Emily Thomsen – Das Nimbusmädchen

nimbus

Titel: Das Nimbusmädchen
Reihe:  Seelenliebe (Band 1)
Autor: Emily Thomsen
Genre: Science – Fiction
Seiten: 285
ISBN: 9781517025830
Preis: 12,95€

60 Jahre sind seit dem Ausbruch des Yellowstone Vulkans vergangen. Die Welt befindet sich in einem vulkanischen Winter und die Überlebenden bauen große Kuppeln aus Glas, um sich vor der menschenfeindlichen Umgebung zu schützen. In einer dieser Kuppeln lebt Naemi, die sich nichts sehnlicher wünscht als einmal in ihrem Leben die Sonne zu sehen. Aber das Schicksal meint es nicht gut mir ihr und kurz vor ihrem Geburtstag stirbt ihre Mutter bei einem tragischen Unfall. Dennoch lässt sie sich nicht davon abbringen ihren Geburtstag mit ihren zwei besten Freunden zu feiern. Doch auf dem Weg zu dem Treffpunkt wird sie von einem seltsamen Mann mit fluoreszierenden Augen angefallen und beinahe erwürgt. Wer war dieser Kerl und was für eine Bedeutung haben die seltsamen Male auf ihrem Hals, die plötzlich auftauchen und sich immer weiter auszubreiten scheinen? Naemi steht vor dem größten Abenteuer ihres Lebens und deckt dabei die Geschichte ihrer Familie auf. Was wird sie finden und wie wird sich ihr weiteres Leben entwickeln?

Das Cover ist auf jeden Fall einen zweiten Blick wert, da es eine Menge Details zu entdecken gibt. Im Vordergrund sieht man die Erde und darüber ein Pärchen, wobei das Mädchen Naemi darstellen soll. Zwischen den beiden ist eine Blüte zu sehen, die wahrscheinlich den Beginn einer ziemlich außergewöhnlichen Liebe symbolisiert. Der Titel der Reihe passt wirklich gut, da die Liebe zweier Seelen, und das meine ich im wahrsten Sinne des Wortes, eine ziemlich große Bedeutung hat. Beim Buchtitel hingegen muss man sich schon ein wenig mehr anstrengen um dahinter zu kommen, aber wenn man sich die verschiedenen Bedeutungen des Wortes Nimbus nachschlägt, hat man ziemlich schnell eine Erklärung parat.

Die Protagonistin Naemi ist eine Außenseiterin, auch wenn ihre Urgroßeltern wirklich berühmt waren und  jedem Menschen in Naemi’s Heimat bekannt sind. Sie ist eine liebenswürdige, hilfsbereite, ein wenig naive, aber auch sture Protagonistin, die ihren Weg geht, auch wenn es ab und an mal schwieriger wird. Sie ist von allen Charakteren in dem Buch am besten gelungen, denn mit ihr kann man wirklich mitfühlen. Ein wenig gestört haben mich jedoch die Figuren Galad und Valerie. Erster, auch wenn ich die Beweggründe verstehen kann, versinkt mir doch ein wenig zu sehr im Selbstmitleid, was stellenweise ein wenig nervig war, auch wenn oder vielleicht auch gerade weil sich dadurch auch eine ganze Menge Konfliktpotenzial ergibt. Valerie hingegen kam mir einfach nicht authentisch vor. Eine arrogante Schnepfe, die der Protagonistin das Leben schwer macht, ist schön und gut, aber bei Valerie wirkte das etwas zu gestellt. Hier gibt es meiner Meinung nach noch ein bisschen Verbesserungsbedarf, aber wer weiß welche Rolle Valerie noch spielen wird.

Die Geschichte ist ziemlich schnell, es geht Schlag auf Schlag, von einem Abenteuer ins Nächste und man bekommt kaum Zeit zum durchatmen. Zwar erfährt man immer wieder etwas Neues aus der Welt, welche sich die Autorin ausgedacht hat, aber ab und zu hätte man noch ein wenig mehr in die Tiefe gehen bzw. ein wenig detaillierter beschreiben können. Wirklich neu ist die Idee auch nicht, aber die Umsetzung ist wirklich interessant und der flotte Stil ist wirklich angenehm zu lesen. Da auch noch die Spannung relativ hoch gehalten wurde, konnte ich mich kaum von dem Buch lösen und hatte es an drei Abenden durch. Ein gelungener Debütroman und ein spannender Auftakt einer Dilogie, die ich sicher auch, sobald der zweite Band erscheint, gerne abschließen werde, denn auch wenn ich einige Kritikpunkte hatte, so war es wieder einmal Meckern auf sehr hohem Niveau und ich war letztlich sehr begeistert. Für alle Leser, die Science-Fiktion mögen, kann ich das Buch empfehlen nur und vergebe

4 von 5 Punkten.

4 Responses to Emily Thomsen – Das Nimbusmädchen

  1. Vielen lieben Dank für diese wunderschöne Rezi, liebe Sabrina. Das ist der schönste Lohn für eine Autorin. :-)

    Liebe Grüße
    Emily

    • sabrinaslesetraeume sagt:

      Hallo liebe Emily,

      es freut mich sehr, dass dir die Rezension gefällt und ich bin wirklich schon sehr gespannt auf Band 2 :)

      Liebe Grüße
      Sabrina

  2. Evy sagt:

    Das mit den Glaskugeln kommt mir bekannt vor… :-) Das schönste Setting, von dem ich gelesen haben, war „City of Ember“. Hier leben die Menschen in einer Stadt unter der Erde, die von Strom betrieben wird. Irgendwann versiegt die Stromquelle. Simple, aber effektiv :-)

    #Kommentiertag

    • sabrinasLeseträume sagt:

      Da muss ich gleich mal bei dir schauen kommen, denn „City of Ember“ sagt mir so überhaupt nichts, doch wie du das Szenario beschreibst scheint es eine Menge Konfliktpotential mit wenig Mitteln zu geben, sowas ist immer spannend :)

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