Georg Bruckmann – Die Ratten von Frankfurt

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Titel: Die Ratten von Frankfurt
Reihe: Nachwelt 2018
Autor: Georg Bruckmann
Sprecher: Georg Bruckmann
Genre: Dystopie
Spieldauer: 310 Minuten

Frankfurt einige Jahre nach dem dritten Weltkrieg. Das Antlitz der Welt hat sich dramatisch verändert. Millionen Menschen haben ihr Leben gelassen und die Wenigen, welche das Grauen überlebt haben, kämpfen nun um ihre Existenz. Neben großen und wilden Hunden, welche durch die zerstörte Landschaft streichen und auch nicht davor zurückschrecken Menschen anzufallen, hat sich auch ein Teil der Menschen zurück entwickelt. Sogenannte Degenerierte ziehen in Gruppen umher und wer sich ihnen nicht anschließt wird grausam umgebracht. Inmitten dieser menschenfeindlichen Umgebung versucht sich ein Namenloser durchzuschlagen und gerät dabei mehr als einmal an seine Grenzen, denn wie weit darf man gehen um zu überleben?

Das Cover ist genauso wie die ganze Geschichte recht düster gehalten. Man erkennt zwei Schemen, wovon der Linke, jener mit der Armbrust den Protagonisten darstellen soll. Darüber kann man den Kopf einer Ratte sehen, die in rot gehalten ist, sodass es so aussieht als wäre sie in Blut getränkt. Im Hintergrund kann man noch ein Symbol erkennen, ebenfalls in rot gehalten, aber wofür dieses genau steht, hat sich mir leider nicht erschlossen. Aber es sieht jedenfalls ziemlich gut aus und rundet das gesamte Bild ab. Der Titel hat mich lange Zeit etwas stutzig gemacht, aber im Laufe des letzten Drittels erfährt man endlich in welchem Zusammenhang der Titel mit der Handlung steht.

Der Protagonist erzählt seine Geschichte in der Ich-Perspektive, sodass man direkt an seinen Handlungen und Gedanken teilhaben kann. Für diese Geschichte eignet sich diese Erzählform hervorragend, da man direkt im Geschehen ist und mit dem Protagonisten mitfiebern und mitleiden kann. Im Laufe der Geschichte lernt man einige Macken, sowie Stärken und Schwächen des Protagonisten kennen lernt, erfährt aber  nur sehr wenig über seine Vergangenheit. Allerdings ist dafür auch nicht viel Zeit, denn beim Kampf ums Überleben kann man sich nur sehr wenige Pausen gönnen.

Der Autor spricht seine Geschichte selbst und man muss sagen, dass seine tiefe und raue Stimme perfekt zu dem Protagonisten passt. Eine bessere Wahl hätte man nicht treffen können. Andererseits fand ich es persönlich ziemlich anstrengend dieser Stimme über längere Zeit zuzuhören. Erschwerend kommt noch hinzu, dass das Erzähltempo ziemlich langsam war und man oft das Gefühl hatte einfach nicht voran zu kommen. Deshalb hoffe ich, dass im folgenden Band an manchen Stellen etwas schneller gesprochen wird.

Was jedoch wieder positiv zu erwähnen ist, sind die Soundeffekte, die manche Szenen noch besser zu Geltung bringen und die Wirkung des Gesagten enorm steigern. Die Spannung war relativ hoch und der Stil der Geschichte konnte einen mitreißen und eintauchen lassen. Für Freunde von postapokalyptischen Geschichten kann ich dieses Buch empfehlen und vergebe

3.5 von 5 Punkten

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