Laura Gambrinus – Ungesagte Worte

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Titel: Ungesagte Worte
Autor: Laura Gambrinus
Verlag: Create Space
Genre: Liebesroman
Seiten: 288
ISBN: 9781512303247

Carlotta schwärmt schon seit ihrer Jugendzeit für den erfolgreichen Autor Damiano Mantovani, der es wie kein anderer schafft die Genres Thriller und Erotik zu vereinen. Seine Bücher, allesamt Bestseller, stehen in ihrem Regal und er hat sie indirekt sogar beeinflusst Lektorin zu werden. Durch einen schweren Schicksalsschlag war er lange von der Bildfläche verschwunden und arbeitet nun an seinem Comeback und niemand anderes als Carlotta soll seine Lektorin werden. Aber ist sie bereit dazu? Kann sie ihre wahren Gefühle für ihn verbergen um ein professionelles Arbeitsklima zu schaffen? Oder würde eine Anstellung nur dazu führen ihr Leben völlig aus der Bahn zu werfen?

Das Cover zeigt ein Pärchen und wie es aussieht flüstert der Mann der Frau etwas zu. Obwohl das eigentlich eine schöne Szene ist und diese auch einige Mal in dem Buch vorkommt, steht sie dennoch völlig im Kontrast zu dem Titel, dessen Bedeutung sich, sobald man das Buch beendet und ein wenig über die Handlung nachgedacht hat, doch relativ schnell ergibt, denn Worte, die nicht ausgesprochen werden, sind ein wichtiger Bestandteil der ganzen Geschichte.

Die Protagonisten sind Carlotta und Damiano, wobei Carlotta einen höheren Stellenwert hat, da man die gesamte Handlung aus ihrer Perspektive verfolgt. Sie ist eine starke Frau die eigentlich weiß was sie will, aber in der Gegenwart von Damiano wird sie wie eine Teenagerin, die einen Star anhimmelt. Ihr Zwiespalt ob sie nun für ihn arbeiten soll oder nicht, ist sehr gut herausgearbeitet und hat mir auch gefallen. Insgesamt ist sie eine sympathische Protagonistin und ich konnte mir ihr mitlachen und mitleiden.
Damiano, der männliche Protagonist, könnte trotz seines Alters ein richtiger Frauenheld sein. Er ist charmant, intelligent und sieht auch noch umwerfend gut aus. Allerdings hatte er lange Zeit mit dem Tod seiner Frau zu kämpfen, weshalb er auch als Schriftsteller pausiert hat. Auch er war mir am Anfang wirklich sympathisch, was sich aber im Laufe des Buches geändert hat, da seine Handlungen und Worte langsam aber sicher sein wahres Ich zum Vorschein gebracht haben.

Deshalb hadere ich auch ein wenig mit dem Ende. Nicht wegen der Entwicklung des Buches, sondern weil plötzlich eine weitere Person in die Handlung eingefügt wurde, die erst zur zuvor vorgestellt wurde, aber gleich eine enorm wichtige Rolle gespielt hat. Mir hat sich einfach die Motivation hinter den Handlungen dieser dritten Person nicht vollends ergeben und die Erklärung, die im Buch beschrieben wurde, hat mich nicht wirklich zufrieden gestellt. Ebenso hat mir sowohl bei Carlotta als auch bei Damiano die Tiefe gefehlt. Von beidem wusste man, dass sie eine schwierige Vergangenheit hatten, aber keine der beiden wurde wirklich thematisiert. Gut, es könnte auch ein Stilmittel gewesen sein, weil sich das ganze Buch um ungesagte Worte dreht, aber trotzdem sind mir die Charaktere zu blass erscheinen.

Der Stil war angenehm und schnell zu lesen und hatte keine nennenswerten Längen, wobei mich das Ende jedoch überrascht hat. Es entspricht nicht den gängigen Klischees dieses Genres, sondern bringt ein wenig Abwechslung. Auch wenn ich, wie oben beschrieben, nicht mit allem zufrieden war, so hat mir das Ende schon ganz gut gefallen.

Für mich war es ein ganz solider Liebesroman allerdings, bis auf das Ende, nicht wirklich etwas Besonderes. Ich kann ihn zwar, für alle Freunde dieses Genres empfehlen, doch durch die genannten Kritikpunkte gibt es trotzdem nur

3 von 5 Punkten.

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