[Rezension] Jason Segel/Kirsten Miller – Die Stadt der Schlafwandler

nightmares

Titel: Die Stadt der Schlafwandler
Reihe: Nightmares (Band 2)
Autor: Jason Segel / Kirsten Miller
Übersetzung: Simone Wiemken
Verlag: Dressler
Genre: Kinderbuch (ab 10 Jahren)
Seiten: 384 Seiten
ISBN: 978-3-7915-1948-7
Preis: 17,99€

Das Böse gibt nicht auf. Das ist im echten Leben so und auch bei Charlie. Nachdem ich euch auf Band 1 hin gar nicht spoilern möchte, gibt es diesmal nur den Klappentext:

KAUM HAT SICH CHARLIE SEINEM TRAUM GESTELLT, WARTET DAS BÖSE IN DER WACHEN WELT…

Albträume können einem wirklich den Schlaf rauben, das weiß Charlie nur zu gut. Verständlich, dass auch die Bewohner des Nachbarstädtchens Orville Falls begeistert sind, als der neue Kräuterladen im Ort ein Elixier gegen ihre allgegenwärtigen Albträume anbietet. Doch kann es sein, dass das Elixier schaurige Nebenwirkungen hat? Plötzlich geistern die Bewohner wie Schlafwandler durch die Stadt.
Charlie weiß: Wenn er und seine Freunde nicht schnell etwas unternehmen, schwebt nicht nur das Traumreich, sondern auch die wache Welt in schrecklicher Gefahr.
Copyright: Dressler Verlag

Bei einer Trilogie kommt man natürlich immer in die Versuchung die Bände bis zu einem gewissen Grad miteinander zu vergleichen. Da ich auch nicht umhin kann, werde ich den Teil des Vergleichs gleich abhandeln, ehe ich das Buch dann noch einmal separat auf mich wirken lasse.
Die Außengestaltung ist bei beiden Bänden sehr liebevoll gemacht und gerade dieser giftgrüne Buchschnitt ist wirklich ein Eyecatcher. Allein der Optik wegen gehört diese Reihe ja schon fast ins Regal. Was das Innenleben angeht, konnte mich Band 1 allerdings wesentlich mehr überzeugen, denn es gab zwar auch im zweiten Teil Illustrationen, aber diese waren leider nur Randerscheinungen und wirkten nicht richtig in die Geschichte mit rein.Was mich im ersten Teil auch mehr überzeugen konnte, waren die Botschaften zwischen den Zeilen. Sicherlich gab es auch hier wieder welche, allerdings waren dies größenteils die klassischen Dinge eines jeden Kinderbuchs und nicht unbedingt wirklich besondere Botschaften, welche Band 1 für mich auch ausmachten.

So  nun aber genug verglichen. Der Schreibstil des Autors liest sich locker leicht und man hat viel Freude dabei dieses Buch zu genießen. Die Sprache ist angenehm kindlich und gut zu verstehen für die entsprechende Altersgruppe.
Der Gruselfaktor ist angenehm aber moderat genug, dass ein Kind keine Albträume bekommt, wenn es das Buch abends zur Seite legt. Der Spagat mit der Vermischung der Welten ist dem Autor meistens ganz gut gelungen, nur wenig Stellen gibt es, an denen man offensichtlich merkt, dass gewisse Aspekte außer Acht gelassen wurden. Dennoch sind diese für Kinder nicht so gravierend, dass sie sich daran aufhängen werden und den Spaß verlieren.

Besonders gut hat mir übrigens die Familienentwicklung der Familie Laird/DeChant gefallen. Ich will hier nichts vorwegnehmen, aber sie kann für Kinder aus Patchworkfamilien oder auch ältere Geschwister vielleicht wirklich ermutigend sein.

…“Ha! Ihr habt den ersten Wandler abgeschossen! Oh! Es ist meine Mom!“
Er hob ein Bein seiner Mutter an. „Helft mir mal! Wir müssen sie auf die Couch legen. Wenn Theresa Tobias auf dem Boden aufwacht, wird sie uns das Leben zur Hölle machen.“
(Zitat: Seite 304/305)

Insgesamt hatte ich wirklich viel Freude mit dem Buch und auch mein Sohn wird es bei passender Gelegenheit zu lesen bekommen.
Dennoch: Ihr habt es sicher schon während der Rezension gemerkt… ein paar kleine Mankos gab es für mich, auch wenn ich trotzdem total begeistert bin unterm Strich.

Daher gibt es von mir:

4 von 5 Punkten.

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