[Rezension] Emma Wagner – Eine Schildkröte macht noch keine Liebe

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Titel: Eine Schildkröte macht noch keine Liebe
Autor: Emma Wagner
Verlag: BoD
Genre: Liebesroman
Seiten: 348
ISBN: 9783741223518
Preis: 12,99€

Vincent nimmt das Leben leicht und versucht Arbeit und Ärger aus dem Weg zu gehen. Als jedoch die geheimnisvolle Lilly in sein Leben tritt, hat er plötzlich von beidem mehr als genug am Hals. Schnellstmöglich will er die junge Frau mit den smaragdgrünen Augen wieder loswerden, aber sie erweist sich als ebenso sonderbar wie hartnäckig.
Lillys Leben ist von Grund auf anders – in vielerlei Hinsicht.
Sie merkt recht bald, dass Vincent und sie nicht unterschiedlicher sein könnten und er sie mit seiner ganzen Art auf die Palme bringt. Doch man kann schließlich nicht besonders wählerisch sein, wenn man auf der Flucht ist. Und dann sieht der Kerl auch noch so unverschämt gut aus …
Mit Gefühlen jedenfalls hat keiner von beiden gerechnet.
Auch nicht mit Vincents Bruder, der eigene Pläne verfolgt.
Aber kann ein einziges Wochenende alles verändern?
Und wo kommt eigentlich die Schildkröte her?
Klappentext by Emma Wagner

Die Ausgangssituation dieses Buches ist extrem ungewöhnlich und hat zunächst einmal wenig mit der typischen Schnulze zu tun.

Für mich gleich einmal ein klarer Vorteil, denn ich bin nach wie vor kein großer Schnulzenfan. Es gab eine Menge Konflikte, viele Dinge, die weder die Protagonisten noch der Leser wussten und durch dieses Rätselraten auch eine Menge Spannung. Man hatte die Möglichkeit die Protagonisten auf die gleiche Art kennenzulernen wie sie sich gegenseitig kennenlernten, was für mich einen großen Reiz ausgemacht hat.

Die Figuren haben für mich sehr gut in die Geschichte gepasst, auch wenn ich gerade Lilly sehr anstrengend und auch streckenweise sehr nervig fand. Ihre Art erklärt sich zwar im Verlauf des Buches, aber bis dorthin brauchte ich viel Geduld mit ihr. Vincent war von der gesamten Art her absolut mein Fall, wobei auch er, gerade in Bezug auf seinen Bruder, extrem verquere Ansichten hatte und sich leider die Welt manchmal schöner geredet hat als sie ist.

Die Entwicklung der Geschichte hat mir über weite Teile richtig gut gefallen, jedoch das Ende war dann für mich etwas zu schnell. Hier hätte ich mir mehr Konflikte und Aussprachen gewünscht, denn ich mag einfach keine Dinge, die sich zu glatt auflösen.

Der Schreibstil der Autorin war für mich dieses Mal etwas schwierig zu lesen. Es gab 2 Perspektiven – Lilly und Vincent – und beide waren aus der Ich-Prespektive geführt. Das hat sich leider durch die vielen Dialoge als etwas anstrengend erwiesen, da auch dort in der Ich-Form natürlich gesprochen wurde und ich dann ein wenig durcheinander kam.

Dennoch hat mir das Buch insgesamt sehr gut gefallen und ich hatte viel Spaß damit. Empfehlen würde ich es jedem der auf Lovestorys mit einer Portion Dramatik und Spannung steht. Von mir gibt es

4 von 5 Punkten.

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