Eva Maria Höreth – Liebe zwischen Licht und Schatten

Moonwitch

Titel: Liebe zwischen Licht und Schatten
Reihe: Moonwitch (Band 1)
Autor: Eva Maria Höreth
Verlag: CreateSpace
Genre: Phantasy
Seiten: 370
ISBN: 9781497364035
Preis: 10,65€

 Die 17-jährige Emily de Lune hütet ein großes Geheimnis, denn sie ist, genauso wie der Rest ihrer Familie, eine Mondhexe und steht kurz davor in den inneren Kreis der Hexengemeinschaft aufgenommen zu werden. Als der Älteste der Gemeinschaft zu ihr nach Hause kommt, um sie offiziell zu der Zeremonie einzuladen, hat er eine Vision ihrer Zukunft. Diese besagt, dass Emily die Grenze, welche schon seit Jahrhunderten die Magie der hellen und der dunklen Seite trennt, niederreißen wird und die Welt in Chaos stürzt. Nur eine kryptische Aussage bringt Hoffnung um den drohenden Weltuntergang abzuwenden. Was wird Emily tun und welche Rolle spielt Finn, der Junge den Emily über alle Maßen hasst, in der ganzen Geschichte?

Das Cover ist nett. Anders kann ich es leider nicht bezeichnen. Die Zeichnung ist an sich schön gemacht, auch wenn mich die Figur, welche wohl die Protagonistin Emily darstellen sollen, eher an ein Gespenst als ein siebzehnjähriges Mädchen erinnert, aber für ein Buchcover, meiner Meinung nach nicht professionell genug. Ansonsten passt das Bild jedenfalls gut zum Buch, denn der Mond, das Wasser und vor allem der Wald, welcher im Hintergrund angedeutet wird, haben eine große Bedeutung für Emily. Der Titel der Reihe, sowie auch der Titel dieses Buches sind gut gewählt, da ersterer einfach nur beschreibt was Emily ist und letzterer wiederspiegelt um was es sich in diesem Buch dreht. Allerdings sollte man keine voreiligen Schlüsse ziehen, denn der Titel ist anders gemeint als man vielleicht denkt.

Die Protagonistin Emily ist eigentlich eine ganz gewöhnliche Teenagerin, die mit ganz alltäglichen Problemen zu kämpfen hat. Seien es nun Lehrer, die sie mit der am meisten gehassten Person in eine Arbeitsgruppe stecken, Eltern die einem Dinge verbieten oder die Höhen und Tiefen der ersten Liebe. Zusätzlich hat sie eben auch noch ein großes Geheimnis zu bewahren und ihre magischen Kräfte zu verbergen, die ihr vor allem in ihrer ersten Beziehung enorme Probleme bereiten. Sie ist stur, ziemlich neugierig und findet immer wieder Wege sich über Grenzen hinwegzusetzen, was sie aber mehr als einmal in enorme Schwierigkeiten bringt. Sie ist eigentlich ganz sympathisch, ihre Gedankengänge und Gefühle sind auch bis zu einem gewissen Grad auch nachvollziehbar, aber am Ende hat sie mich dann doch ein wenig enttäuscht. Da hätte ich mir von ihr ein wenig mehr erwartet.

Die Geschichte hat mir ganz gut gefallen, denn es sind einige interessante Elemente zusammengekommen, auch wenn ich aufgrund des Klappentextes etwas anderes erwartet habe, was aber keinesfalls negativ zu bewerten ist. Was mich allerdings gestört hat, waren die Rollen der Erwachsenen, besonders was Emily’s Eltern betrifft. Obwohl sie als liebende und sorgende Personen vorgestellt wurden, verhielten sie sich oftmals nur wie unbeteiligte Statisten, obwohl es ihrer Tochter einige Zeit mehr als nur schlecht ging. Zumindest eine Randbemerkung, dass Emily aufgefallen wäre, dass sie ihre Eltern sie immer öfter besorgt mustern, hätte ich erwartet.

Ebenso musste ich mich über das Verhalten des magischen Rates wundern. Den Ältesten war eine Bedrohung bekannt und sie haben nicht wirklich etwas unternommen, sondern nur die Wachen verstärkt und sich nicht der Ursache des Problems gewidmet. Ob was jetzt einfach nur Leichtsinn war oder eine tiefere Bedeutung dahintersteckt wird wohl erst in den folgenden Bänden aufgeklärt.

Der Stil war am Anfang etwas holprig und es dauerte eine Weile bis ich mich in das Buch hineinlesen konnte, aber mit der Zeit ist es mir immer besser gelungen. Zwar fand ich ab und an, immer noch ein paar merkwürdige Formulierungen sowie auch Tippfehler, die mich aber nicht weiter gestört oder aus dem Fluss gebracht haben. Was ich allerdings schade fand, war die Geradlinigkeit des Buches und dass es keine überraschende Wende gab. Das hat dem Buch einiges an Spannung genommen, ebenso dass es an einigen Stellen schon fast zu vorhersehbar war und ich hoffe, dass die Prophezeiung nicht in dieser Art und Weise eintritt wie ich sie mir jetzt schon vorstelle. Anders als die Menschen im Buch glaube ich nämlich nicht an das Schicksal bzw. glaube nicht daran, dass man egal welchen Weg man im Leben wählt, immer das gleiche vorherbestimmte Ziel erreicht.

Insgesamt war das Buch für einen Debütroman und einen Reihenauftakt sicher nicht schlecht und in den kommenden zwei Büchern, kann beim Spannungsaufbau noch ein wenig nachgebessert werden. Für alle Leser von Phantasy – und Liebesgeschichten, auch wenn letzteres in diesem Buch überwiegt, kann ich das Buch empfehlen und gebe insgesamt

3.5 von 5 Punkten.

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