[Rezension] Thomas Dellenbusch – Verstecktes Herz

verstecktes

Titel: Verstecktes Herz
Autor: Thomas Dellenbusch
Verlag: Kopfkino
Genre: Drama
Seiten: 116
ISBN: 978-3981698763
Preis: 6,95€

Eine junge, hübsche und alleinerziehende Mutter zieht im Sommer 1963 in ein kleines niederbayrisches Dorf. Sie sucht weder eine Anstellung, noch sucht sie Kontakt. Als die Dorfbewohner verschiedene Herrenbesuche feststellen, sind sie entsetzt. Sie halten die Fremde für eine Prostutuierte und suchen nach Möglichkeiten, sie zu verjagen. Nur ein junger, und im Dorf lebender Journalist ergreift ihre Partei und hält zu ihr. Er vermuitet, dass sie sich hier versteckt. Aber vor wem oder was…? Und ist seine Solidarität echt, oder wurde er auf sie angesetzt, um hinter ihr Geheimnis zu kommen?

Ich habe als kurze Zusammenfassung den Klappentext verwendet, da dieser kurz und prägnant ist und im Prinzip alles aussagt. Das Cover ist schön gestaltet und zeigt eine Frau mit einem Koffer, welche die Protagonistin darstellen soll. Der Titel steht zwar in keinem direkten Zusammenhang mit dem Buch, ist aber trotzdem sehr passend wenn man über die Handlung und die Geschichte der Charaktere nachdenkt.

Zu den Protagonisten möchte ich nicht viel schreiben, da es sonst passieren kann, dass ich zu viel verrate, denn 116 Seiten sind nicht wirklich viel. Was ich allerdings sagen kann ist, dass sowohl die Mutter als auch der Journalist eine interessante Geschichte haben. Ebenso wie die Dorfbewohner sind sie sehr authentisch. Was mir gut gefallen hat ist die Beschreibung des Dorflebens und wie sich die Gerüchte verbreiten wenn man sie nicht sofort im Keim erstickt. Auch die durchaus zutreffenden Verhaltensweisen gewisser Rädelsführer und die typisch abgeneigte Mentalität gegen alles, was nicht ins Dorf gehört, war so gemacht, als stünde man mitten drin und kenne die Menschen schon ewig.

Der Stil  war aber am Anfang ein wenig gewöhnungsbedürftig. Besonders eine Szene ist mir das in Erinnerung geblieben, bei der ich auch etwas ins Stocken geraten bin. Aber man gewöhnt sich recht schnell daran und kann es anschließend gut weglesen. Auch bei diesem Buch geht das Verlagskonzept vollkommen auf, denn anstatt ein Drama im TV zu gucken, kann man auch dieses Buch lesen. Vor allem das Ende hat mir sehr gut gefallen, weil es meiner Meinung  nach aus dem Leben gegriffen ist. Jedenfalls kann ich das Buch jedem Empfehlen, der eine kurzweilige Unterhaltung sucht oder wirklich mit der ganzen Familie lesen will. Von mir gibt es jedenfalls

4 von 5 Punkten

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