[Monjas Mittwoch] Süchtig nach Feder und Nadel – Britta Orlowski

Monja

Meine lieben Leser/Innen,
ich entschuldige mich für mein Fernbleiben, aber wie es so ist, zeigt einem das Leben oft, das man nicht immer seine geplanten Wege gehen kann. So war es mal wieder bei mir. Viel Streß, noch mehr Arbeit, einiges an Problemen, von denen immer noch einige nach Lösung schreien, aber nun bin ich wieder da und schreibe für euch!
Das ist mir wichtig und euch inzwischen hoffentlich auch. Ihr dürft mir auch gerne auf Facebook unter Monja Freeman ein Kommentar hinterlassen, wenn ihr hier nicht wollt, aber es bietet sich hier doch auch sehr schön an ;)
Heute habe ich eine zauberhafte Autorin für euch, deren Bücher ich fast alle gelesen habe. Sie schreibt wunderbar authentisch, mit viel Gefühl und sehr tiefgründig. Es ist…. Trommelwirbel…. Britta Orlowski!!!!

Heute erzähle mal nicht ich über die Autorin, sondern lasse sie ihre bisherige Autorengeschichte selbst erzählen:

britta

Britta Orlowski wurde im Jahr 1966 geboren – eine Schnapszahl, ich weiß, meine Eltern hätten gleich stutzig werden sollen. Stattdessen zogen sie mich mit viel Liebe, Wärme und schönen Geschichten auf. Sie nahmen meine zahlreichen kreativen Experimente gelassen hin und nährten meine ohnehin uferlose Fantasie noch mit zauberhaften Erzählungen über Spielzeug, welches zum Leben erwacht, sobald ich des abends eingeschlafen sei.

So wuchs ich also in meiner Geburtsstadt Rathenow auf, absolvierte die zehnklassige polytechnische Oberschule und erlernte den Beruf der stomatologischen Schwester in der Kreispoliklinik.

Ich angelte mir einen netten Mann, dem ich sage und schreibe im taufrischen Alter von fünf Jahren zum ersten Mal begegnete und ihn sogleich aus tiefstem Herzen verabscheute. Zum Glück änderte ich später meine Meinung – wir heirateten und gründeten eine Familie. Ihm verdanke ich meine lieben Söhne, die überhaupt die schönsten Babys der Welt waren.

Im Erziehungsurlaub wurde mir rasch langweilig. Beim Aufräumen stieß ich auf die Manuskripte aus meiner jugendlichen Sturm- und Drangzeit. Ich begann erneut, Geschichten zu schreiben – nur so für mich. Wenige Jahre später infizierte ich mich mit dem Patchworkvirus und hänge seitdem an der Nadel. Doch auch das Schreiben ließ mich nicht mehr los. Nach einigen Überlegungen kam ich zu dem Schluss, dass es bestimmt einen Weg gibt, beide Hobbies zu verbinden. So entstand mein erster Roman „Rückkehr nach St. Elwine“.

Da mir der Abschied von meinen Hauptfiguren am Ende so schwer fiel, war die Idee geboren, daraus mehr zu machen. Eine lockere Serie mit in sich abgeschlossenen Geschichten, die stets am gleichen Ort, dem fiktiven Küstenstädtchen in der Chesapeake Bay, spielen. Nach langem Suchen habe ich ein begeisterungsfähiges Verlagsteam gefunden.
Anmerkung: Britta hat auch noch viele andere schöne Romane geschrieben, unter anderem Maistöcke oder Liebe misst man nicht in Jahren. Schaut doch einfach mal bei ihrem Verlag unter Britta Orlowski nach.

So und jetzt habe ich noch zwei Rezensionen für euch und zwar taufrisch, eben erst meiner Feder entsprungen. Ich habe mir erlaubt den dritten und vierten Band als Rezis einzustellen:

3. Band St. Elwine: Zitronentagetes

zitronentagetes

Kurze Inhaltsangabe:
Neues aus St. Elwine. Floriane lebt nun schon einige Jahre mit ihrem Sohn Kevin in St. Elwine. In das ferne Havelland schickt sie Briefe und gaukelt ihren Eltern die Geschichte einer intakten Familie vor. In Wirklichkeit jedoch verschlechtert sich ihre angespannte finanzielle Lage immer mehr. Wie immer halten die Quilterinnen zusammen und schließlich macht Charlotte einen sensationellen Vorschlag. Marc ist der beste Kumpel, den man sich nur vorstellen kann. Dann jedoch geschieht das Unfassbare: Nach einer feuchtfröhlichen Betriebsweihnachtsfeier ereignet sich ein Verkehrsunfall. Als auch noch sein Vater wieder auftaucht, ist nichts mehr wie es einmal war. Die Situation wird immer bedrohlicher, als ein Erpresser seine Familie in Schach hält. Eine einfühlsame, authentische und humorvolle Geschichte von Freundschaft und Liebe um den Verlust der körperlichen Unversehrtheit.
(Quelle: Klappentext „Zitronentagetes“ von Britta Orlowski, bookshouse-Verlag)

Schreibstil, Protagonisten, Sonstiges:
Dies ist der dritte Band, der die Leser nach St. Elwine entführt und die Autorin verzaubert mit ihrer unnachahmlichen Schreibweise. Britta Orlowski schreibt so eindringlich und tiefgründig, aber immer auch auf eine leichte und lockere Art. Es macht großen Spaß, die Geschichten aus St. Elwine zu lesen und mit den Protagonisten zu leben, zu lachen und auch zu leiden. Denn die Autorin schreibt keine aalglatten, nichtsagende Liebesgeschichten, sondern welche mit Hintergrund, mit Geschichte und auch Problemen, Krankheiten, Unfällen und vielem mehr. Hier im dritten Teil gibt es einen folgeschweren Unfall, der aufzeigt, das es wirklich jeden treffen kann und einem die Folgen daraus aufzeigt. Die Story ist sehr gut recherchiert, sehr authentisch und die Figuren sind mehr als glaubwürdig. Die Protagonisten sind liebevoll ausgearbeitet, mit allen Macken und Launen, die so eine Figur eben haben kann, wie im echten Leben und das ist, was diese Story so lesenswert macht.
Das Cover ist wunderschön und macht Laune auf mehr.

Eigene Meinung:
Hach!!!! War dieser Ausflug nach St. Elwine wieder wunderschön! So ein tolles Erlebnis. Der Zusammenhalt dieser Menschen ist grandios und ich würde mir das auch wünschen. Also so einen Ort! Da würde ich direkt hinziehen. Ich durfte ja schon zweimal nach St. Elwine reisen und war jedes Mal sehr begeistert. Britta Orlowski schreibt einfach so bezaubernd, das man sich dem nicht entziehen kann. Ich freue mich schon auf weitere Ausflüge nach St. Elwine und gebe 5 Sterne!

4. Band St. Elwine Erdbeerpunsch

erdbeerpunsch

Kurze Inhaltsangabe:
Eine Stippvisite in St. Elwine … Es gibt einen triftigen Grund, der Tally in ihr Immer-mal-wieder-Zuhause nach St. Elwine führt. Nichts ist in dem beschaulichen Küstenort wie erwartet und ihr läuft ein ungehobelter Fremder über den Weg. Sofort findet Tally ihn verdächtig, denn sie arbeitet für Maureenas, eine Organisation, die Frauen auf der Flucht vor ihren gewalttätigen Ehemännern hilft. Ihre Recherche ergibt: Es handelt sich um den Tänzer Louis Bowlder. Diese Neuigkeit erklärt, warum Bowlder elegant über den Boden zu schweben scheint. Er trägt einen Dreitagebart, der mit einem vierten Tag zu liebäugeln scheint und sein dunkles Haar zu einem Männer-Dutt geschlungen. Unter anderen Umständen hätte sie zugegeben, dass er eine Augenweide ist. Leider ist er ebenso gut aussehend wie arrogant. Bei all der Aufregung kommt ihr ein Glas Erdbeerpunsch gerade recht. Mit einem Gastauftritt von Trish Prescott aus der beliebten Lake Anna-Reihe von Joanne St. Lucas.
(Quelle: Klappentext „Erdbeerpunsch“ von Britta Orlowski, bookshouse-Verlag)

Schreibstil, Protagonisten, Sonstiges:
Auch der vierte Band ist wieder ein Meisterstück. Die Ausflüge nach St. Elwine werden wirklich nie langweilig, man lernt immer neue Figuren kennen oder die früheren besser kennen. Das ist traumhaft, zumal Britta Orlowski einfach sehr schön erzählt. Die kleinen Rückblicke auf schon bekannte Charaktere ist klasse gemacht. So bleibt der Leser immer mitten im Geschehen und weiß, wie es den Personen früherer Bände im weiteren ergangen ist. Dieser Band erzählt von einem Tänzer, der ein schweres Schicksal zu tragen hat und dank der Menschen in St. Elwine wieder Boden unter seinen Füßen findet. Die Warmherzigkeit der Ortsansässigen gegenüber Fremden ist einzigartig. Sie helfen ohne wenn und aber. Die Autorin schreibt auf einzigartige Weise, sehr romantisch, sehr tiefgründig und zauberhaft. Es ist schön, mit diesen Menschen einen Augenblick lang mitgehen zu dürfen.
Die Protagonisten in diesem Band sind ein wenig anders und trotz allem finden sie ihren Weg. Das beeidruckt wirklich sehr.
Das Cover ist bezaubernd schön und ein richtiger Eyecatcher.

Eigene Meinung:
Ich bin mal wieder hin und weg. Dieser vierte Ausflug nach St. Elwine war mal wieder berauschend und wunderbar. Ich persönlich lese die Geschichten sicher auch in vielen Jahren noch. Also, liebe Britta Orlowski, bitte nicht mit schreiben aufhören! :) Ich liebe die Storys in und um St. Elwine. Sie entführen mich ein wenig aus meiner nicht so leichten Realität und lassen mich träumen. Danke an die Autorin für ihre grandiosen Geschichten, die mir zeigen, das es auch anders gehen könnte. Ach und den Erbeerpunsch mache ich mir sicher mal. ;) Ich gebe fünf Sterne!

So, meine lieben Lesefreunde, das wars schon wieder für heute. Ich hoffe, ihr hattet Spaß und habt Freude an den Geschichten rund um St. Elwine. Vielleicht konnte ich euch ein bißchen begeistern für St. Elwine. Holt euch am besten gleich, den ersten Band :)

Viel Spaß und Freude beim Lesen
Eure Monja

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