Robin Haring – Die Männerlüge

männerlüge

Titel: Die Männerlüge – wie viel Testosteron braucht der Mann?
Autor: Robin Haring
Verlag: Braumüller
Genre: Sachbuch
Seiten:191
ISBN: 978-3-99100-146-1
Preis: 19,90€

Nachdem der Titel eigentlich versprochen hatte, dass in diesem Buch mit den gängigen Vorurteilen über Testosteron aufgeräumt wird, dachte ich, dass es doch sicher lohnt einmal einen Blick hinein zu riskieren. Wer hat schließlich nicht selbst schon genug von den testosterongesteuerten Männern gehört und dieses Verhalten am eigenen Leib mitbekommen? Da lohnt sich doch der Blick hinter die Kulissen um zu sehen, ob da wirklich etwas dran ist oder am Ende vielleicht der Mann doch nur ein Depp war.

Nachdem das Buch nicht nur mit einem reißerischen Titel sondern auch einem Professor Doktor als Autor aufwarten kann, waren meine Erwartungen entsprechend hoch. Während mir der Einstieg in das Buch auf den ersten Seiten noch gut gelang, musste ich bereits auf Seite 20 sehr schlucken und mich sehr überwinden weiterzulesen. Warum? Nun wer dieses Buch liest sollte sich starke Nerven zulegen, denn Themen wie Injektionen aus verflüssigtem Hunde- und Meerschweinchenhoden oder Massentransplantationen von Pavian- und Schimpansenhoden an Menschen sind nicht für jedermann leicht zu verdauen.

Nachdem ich das Buch dann wirklich seitenweise durchgelesen habe, da ich keine längeren Passagen verkraften konnte ohne mich wahlweise zu sehr zu ekeln oder an meiner eigenen Weiblichkeit zu zweifeln, kann ich leider nur sagen, dass es nicht wirklich besser geworden ist. Es wurden eine Menge Studien angeführt, welche dann von anderen Studien widerlegt wurden und letztendlich erschien bei mir der Eindruck, dass man eigentlich zum Thema Testosteron nur sagen kann, dass man weiß, dass man nichts weiß, wobei man dies aber ungern zugeben möchte.

Darüber hinaus habe ich aber noch weitere Erkenntnisse gewonnen:

  1. Es gibt eine Menge mehr unnötige und absolut idiotische Tierversuche als ich gedacht habe, welche leider keinem sinnvollen oder höherem Zweck dienen, da sie mit einer anderen Versuchsanordnung gleich wieder zu widerlegen sind und nur der Profilierung der Wissenschaftler dienen.
  2. Ich bin wohl nach allen gängigen Definitionen keine Frau. Jedenfalls stimmen weder meine Vorlieben noch meine Verhaltensweisen, Werte und Ansichten in irgendeiner Form mit den als weiblich festgelegten überein. Dafür ist meine Quote in Sachen Mann wesentlich besser… ich hab wohl einfach bei der Geschlechterwahl vor der Geburt nicht richtig aufgepasst hust

Wie dem auch sei, leider habe ich aus diesem Buch keine neuen Erkenntnisse gewonnen dafür aber eine Anzahl teils skurriler, teils wirklich sinnfreier Versuchsreihen und Therapiemethoden gegen abnehmende Potenz kennengelernt.

Positiv erwähnen sollte man aber auf jeden Fall den enormen Aufwand den der Autor betrieben hat um uns diese Sammlung zusammenzustellen, denn 33 Seiten Referenzen bei so einem dünnen Büchlein können sich schon sehen lassen.

Dennoch kann ich das Buch einfach nicht empfehlen und weiß nicht wirklich etwas damit anzufangen, aber für den Fleiß gibt’s dann doch noch

2 von 5 Punkten.

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