A.G. Riddle – Das Atlantis Gen

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Titel: Das Atlantis Gen
Reihe: Atlantis – Trilogie (Teil 1)
Autor: A.G. Riddle
Übersetzer: Marcel Häußler
Verlag: Heyne
Genre: Dystopie
Seiten: 640
ISBN: 978-3-453-53475-9
Preis: 9,99 €

Ein Forscherteam, welches die Auswirkungen der globalen Erwärmung in der Antarktis erforscht, macht eine unglaubliche Entdeckung. In einem Eisberg, der erst kürzlich abgebrochen ist und im Meer treibt, ist ein U-Boot der Nazis eingefroren. Eine Zeit später ist in Jarkata, der Hauptstadt Indonesiens, die Hölle los. Nicht nur, dass zwei autistische Kinder aus dem Forschungslabor von Dr. Kate Warner entführt werden, es kommt auch noch weltweit zu mehreren terroristischen Anschlägen. Betroffen sind dabei die geheimen Unterkünfte der Organisation Clockhouse, welche weltweit im Geheimen operiert. Der Soldat David Vale vermutet die Organisation Immari dahinter, welche laut seiner Meinung schon seit Jahrzehnten operiert und mehrere Anschläge organisiert hat. Unter anderem auch jene vom 11.September 2001. Durch einige Umwege treffen Warner und Vale aufeinander und machen sich auf die Suche nach den vermissten Kinder. Dabei decken sie ein Komplott auf, das bis in den ersten Weltkrieg zurückreicht und die Welt, wie wir sie kennen, für immer verändern wird. Sind Warner und Vale in der Lage Immari aufzuhalten?

Das Cover zeigt einen Eisberg in dem ein U-Boot steckt und darunter ist eine Explosion zu erkennen. Es ist eine der ersten Szenen, die in dem Buch beschrieben werden, wobei die Explosion in der Handlung nicht vorkommt und wahrscheinlich nur auf dem Cover zu sehen ist, um es etwas ansprechender zu gestalten. Der Titel des Buches passt hervorragend, den um dieses Gen und die Suche danach, ist die gesamte Handlung aufgebaut und man erfährt relativ schnell, worum es sich dabei handelt.

Über die Protagonisten David und Kate kann man nicht viel sagen, denn das Buch ist so rasant aufgebaut, dass für Emotionen und Charakterisierung nicht viel Platz bleibt. David ist ein harter Kerl und Vollblutsoldat, der auch einiges an Erfahrung mitbringt und somit mit Bedacht agiert und nicht immer nur mit dem Kopf durch die Wand will. Kate weiß durch ihren Beruf eine Menge über Genetik und Medizin, außerdem kann sie sich auch behaupten und durchzusetzen. Jeder der beiden hat außerdem noch eine schwierige und traurige Vergangenheit, wobei jene von Kate stärker thematisiert wird, während die von David nur kurz einmal angeschnitten wird. Beide sind mir recht sympathisch, auch wenn für zwischenmenschliche Beziehungen nicht viel Zeit bleibt, da sie immer damit beschäftigt sind nicht getötet zu werden.

Über die Geschichte lässt sich erstmal so viel sagen, dass sie einen sehr rasanten Anfang hat, im Mittelteil voll auf die Bremse steigt und fast ein wenig zu langatmig wird, bevor sich die Ereignisse am Ende wieder überschlagen. Das Thema Atlantis ist schon in diversen Büchern und Verfilmungen verarbeitet worden, aber dieses Buch verarbeitet das Ganze wieder ganz neu. Es ist eine Geschichte, die mit einer neuen Schöpfungsgeschichte, einer düsteren Prophezeiung, Nazis, einer weltweiten Organisation, die schon seit Jahrtausenden im Hintergrund ihre Fäden zieht, futuristischen Artefakten, Explosionen, Schießereien einer weltweiten Pandemie und noch einigen mehr aufwartet um das Interesse des Lesers zu wecken. Dazwischen gibt es immer wieder Tatsachen, die aber in einem neuen Licht und einer etwas verschobenen Sichtweise aufbereitet wurden, damit sich alles nahtlos ineinander fügt.

Der Stil war angenehm zu lesen und ich war relativ schnell mit den 600 Seiten durch und bis auf einen Fehler ist mir auch nichts gravierendes aufgefallen. Auch nicht innerhalb der Handlung, obwohl so viele unterschiedliche Fäden zusammengeführt werden mussten. Das Buch eignet sich sicher als hervorragende Unterhaltungslektüre, wenn man die oben genannten Punkte mag und keine tiefgreifenden wissenschaftlichen oder ernsten Themen bevorzugt.

Leider war der Mittelteil für meinen Geschmack etwas zu sehr in die Länge gezogen und deshalb gibt es auch nur

4 von 5 Punkten.

One Response to A.G. Riddle – Das Atlantis Gen

  1. Melanie sagt:

    Hallo Sabrina,
    danke für die tolle Rezi!
    Habe „Das Atlantis Gen“ auch gelesen und fand den Mittelteil auch stellenweise sehr langgezogen. Hatte mir unter dem Buch eine Geschichte, ähnlich wie der „Schwarm“ von Frank Schätzing vorgestellt. Das Ende wurde mir dann zu schnell abgehandelt bzw. aufgelöst. Weiß nicht, ob ich die Nachfolger noch lesen möchte…! :)
    Liebe Grüße

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