[Rezension] Angela Kirchner – Über den Dächern wir zwei

Titel: Über den Dächern wir zwei
Autor: Angela Kirchner
Verlag: Oetinger34
Genre: Jugendbuch
Seiten: 208
ISBN: 9783958821187
Preis: 9,99€

Der Inhalt in Kürze:

Mina war schon immer anders. Sie kann sich einfach nicht für die Dinge interessieren, die andere Jugendliche ihres Alters toll finden. Deshalb wird sie auch immer wie eine Außenseiterin behandelt, die gerade gut genug ist, um den anderen etwas zu erklären oder um Hausaufgaben abzuschreiben. Nicht dass sie das tun würde. Zumindest nicht mehr. Nur Theo, ihr bester Freund und Nachbar hat immer zu ihr gehalten, bis er ihr vor 3 Jahren das Herz gebrochen hat. Seitdem haben sie kein Wort mehr miteinander gewechselt. Mina ist nun 17 Jahre alt und will Theo beistehen, denn sein Zwillingsbruder hatte einen schweren Unfall und es wird gemunkelt, dass dabei auch Alkohol und Drogen im Spiel waren. Doch ihre Gefühle sind kompliziert und da sie auch nicht wirklich gut mit Worten ist, gestaltet sich die Sache schwieriger als erwartet.

Die Charaktere:

Mina ist 17 Jahre alt, liebt Bücher, ist gut in der Schule und will am Liebsten unsichtbar sein. Zumindest versucht sie es und ist eigentlich recht erfolgreich darin, denn zwischen ihr und ihren Mitschülern herrscht ein Waffenstillstand. Beide Seiten ignorieren sich. Deshalb ist sie nicht wirklich gut in zwischenmenschlichen Beziehungen und auch alles andere als wortgewandt. Sie denkt immer über alles nach und braucht deshalb auch oftmals recht lange bis sie auf eine Frage, deren Antwort sie nicht schon einmal in einem Buch gelesen hat, eine Antwort findet. Allerdings ist sie eine Kämpferin, lässt sich nicht so leicht unterkriegen und wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann setzt sie auch alles daran um es zu ermöglichen.

Theo hingegen ist der Mädchenschwarm der Schule. Ein Ass im Schwimmverein, immer einen lustigen Spruch auf Lager, aber auch schon sehr erwachsen und verantwortungsbewusst für sein Alter. Da sein Vater die Familie schon kurz nach der Geburt von Theo und Mike, seinem Zwillingsbruder, verlassen hat und zurück nach Amerika gegangen ist, hat ihre Mutter Celine, die beiden alleine großgezogen. Während Mike der waghalsige Draufgänger war, war Theo der Vernünftige der Zwillinge und hat seinem Bruder schon mehrmals aus der Patsche geholfen. Nun ist es anscheinend wieder einmal soweit.

Die Handlung und Stil:

Vom Grundgerüst eine ziemlich typische Teenie-Liebesgeschichte. Außenseiter und Mauerblümchen zusammen mit dem gutaussehenden Mädchenschwarm. Das drumherum ist allerdings anders und ernster. Es gibt keinen Zickenkrieg oder Eifersuchtsdramen, sondern Ängste die zu bewältigen sind: Angst sich wieder zu öffnen und anderen zu vertrauen. Angst vor der Zukunft und was diese bringen wird. Angst um die Familie und die Hilflosigkeit etwas an der Situation zu ändern. Diese ganzen Themen hat die Autorin in einem lockeren und angenehm zu lesenden Stil zu einem spannenden Jugendbuch verwoben, das einen fesselt und nicht so schnell wieder loslässt. Zwar muss man sagen, dass einige Dinge etwas zu schnell und problemlos abgearbeitet wurden und dass die Ängste sicherlich nicht so groß waren, wie sie hätten sein sollen, aber dann wäre es sicher kein Jugendbuch oder zumindest kein Liebesroman geworden.

Fazit:

Eine nette Geschichte für Zwischendurch mit etwas ernsteren Themen, aber einer lockeren und angenehmen Umsetzung. Für Leser, die diese Art von Geschichten mögen kann ich es ohne Bedenken empfehlen und von mir gibt es

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