[Rezension]Sarah Mlynowski & Lauren Myracle & Emily Jenkins – Das verfixte Klassen-Schlamassel

Titel: Das verflixte Klassen-Schlamassel
Reihe: Murks-Magie (Band 1)
Autor: Sarah Mlynowski & Lauren Myracle & Emily Jenkins
Übersetzer: Katrin Segerer
Vignetten: Eva Schöffmann-Davidov
Verlag: Fischer KJB
Genre: Kinderbuch (ab 8 Jahren)
Seiten: 208
ISBN: 9783737340373
Preis: 12,99 €

Inhalt in Kürze:

Elinor “Nory” Horace ist eigentlich eine mächtige Fluxerin, das sind Magier die sich in Tiere verwandeln können, aber ihre Magie treibt immer Murks. Das heißt, sie macht immer irgendetwas, das Nory nicht will. Möchte sie sich zum Beispiel in eine Katze verwandeln, mischt ihre Magie einen Biber oder einen Drachen dazu, sodass sie zur Hälfte Katze und zur anderen Hälfte das andere Tier ist. Außerdem schafft sie es nicht, ihre animalischen Instinkte zu unterdrücken und so kann es schon passieren, dass die Biber-Katze den teuren Schreibtisch von Noras Vater annagt. Durch ihre Eigenheit darf Nory nicht auf die Genie-Akademie, die Zauberschule, auf der auch ihre Geschwister sind, sondern muss zu ihrer Tante nach Dunwiddle ziehen. Dort gibt es eine Klasse, die Norys Bedürfnissen entspricht und in der sie lernen soll ihre Kräfte zu kontrollieren.

Die Charaktere:

Elinor ist ein 11-jähriges Mädchen das eigentlich nur normal sein will. Es belastet sie sehr, dass ihre Magie immer nur Murks macht und sie nicht so sein kann wie ihr Bruder oder ihre Schwester. Vor allem ihr Vater scheint sie, aber auch ihre Geschwister, überhaupt nicht zu beachten und deshalb muss Laurence, ihr Bruder die Verantwortung tragen, denn die Mutter ist schon vor einiger Zeit gestorben. Es hat mich wirklich erschreckt, wie ignorant der Vater ist, denn egal wie sehr er auch trauern mag oder wie überfordert er auch ist, seinen Kindern den Rücken zuzukehren und alle Verantwortung seinem Sohn zu überlassen ist mehr als nur feige. Dass er sich in einem unsichtbaren Zimmer in seiner Arbeit verkriecht, macht die Sache nicht besser. Den Kindern fehlt ein offenes Ohr und jemand zum Reden. Besonders Nora hätte Zuspruch gebraucht, um etwas Last von ihren Schultern zu nehmen. Ich gehe zwar stark davon aus, dass es deshalb so verfasst wurde, um den Umzug nach Dunwiddle einfacher zu gestalten, aber ich hätte mir das ein bisschen etwas anderes gewünscht. Von den anderen Charakteren, vor allem denen in Dunwiddle, möchte ich nichts erzählen, da ich sonst zu viel verraten würde.

Die Handlung und der Stil:

Das Buch befasst sich kindgerecht mit einem Thema, dass in unserer Gesellschaft immer öfter auftritt: Nämlich Mobbing. Die Kinder der Klasse, die auch Nory besucht, sind alle anders. Ihr Kräfte sind nicht normal, sondern ganz speziell und manchmal auch sehr mächtig. Aber sie entsprechen nicht dem Standard und das belastet sie sehr. In der Klasse lernen sie mit ihrer “Andersartigkeit” umzugehen, lernen, dass sie auch Freunde finden können und dass dieser Zusammenhalt sie enorm stärkt. Aber auch, dass es überhaupt nicht schlimm ist anders zu sein, sondern manchmal sogar besser. Die Geschichte, aber auch die Wortwahl und der Stil sind dem Alter entsprechend verfasst und mein Sohn, der die Geschichte ebenfalls gelesen hat, fand sie auch richtig toll. Es hat ihm sogar nichts ausgemacht, dass ein Mädchen die Protagonistin war und das heißt schon was.

Fazit:

Ein tolles Kinderbuch mit einem hübschen bunten Cover, dass eine schwierige Thematik kindgerecht behandelt. Mein Sohn fand es toll und auch ich habe die Geschichte nach den ersten paar Seiten sehr genossen. Es gibt eine eindeutige Leseempfehlung, aber auch ein paar Abzüge für die Charakterisierung von Noras Vater, da sowas in meinen Augen einfach nicht geht, jedenfalls nicht bei einer Zielgruppe von 8 Jahren. Deshalb vergebe ich

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