[Rezension] James Frey – Die Auserwählten

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Titel: Die Auserwählten
Reihe: Endgame ( Band 1 )
Autor: James Frey
Übersetzer: Felix Darwin
Verlag: Oetinger
Genre: Phantasy
Seiten: 594
ISBN: 978-3-7981-3522-
Preis: 19,99€

Sarah Alopay ist eine ganz gewöhnliche Highschoolschülerin. Zumindest glauben das alle. In Wirklichkeit aber ist sie eine ausgebildete Killerin. Sie eine von 12 Auserwählten Teenagern zwischen 13 und 19 Jahren, welche vorbereitet werden Endgame zu spielen. Endgame ist ein Spiel um das Fortbestehen der Menschheit, das von den Schöpfern, einer außerirdischen Lebensform begonnen wurde.  Nur einer der Zwölf kann gewinnen und der Sieger darf mit seinem Geschlecht weiterleben und die gereinigte Erde wieder besiedeln. Die restliche Bevölkerung wird ausgelöscht. Schon seit mehreren tausend Jahren haben die Schöpfer nichts von sich hören lassen und Sarah hatte die Hoffnung, dass der Fluch von Endgame an ihr vorüberziehen würde. Als aber 12 Meteoriten an 12 unterschiedlichen Orten der Welt auf der Erdoberfläche einschlagen, wird ihr bewusst, dass ihre Hoffnung vergebens war. Die Meteoriten waren eine Botschaft der Götter. Endgame hat begonnen. Wird sie es schaffen zu gewinnen oder wird sie eine derjenigen sein die untergehen?

Das Cover ist mit seiner goldenen Farbe und  dem Zeichen in der Mitte einerseits sehr schlicht, andererseits aber auch wirklich schön gestaltet. Besonders das Symbol ist interessant anzusehen und  man fragt sich, was sich dahinter verbirgt. Zusätzlich wird alles durch die geprägten Zeichen im Hintergrund aufgewertet und der geheimnisvolle Touch wird noch erhöht, denn irgendwie ist einem von Anfang an klar, dass auch diese Zeichen eine tiefere Bedeutung haben und nicht wahllos sind. Der Titel ist der Name des Spiels um dessen Verlauf sich die ganze Handlung dreht. Alles in alles passt es recht gut und fällt in der Buchhandlung sicher auf.

Insgesamt gibt es in diesem Buch 13 Protagonisten. Das wären die 12 Spieler und noch ein Außenstehender, welcher der Freund einer Spielerin ist und es nicht wahrhaben will, dass sich
seine Liebste in Lebensgefahr begibt. Deshalb reist er ihr nach und versucht ihr zu helfen. Diese enorme Anzahl an Charakteren ist am Anfang eine ziemliche Herausforderung, da man einige immer wieder einmal miteinander verwechselt. Andere sind wieder so prägend, dass man schnell weiß von wem die Rede ist. Was ich bei manchen Charakteren vermisse, ist eine gewisse Tiefe, aber ich kann den Autor auch irgendwie verstehen, wenn er bei 12 Personen nicht allen eine spannende Hintergrundgeschichte geben kann, ohne sich irgendwie zu wiederholen. Es ist zwar schade, dass manche Spieler zu einfachen Statisten werden oder nur selten in der Handlung auftauchen, aber insgesamt versucht der Autor den meisten den nötigen Raum zu geben. Was mich allerdings ein wenig stört, ist die Blutrünstigkeit und Skrupellosigkeit mancher Spieler. Teenager die schon mehrere Dutzend Morde begangen haben und selbst ausgebildete Elitesoldaten vorführen, wollen mir nicht wirklich gefallen.

Die Geschichte ist eine Mischung zwischen Wahrheit und Fiktion. Die Handlungsorte gibt es wirklich und meistens sind sie mit einem gewissen Mysterium behaftet. So gibt es einen Besuch bei der Terrakotta Armee in China, aber auch einen Abstecher zu der Ausgrabungsstätte von Göbelki Tepe in der Türkei. Die Fiktion besteht in dem Spiel und darin, dass viele ungeklärte Fragen durch die Existenz von Außeridischen erklärt werden, welche die Menschheit erschaffen bzw. gelenkt und ihr viele Dinge beigebracht haben. Es werden auch einige religiöse Begebenheiten aufgearbeitet und insgesamt ist es eine nette Unterhaltung, für alle die dieser eher ungewöhnlichen Thematik etwas abgewinnen können. Der Schreibstil ist leicht zu lesen und die knapp 600 Seiten waren recht schnell durch, was allerdings zumindest zu einem Teil auch daran liegt, dass viele Seiten mit Bildern und Zitaten gefüllt sind. Der Autor hat nämlich ein interessantes Gimmick eingebaut, denn im ganzen Buch ist ein äußerst kryptisches Rätsel versteckt und auf dessen Lösungen eine Belohnung von $500.000 ausgesetzt wurde. All jene, die sich deswegen das Buch schnell kaufen wollen, muss ich leider enttäuschen. Das Rätsel wurde schon gelöst und der Gewinn ausbezahlt. Allerdings wird es im zweiten Teil wieder so ein Rätsel geben. Aber zurück zum Buch. Es ist eine nette Unterhaltung für zwischendurch, nicht wirklich spannend, aber wenn man mal etwas leichtes zum Lesen haben möchte und sich nicht von mordenden Teenagern, Verschwörungstheorien und Aliens abschrecken lässt, kann das Buch gerne mal in die Hand nehmen. Mir war das ganze etwas zu übertrieben und deshalb gibt es auch nur

3 von 5 Punkten.

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