[Rezension] Emily Trunko – Ich wollte nur, dass du noch weißt

Titel: Ich wollte nur, dass du noch weißt
Autor: Emily Trunko
Übersetzung: Nadine Mannchen
Lettering: typealive
Illustration: Lisa Congdon
Verlag: Loewe
Genre: Briefesammlung
Seiten: 192
ISBN: 9783785586082
Preis: 14,95€ (Gebunden) // 11,99€ (eBook)

Die Idee hinter dem Buch:

Alles fing ganz unscheinbar mit einem Tumbler-Blog der 16-jährigen Emily Trunko an. Auf ihrem Blog veröffentlichte sie eigene unveröffentlichte Briefe und lud andere Menschen ein,  ihre Briefe an sie schicken und anonym veröffentlichen zu lassen. Sie hatte mit ein paar wenigen Einreichungen gerechnet, aber niemals mit dem riesigen Erfolg, der bald eintrat. Ihre Seite wurde unglaublich bekannt und schon bald erreichten sie hunderte Mails täglich. Dieses Buch sammelt eine kleine Auswahl dieser Briefe aus den verschiedensten Bereichen des Lebens.

Die Umsetzung im Buch:

Es sind Briefe aus allen Bereichen des Lebens. Liebe, Glück und Freundschaft ebenso wie Verlust, Trauer und Tod. Sie sind thematisch sortiert, so dass man auch nicht dauernd zwischen den verschiedenen Emotionen hin- und herspringen muss, sondern mehrere Briefe pro Gefühl hat.

Illustration und Lettering:

Das Buch ist vollständig illustriert, es gibt keine freien Seiten. Manches passt zum Text manches ist eher straffiert, feinfarbig oder abstrakt. Die dominierenden Farben sind türkis und orange, gepaart mit etwas braun und dem üblichen schwarz-weiß. Viele Texte sind zusätzlich mit Handlettering aufbereitet worden, um dem ganzen eine persönlichere Note zu geben.

Die Gesamtwirkung auf mich:

Das mich nicht jedes Thema ansprechen wird, war mir von vornherein klar. Je nachdem in welcher Lebenslage man sich befindet, ob man gerade trauert, glücklich, frisch verliebt oder getrennt ist, werden einen anderen Texte ansprechen und andere wenig berühren. Das ist okay so – das war auch zu erwarten und genauso ging es mir auch. Optisch war mir das Buch allerdings zu unruhig und hat mich gestresst. Es war mir zu viel, zu bunt und zu durcheinander gewürfelt. Natürlich ist auch das letzte passend zu diesem Gesamtkonzept aber für mich war es beim Lesen einfach oft eine Reizüberflutung. Außerdem hat das Buch ganz unabhängig vom Inhalt schrecklichst gestunken und ohne 2 Wochen auslüften konnte ich lesen, ohne nach 5 Seiten Kopfschmerzen zu haben.

Fazit:

Es gab einige Stellen, die mich abgeholt haben, die meisten Briefe haben das nicht getan, aber das müssen sie auch nicht unbedingt, wenn es nicht meine Lebenslage gerade ist. Insgesamt hat mich das Buch von den Illustrationen und dem Lettering her auch nur mäßig begeistert, deshalb gebe ich diesmal auch 2 Noten.

Die erste sind

Drachen für die Idee und die Umsetzung, denn diese ist großartig (über Tumbler) und neuartig (in der Buchform). Damit konnte sie mich überzeugen.

Die zweite sind nur

Drachenköpfe für meinen persönlichen Geschmack, denn da hat mich die Optik einfach zu sehr gestört, um mich abzuholen.

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