[Rezension] Pia Recht – Zwei Herzen

Titel: Zwei Herzen
Reihe: Der Herzschlag Connemaras (Band 3)
Autor: Pia Recht
Verlag:  Mein Kopfkino
Genre: Romance
ISBN: 9783981865103
Preis: 6,95€ (Taschenbuch) / 1,99€ (eBook)

Inhalt:

Da jede Inhaltsangabe euch unweigerlich die ersten beiden Bände spoilern würde, werde ich darauf an dieser Stelle darauf verzichten und erst ganz am Ende der Rezension, noch nach der Bewertung, den Klappentext für all jene einbauen, die gerne mehr erfahren möchten.

Handlungsorte und zeitliche Einordnung:

Band 3 schließt nicht direkt an den zweiten Teil an, sondern es liegen einige Jahre dazwischen. Auch die Handlungsorte haben sich etwas verlagert, denn obwohl Irland weiterhin der wichtigste Schauplatz bleibt, so spielt auch Australien eine nicht ganz unbedeutende Rolle.

Die Charaktere:

Die Protagonisten sind, wie auch schon in den Bänden zuvor, Siobhan und John. Sie sind älter geworden, reifer und haben sich durch verschiedene Erfahrungen und Entscheidungen sehr verändert. Die Entwicklung von Siobhan ist eher traurig und sie kann einem richtig Leid tun, doch die starke Persönlichkeit, die sie schon immer wahr, ist nicht kleinzukriegen und so kann man auch mit der kämpferischen und etwas starrsinnigen Irin in ihr Bekanntschaft machen.
John hat in diesem Band einen sehr schwierigen Stand. Einerseits könnte er einem fast Leid tun, aber andererseits hat er einfach viel zu viel Mist gebaut und ist selbst an allem Schuld.  Er ist so ein bisschen tragischer Hed und böse Gegenspieler in einem.

Handlung und Spannung:

Die Handlung verläuft nicht linear. Es gibt viele Rückblenden auf die vergangenen Jahre und auch immer wieder Erinnerungen der beiden Protagonisten. Diese sind notwendig, damit der Leser die teils gravierenden Änderungen der Personen und der Situation verstehen kann. Es wird nicht mehr als nötig erzählt, aber auch nicht zu wenig, dennoch hebt sich die Handlung komplett von den Bänden 1 und 2 ab. Während diese mich besonders durch die Spannungselemente aus den Bereichen „Action“ und „Krimi“ bestochen haben, musste ich in Band 3 darauf leider vollkommen verzichten. Diesmal liegt das Hauptaugenmerk komplett im Romancebereich. Dadurch ist die Art der Spannung und des Mitfieberns eine ganz andere als bei den Vorgängerbänden. Das ist keinesfalls schlecht, aber kam für mich etwas unerwartet. Für mich persönlich ist es dadurch der schwächste Band, denn gerade diese Mischung aus „Action“, „Krimi“ und „Romance“ hat für mich den ganz besonderen Reiz der „Connemara“-Bücher ausgemacht.

Stil und Lesespaß:

Durch die Rückblenden und den Zeitsprung benötigte ich am Anfang ein paar Seiten, um mich zu orientieren. Sobald dies geschafft war, war der Schreibstil jedoch so eingängig und schön zu lesen, dass ich nur so durch die Seiten flog. Die Autorin versteht es einfach wunderbar mit wenigen beschreibenden Wörtern ganze Städte und Landschaften vor das innere Auge des Lesers zu zaubern, so dass man sich komplett in die Geschichte hineinfallen lassen kann.

Fazit:

Das Konzept des Kopfkinoverlags ging auch hier einmal mehr auf, denn eines hatte ich ganz gewiss: Kino im Kopf. Obwohl der Abschlussband der Trilogie anders ist als seine Vorgänger, kann ich ihn euch ans Herz legen, besonders, wenn ihr nochmal eine kleine Extraration Romantik haben wollt.

Von mir gibts auf jeden Fall

Vielen Dank an den Kopfkinoverlag für das Vorab-Exemplar. Dies hat meine Meinung jedoch in keinster Weise beeinflußt.

—— Klappentext – Spoilergefahr ——

Fünf Jahre später. John und Siobhan sind verheiratet und haben mit Rose eine wunderbare Tochter. Nach Jahren der Arbeitslosigkeit bekommt John das Angebot zu einem Traumjob. Aber nicht in Dublin oder London, sondern in Australien! Siobhan ist einverstanden, den Hof zu verkaufen und auszuwandern. Doch als John zwei Jahre später von der Arbeit nach Hause kommt, sind Siobhan und Rose verschwunden. Im Haus entdeckt er von Siobhan gemalte Aquarelle, die ihm Angst machen. Was ist passiert? Er reist ihnen nach Connemara hinterher und macht sich auf die Suche nach ihnen. Doch zu seiner Überraschung ist er auf sich allein gestellt, denn niemand der alten Freunde will ihm dabei helfen.

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