlimmste Macke in Bezug auf Bücher und natürlich auch etwas, dass mir den Büchereinkauf von billigen Büchern nicht gerade erleichtert, vor allem da ich ausschließlich Print lese und mich aus Überzeugung weigere mir einen eBook-Reader zuzulegen.

Eine zeitlang habe ich daher hauptsächlich die Restposten bei Amazon gekauft. Das hatte den Vorteil, dass ich nie Versandkosten hatte und außerdem auf eine große Auswahl zurückgreifen konnte. Irgendwann wurde Amazon aber immer unzuverlässiger und die Schlagzeilen, gerade was die Selfpublisher angeht, immer schlechter. Jetzt kaufe ich vor allem noch Bücher von Selfpublishern dort, die ich sonst nirgends bekommen kann.

Danach habe ich die Sales bei Thalia und Weltbild entdeckt. Diese sind ebenfalls klasse. Allerdings ist die Auswahl dort eher gering und wechselt nicht so oft, so dass man sich zwar immer wieder eindecken kann, aber für meinen hohen Lesekonsum ist das einfach nicht rausreichend.

Damit wurde es dann immer schwieriger für mich. Natürlich kann ich auf Ebay immer mal wieder ein Schnäppchen schiessen und ab und an kaufe ich auf in Verkaufsgruppen auf Facebook auch ein Buch, aber beides ist mit einem gewissen Risiko verbunden, da man nicht reklamieren kann und nicht weiss, ob man etwas bekommt und ob es der Beschreibung entspricht.

Also ging es weiter mit der immerwährenden Suche nach tollen Büchern zu günstigen Preisen. Dabei stieß ich auf eine Menge Seiten, aber während bei Medimops und Rebuy die Meinungen weit auseinanderdrifteten, hört ich von Bücher Thöne und Arvelle nahe zu immer nur Lob. Also habe ich diesen Seiten eine Chance gegeben und bin dort hängengeblieben. Bei beiden Anbietern bekomme ich ein oft wechselndes Sortiment mit älteren und aktuellen Büchern. Selbst wenn die Bücher nur mit einem mittelmäßigem Zustand angegeben sind, kann man kaum Mängel sehen, nicht einmal die Stempel finden sich auf jedem Buch. Was mich an Arvelle aber besonders begeistert sind die Aktionspakete. Man bekommt teilweise die ganze Reihe, teilweise große Teile von Reihen zu spitzen Preisen.

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Hier seht ihr einige meiner Bücher. Auf dem linken Bild besteht (bis auf Alterra) die ganze obere Reihe aus Aktionspaketen und auf dem rechten Bild die untere Reihe ab Ashes,Ashes. Versteht ihr jetzt was ich meine? Man sieht den Büchern absolut nicht an, dass sie als Mängelexemplare gekauft wurden. Deswegen liebe ich die Pakete von Arvelle so sehr. Bei Bücher Thöne kaufe ich meist Einzelbände, manchmal auch einzelne Bücher, die mir noch aus Reihen fehlen.

Bei beiden Anbietern kann man außerdem auch Neuware kaufen, so dass ich nur eine Bestellung machen muss und keinen Fremdanbieter nutzen muss.

So jetzt wisst ihr wo ich meine Bücher herbekomme und wie ich zum lesen kam. Dass ich sämtliche Genres lese spiegelt sich ja bereits in meinem Blog wieder. Zum Abschluss zeige ich euch einfach noch ein paar meiner Schätzchen.

Ein Ausschnitt aus meinem Krimi-/Thrillerregal

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Meine House of Night – Reihe steht dekorativ auf meinem Wandregal

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Ein Teil meiner Romane (oben) und ein Teil meiner Klassiker und Literatur zum Thema 2. Weltkrieg

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Und zum Abschluss meine Vitrine mit meinen Schubern und Schätzchen

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So ihr Lieben, jetzt habe ich euch einige Antworten geliefert und nun hoffe ich einfach, dass ihr zufrieden seid. Wenn nicht, dann schreibt mir einfach einen Kommentar mit weiteren Fragen und wenn genügend Fragen zusammengekommen sind, dann gibts den nächsten Bericht.

Liebe Grüße

Sabrina

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