[Rezension] Kurt Jahn-Nottebohm – Dunkelkammer

dunkelkammer

Titel: Dunkelkammer
Reihe: Frank Wallert ( Band 1)
Autor: Kurt Jahn-Nottebohm
Verlag: BookRix
Genre: Krimi
Seiten: 268
ISBN: 978-3-7309-5705-9
Preis: 0,00 € (eBook)

Frank Wallert ist Hauptkommissar der Kripo in Mülheim an der Ruhr. Als er und sein Team zu einem Doppelmord gerufen werden, ahnten sie noch nicht welche Ausmaße der Fall annehmen wird, denn der oder die Täter sind enorm gerissen. Nicht nur, dass sie am Tatort keine Beweise hinterlassen, sie brennen das Gebäude kurze Zeit später nieder, so dass sie garantiert auf der sicheren Seite sind. Eine möglich Zeugin wird plötzlich von der Straße abgedrängt und erleidet einen schweren Unfall. Egal was Wallert und sein Team auch machen, sie scheinen auf der Stelle zu treten. Dazu kommt noch, dass sich eine gewisse Spannung zwischen Wallert und der neuen Kollegin Maren aufbaut, welche die Arbeit zusätzlich erschwert. Wird es Frank gelingen die ganzen Verstrickungen zu lösen und alles zu einem guten Ende zu bringen?


Heute rezensiere ich mal ein eBook, welches es kostenlos auf Amazon gibt, da ich beim Arzt etwas zum lesen braucht und nur ein Handy dabei hatte. Obwohl es einige Kritikpunkte gibt, ist es für einen Debütroman recht gut gelungen und da es auch schon 6 weitere Bücher mit Kommissar Frank Wallert gibt, scheinen sich die Bücher auch ganz gut zu verkaufen. Zum Cover muss ich sagen, dass es mir ein wenig zu unruhig ist. Im Hintergrund erkenne ich eine Tür, welche anscheinend zur Dunkelkammer führt, aber so richtig sicher bin ich mir nicht, denn durch das Gesicht und die Kamera ist alles  so verschwommen und hat keinen passenden Kontrast. Auch die Farben sind etwas gewöhnungsbedürftig und deshalb ist das Cover absolut nicht mein Fall. Auch der Titel ist nicht wirklich gut gewählt, denn es gibt zwar eine Dunkelkammer in diesem Buch, aber die völlig unwichtig und wird eigentlich auch nur am Rande erwähnt. So eine Kammer assoziiert man mit Photos und einer der Handlungsstränge befasst sich auch damit, aber alle Photos werden mit einer Digitalkamera aufgenommen und auch digital verbreitet. Also wäre eine Dunkelkammer gar nicht von Nöten gewesen. Es war zwar eine gute Idee für den Titel, aber etwas, dass eigentlich keine Bedeutung für das Buch hat, sollte dem Buch nicht seinen Namen geben.

Der Protagonist des Buches ist eindeutig Frank Wallert. Zwar erfährt man auch etwas von seinen Mitarbeitern, aber das ist gerade so viel um sich ein brauchbares Bild von den Charakteren zu machen. Der Fokus liegt klar auf Frank und wie er mit den Situationen umgeht, in die er im Laufe der Ermittlungen gerät. Er selbst ist ein Polizist aus Leidenschaft und macht seinen Job wirklich gerne. Er versucht stets gelassen zu bleiben und das Richtige zu tun, aber durch die Spannung die sich zwischen ihm und Maren, der neuen Ermittlerin in seinem Team, aufbaut, ist er oft in einem Zwiespalt gefangen und weiß nicht so recht was er nun tun soll. Ein weiterer wichtiger Charakter ist Ina, die Freundin von Wallert, welche im Jugendamt arbeitet. Durch die vielen Schicksale mit denen sie während ihrer Arbeit konfrontiert wird und denen sie nahezu machtlos gegenübersteht, ist sie ausgebrannt und ziemlich leicht reizbar, was das Verhältnis zu Frank auf öfters trübt. Insgesamt eine interessante Ausgangssituation.

Die Handlung ist an sich gut und dicht aufgebaut und über weite Strecken weiß man nicht wie der Fall noch gelöst werden kann. Aber als der Stein dann ins Rollen kamt, war es mir fast ein wenig zu schnell vorbei und die Täter welche anfangs noch recht brilliant agiert hatten, waren am Ende zu schnell weichgekocht und geständig. Aber das ist wohl Geschmackssache. Was mich mehr gestört hat war, dass die Sache zwischen Ina, Maren und Frank urplötzlich ganz anders war.  Kurz vor dem letzten Kapitel gab es einen Zeitsprung von mehreren Monaten und dazwischen gab es anscheinend einen Vorfall, der die Beziehung zwischen den drei grundlegend verändert hat. Da hätte ich mir noch etwas mehr gewünscht, aber vielleicht gibt es ja noch ein paar Informationen im zweiten Band.

Zum Stil kann ich sagen, dass er recht angenehm war und ich das Buch ziemlich schnell durch hatte. Das Spannungsniveau war auf einem angenehmen Level und animierte dazu weiterzulesen, aber es gab auch ruhigere Momente, welche die teils schwierige Thematik etwas auflockerten. Beispielweise wenn Frank Monat morgen voller Energie ins Büro kommt und dadurch einen kleinen Unfall verursacht:

»Guten Morgen , du Idiot! Kannst du nicht deinen Dienst anfangen wie jeder andere hier, schlecht gelaunt und langsam? «
(Bei 1% Lesefortschritt )

Obwohl es kleinere Schwächen gib,t kann ich das Buch trotzdem jedem empfehlen, der einen schnellen Krimi für zwischendurch sucht, denn der Unterhaltungswert ist doch ziemlich hoch. Ingesamt gibt es von mir

3,5 von 5 Punkten.

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