[Rezension] Thomas Dellenbusch – Jagd auf einen König

Titel: Jagd auf einen König
Reihe: Chase (Band 2)
Autor: Thomas Dellenbusch
Verlag: Kopfkino
Genre: Thriller
Seitenzahl: 116
Preis: 1,99€ (eBook) / 6,95€ (Taschenbuch)
ISBN: 9783981796780

Trailer:

 

Das Buch in 3 Worten:

* rasant
* mysteriös
* fesselnd

Der Inhalt in aller Kürze:

James bittet seinen alten Freund Jèrome und dessen talentierte Detektivkollegin Chen Lu um Hilfe. Wenige Tage zuvor kam sein Vater bei einem Autounglück ums Leben, doch er kann nicht an einen Unfall glauben. Viel zu seltsam erscheinen ihm die Umstände, außerdem war sein Vater Mitglied eines mysteriösen Geheimbundes. Die beiden Ermittler sollen ihm dabei helfen, Licht ins Dunkel zu bringen, doch schon bald überschlagen sich die Ereignisse. Was haben die SCDEA (Polizei-Sonderbehörde), die Legenden um König Arthur und das bevorstehende Referendum zum Ausstieg Schottlands aus dem Vereinigten Königreich mit all dem zu tun?

Die Figuren:

Obwohl nicht nur Jèrome, Chen Lu und James, sondern auch eine Vielzahl anderer Figuren die Geschichte bereichern und oftmals auch nur kürzere Auftritte haben, so gelingt es Thomas Dellenbusch doch auf eine einzigartige Weise, jeder einzelnen ihren eigenen Charakter einzuhauchen und sie besonders zu machen.
Auf eine genauere Figurenbeschreibung möchte ich an dieser Stelle jedoch verzichten, um nicht zu weit vorzugreifen. Besonders gut hat mir jedoch gefallen, dass mit Jérome und Chen Lu zwei Nebenfiguren aus Teil 1 zu Protagonisten aufstreben und es einem somit ermöglicht wird, das Chase-Team besser kennenzulernen.

Spannungsbogen und Handlung:

Von einem Spannungsbogen möchte ich hier eigentlich gar nicht sprechen, denn ab dem ersten Moment geht es hoch her. Man steigt in eine Szene ein, die nicht nur spannend ist, sondern auch gleichzeitig viele Fragen aufwirft und den Leser damit sofort fesselt. Danach wechselt das Szenario und gibt dem Leser einen winzigen Moment Zeit zu verschnaufen, doch das hält nicht lange an. Der Autor schafft es sehr gekonnt, genau dieses Spiel zwischen Spannung, die einen die Luft anhalten lässt, und Entspannung mit dem Leser zu spielen, so dass man wie gebannt an seinen Worten klebt und sich daraus ebenso wenig befreien kann, wie eine Fliege aus einem Spinnennetz.
Eine dichte Handlung mit vielen Ortswechseln und überraschenden Wendungen befeuern die Spannung noch zusätzlich, und die fein eingearbeiteten Rechercheergebnisse vervollkommnen das Gesamtbild.

Recherche und Einbindung der Fakten:

Das Buch lebt von seiner sehr detaillierten und kleinteiligen Recherche. Nichts wirkt konstruiert, nichts bleibt unlogisch und schon im Vorwort wird klar, dass dieses Buch anders ist. Der Autor ließ sich durch eine nahezu 500-seitige Abhandlung zu diesem Werk inspirieren und recherchierte nicht einer Idee hinterher. Diesen Unterschied merkt man deutlich in der Begeisterung und Art, wie die Rechercheergebnisse eingebunden werden. Die Fakten über falsche Schreibweisen oder mittelalterlichen Übersetzungen waren mir persönlich ein bisschen zu viel, auch wenn ich grundsätzlich einen solchen Blick hinter die Kulissen der historischen Wahrheitsfindung durchaus interessant finde. Sie haben die reine Kriminalgeschichte, um die es geht, zusätzlich gewürzt, waren aber hier und da vielleicht ein paar Zeilen zu detailliert. Ich bin jedoch sicher, dass Arthur-Fans gerade diese überraschenden Analysen sehr spannend finden werden.

Der Stil:

Thomas Dellenbusch ist ein wahrer Meister der Novelle. Er bewegt sich sicher auf diesem Territorium und weiß genau, wo er einsteigen muss, wie er Tempo in die Geschichte bekommt und wie er den Leser fesseln kann. Die Wortwahl ist, schon allein durch die Rechercheeinbindungen, eher etwas gehobener und dennoch auch für jemanden wie mich, der von der Materie keine Ahnung hat, flüssig und gut zu lesen.

Für wen empfohlen?

Wenn ihr Fans von Thrillern, Schottland und König Arthur seid, solltet ihr dieses Buch unbedingt lesen, denn ihr würdet wirklich etwas verpassen, wenn ihr es auslasst.

Fazit:

Bis auf die wenigen Stellen, an denen mir die Rechercheergebnisse zu langwierig waren, hat mich diese Novelle absolut überzeugt. Ich habe sie mit großer Begeisterung gelesen und konnte mich auch vor Abschluss des Buches nicht mehr davon losreißen. Nachdem mich der Autor jedoch immer nach kürzester Zeit wieder einfangen konnte und ich bereits 3 Seiten weiter wieder ganz in der Geschichte versunken war, werde ich dafür keinen Punkt abziehen. Viel besser hätte man diese Geschichte nämlich nicht schreiben können, ob einem diese Details gefallen, ist rein subjektives Empfinden und sagt nichts über die Qualität des Buches aus, die, wie ihr ja unschwer lesen konntet, sämtliche Erwartungen erfüllt hat.

Bewertung:

5 von 5 Sterne*

*Vielen Dank an Thomas Dellenbusch für das Vorabrezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch in keinster Weise beeinflußt oder verfälscht.

2 Responses to [Rezension] Thomas Dellenbusch – Jagd auf einen König

  1. Eine klasse Rezension :)

    Dürfte ich Dich unter meiner Rezension verlinken?

    Lieben Gruß
    Sabine

    • sabrinasLeseträume sagt:

      Hallo Sabine,

      vielen Dank! Sehr gerne :) Wenn du erlaubst, würde ich dich auch verlinken :)

      Liebe Grüße
      Sabrina

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