[Rezension] Thomas Dellenbusch – Chase

Chase
Titel: Chase – Jagd auf die stumme Dichterin
Autor: Thomas Dellenbusch
Verlag: Kopfkino
Genre: Thriller
Seiten: 75
ASIN: B016IWSQ8G
Preis: 1,99€

Hallo ihr Lieben,
heute ist es mal wieder Zeit für eine ungewöhnliche Rezension. Es gibt Bücher, die passen eben in kein Schema und dementsprechend darf man sich auch nicht in solche zwingen. Statt meine eigene Inhaltsangabe gibt es diesmal „nur“ den Klappentext:

Enrique „Rique“ Allmers ist Inhaber eines Hamburger Security Unternehmens. Als er am Fischmarkt von einer jungen Frau umgerannt wird, beschützt er sie vor ihren beiden Verfolgern. Rique und die junge Frau fliehen, aber man ist ihnen schon mit Verstärkung auf den Fersen. Rique weiß nicht, wer sie ist oder wer ihre Verfolger sind. Auch weiß er nicht, warum man hinter ihr her ist. Denn sie spricht nicht mit ihm …
(Copyright by Kopfkino-Verlag)

Mehr sollte man an dieser Stelle auch gar nicht in die Inhaltsangabe packen, denn letztlich hat das  Buch nur 75 Seiten und man könnte viel zu leicht den Dingen vorgreifen. Damit sind wir auch tatsächlich bei dem Vorurteil, welches aufkam als ich die Seitenzahl gehört habe, denn die geringe Seitenzahl erschien mir eher hinderlich für eine gute Geschichte.

Nun zumindest mit diesem Vorurteil konnte der Autor gleich auf der ersten Seite aufräumen, denn es ging ohne Vorgeplänkel gleich mitten ins Getümmel und die Charaktere haben sich einfach im Laufe der Zeit erklärt. So wusste man nie mehr über die Gegner aber auch nicht über die Protagonisten als zu diesem Zeitpunkt unbedingt notwendig. Diesen Umstand wusste der Autor auch sehr geschickt zu nutzen, denn so konnte er immer wieder erstaunliche Wendungen einbauen, die den Leser immer wieder ins Leere laufen ließen und damit die Spannung sehr lange oben hielten. Der rasante Plot, der mich eher an einen Actionfilm erinnerte als an einen Thriller, passt genau in das Konzept des Verlags. Den Spielfilm mit der Familie lesen statt im Fernseher zu sehen ist der Ansatz und ich denke, dass es mit solchen Büchern durchaus gut gelingen kann.

Da ich zu den Protagonisten nichts erzählen möchte, denn alles würde zu viel verraten, komme ich gleich mal zum Schreibstil. Das Buch nimmt einen von der ersten Seite an mit und lässt einen dann auch nicht mehr durchschnaufen. Der Stil ist so eingängig,  dass man sich schnell in der Geschichte wiederfinden kann und dann live dabei sein kann. Zumindest für mich wurde der Fernseheffekt damit gut erfüllt.

Was mich persönlich etwas gestört hat war das Ende, denn hier ging es mir eindeutig alles etwas zu gut aus und das Geplänkel zum Schluss, um das alles so zu richten, war, für mich persönlich, dann nicht so packend wie der Rest der Geschichte und auch irgendwie nicht so rund. Dennoch ist das natürlich nur ein kleiner Teil, der dem Spaß an der Geschichte wenig Abbruch getan hat.

Daher vergebe ich insgesamt

4,5 von 5 Punkten.

 

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