Sybille Kolar – Lady Cardington und die Schlange im Paradies

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Titel: Lady Cardington und die Schlange im Paradies
Autor: Sybille Kolar
Verlag: CreateSpace
Genre: Roman
Seiten: 232
ISBN: 9781512382846
Preis: 9,95€

Samantha und Michael führen ein glückliches und beschauliches Leben auf Cardington Manor. Sie lieben sich nach wie vor unglaublich und ihr Söhnchen Colin, der nun auch endlich das Licht der Welt erblickt hat, vervollständigt ihr Glück. Es könnte fast nicht schöner sein. Auch das Waisenhaus, das Samantha gerettet und nun auf Cardington Manor untergebracht hat, erweist sich für alle beteiligten als Segen. Die Kinder sind glücklich und im Gegensatz zu früher scheint der Name Cardington für ziemlich viel Aufsehen zu sorgen, da die Adoptionsrate enorm gestiegen ist. Aber wie das Leben nun mal ist, kann es solch ein Glück nicht ohne seine Schattenseiten geben und diese tauchen in Form von Michaels Vergangenheit auf, denn plötzlich taucht ein altes Ehepaar auf und behauptet, sie seien Michaels verstorbene Eltern. Ist das wahr? Hat Michael Samatha angelogen und wenn ja, warum? Düstere Wolken ziehen über dem hochherrschaftlichen Haus auf und zerstören die Idylle der Bewohner.

Das Cover ist relativ schwer zu deuten, denn der Großteil ist einfach nur ein großer Klecks in verschiedenen Rottönen. Am Rand sind zwar noch ein paar Blumen zu erkennen, aber einen wirklichen Bezug zum Buch kann ich nicht finden. Eher würde ich das Cover einem Krimi oder Thriller zuordnen, da dieser Fleck, ziemlich nach Blut aussieht. Der Titel klingt auf alle Fälle richtig gut und man erwartet ein regelrechtes Drama auf Cardington Manor, aber leider hält das Buch nicht, was der Titel verspricht.

Samantha und Michael sind genauso sympathisch wie im ersten Buch und sind auch sehr menschlich gehalten. Auch wenn sie keine großen Geldprobleme haben, durchlebt ihre junge Beziehung die gleichen Höhen und Tiefen, welches jedes junge Elternpaar durchmachen muss. Ebenso ist ihre Liebe noch am Wachsen und kann leicht erschüttert werden. In dieser Hinsicht ist das Buch meiner Meinung nach richtig gut gestaltet und ich finde keine der Reaktionen übertrieben, auch wenn man als Leser weiß, dass nicht alles so ist wie es für die Charaktere scheint. Ein größeres Manko hat der Plot dennoch. Er war leider für mich etwas zu platt und es fehlte die Spannung. Man hatte nie das Gefühl, dass die vermeintlichen “Antagonisten” wirklich eine Gefahr für Samantha und Michael darstellen und anscheinend sollten sie das auch nie tun. Da hätte ich mir von diesen Charakteren schon etwas mehr erwartet. Zwar kam im hinteren Teil des Buches ein Ansatz von einer ganz anderen Seite, aber leider war es da schon zu spät um das Buch zu retten und auch wenn es gut gemeint war, wurde die ganze Sache viel zu schnell wieder aufgeklärt und alle lebten wieder glücklich und zufrieden.

Während man im ersten Teil oftmals am liebsten hätte schreien wollen, weil Samantha und Michael so aneinander vorbeireden, es einen regelrecht durchs Buch getrieben hat, weil man endlich lesen wollte, ob die beiden es endlich geschafft haben zueinander zu finden, fehlt in diesem Buch so ein Antrieb. Es plätschert einfach gemütlich vor sich und und einen richtigen Tief -bzw. Höhepunkt konnte ich nicht wirklich ausmachen.  Was mir allerdings wieder gut gefallen hat, war der Schreibstil. Es war wieder sehr locker und flüssig geschrieben und man konnte es richtig schnell lesen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für alle, die gerne ein Buch mit realitätsnahen Charakteren lesen wollen, denn das sind Samantha und Michael auf alle Fälle. Dennoch fehlte das gewisse Etwas und deshalb gibt es auch nur

3 von 5 Punkten

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