[Drachentest] Koawach pur

Hallo ihr Lieben,

wir haben uns mal wieder in die Drachenküche begeben und für euch etwas getestet. Koawach soll ja zur Zeit der letzte Schrei sein, also haben wir uns auch mal rangetraut. Unser Supermarkt hatte immerhin 3 Sorten zur Auswahl, die Produktpalette des Herstellers umfasst jedoch 9 Sorten mit verschiedenen Geschmacksrichtungen. Wir haben uns für die ganz klassische Richtung „Pur“ entschieden, da wir das Geschmackserlebnis nicht verfälscht haben wollten.

Der erste Eindruck:

Eine braune Verpackung aus Papier statt Plastik erweckt schon einmal einen umweltbewussten Eindruck. Mit dem Biosiegel, Fairtradehinweis und der Tatsache, dass dieses Produkt vegan ist, waren 3 weitere Pluspunkte geschaffen. Mich persönlich hat außerdem das schlichte Design überzeugt, das davon zeugt, dass der Hersteller sich mehr mit seinem Produkt beschäftigt als mit kunterbunten Massenwerbung. Außerdem kann man mal die Herstellerangaben klar und deutlich auf der Rückseite erkennen, ohne das man ewig suchen muss und eine Lupe dabei haben muss.

Auf der Rückseite ist dann außerdem noch angegeben, wie viel Tassen man aus dem Päckchen (120gr.) rausbekommt. 12 Tassen beim Preis von 4,99€ (auf der Herstellerseite sogar 5,49€) lässt einen auf den ersten Blick schon erstmal schlucken, allerdings sind dann 42 Cent pro Tasse (+ Milchkosten kommen noch dazu) doch ganz in Ordnung, wenn man bedenkt, was die Leute heute für wesentlich minderwertigeren Kapselkaffee ausgeben oder für einen Becher Kaffee beim Bäcker oder gar Starbucks liegen lassen. Die Nährwerte bestechen vor allem durch den nahezu nicht vorhandenen Zuckergehalt und es ist außerdem eine genau Anleitung dabei, wie man es zubereiten muss, damit es ein Erfolg wird. Außerdem verspricht es, dass es sowohl mit Milch als auch mit Wasser und Milchalternativen gelingt.

Das Öffnen:

Der Abreißstreifen war leicht zu entfernen und daher war erstmal ein Verschluss angebracht, der das Wiederverschließen ermöglichte. Das war schon mal ein klarer Pluspunkt, denn so konnte das leckere Aroma, dass uns sofort nach dem Öffnen in die Nase stieg, auch über längere Zeit bewahrt werden. Der Innenteil der Verpackung ist mit einer Alu(?)schicht überzogen, was ich allerdings in Hinblick auf die Umweltfreundlichkeit etwas schade fand. Ich hätte mir da etwas erwartet, dass z.B. in Richtung Backkakao geht (Pappkarton mit Papiertüte im Innenleben).

Der Geschmackstest:

Nachdem wir genug geschaut hatten, haben wir es natürlich auch einmal geschmacklich auf die Probe stellen wollen. Wir hatten beschlossen, dass wir alle aufgeführten Varianten testen und so für folgende Zubereitungen entschieden: Kuhmilch – kalt, Wasser – heiß und Reismilch – kalt.

Wir haben zuerst Wasser gekocht und das Pulver wie angegeben zu einem schaumigen Konzentrat verrührt, ehe wir die restlichen Milliliter mit Wasser oder Milch aufgefüllt haben. Uns war von Anfang an klar, dass es ohne die Zusätze von Zucker eine recht bittere Angelegenheit werden könnte, da Beluri seinen Kaffee allerdings auch schwarz trinkt, haben wir zunächst einmal auf den Zusatz von Zucker verzichtet.

Wir haben uns von links nach rechts durchprobiert:

Kuhmilch (hinten links): Die Bitterkeit ließ sich ertragen, kam es einem ungesüßten Kaffee ziemlich gleich.

Reismilch (vorne): Die Reismilch hatte den Kakaogeschmack überlagert, so dass er nur im Abgang wirklich durchkam, außerdem war es schon eine ganze Spur bitterer.

Wasser (hinten rechts): Da war man dann eher schon bei Espresso als bei Kaffee, was die Bitterkeit anging und das Koffein konnte man hier schon fast fühlen, wie es sich in einem breit machte.

An dieser Stelle konnten wir schon mal sagen, dass die Werbeaussage „natürlich schokoladig“ eher irreführend ist, denn hier war kein Geschmack dabei, der an Schokolade erinnerte. Wie sollte es auch, da Schokolade aus extrem viel Zuckerzusätzen besteht.

Insgesamt kamen wir nach den 3 Gläsern zu dem Ergebnis, dass es so für uns definitiv zu bitter ist und wir das Produkt auf diese Weise nur Leuten empfehlen können, die starken schwarzen Kaffee oder Espresso lieben. Noctana hatte, obwohl sie nur jeweils einen Schluck genommen hatte, erstmal Magenschmerzen, Beluri hätte zumindest die Kuhmilchvariante getrunken, um es aufzubrauchen.

Gab es doch noch eine Versöhnung?

Ja, die gab es tatsächlich. Noctana hat sich dann die Zuckerdose geschnappt und unter die 2 Löffel Pulver 3 Löffel Zucker gemischt, ehe sie es verflüssigt und und mit Kuhmilch aufgegossen hat. Obwohl wir uns davon nicht mehr viel erhofft haben, wurden wir positiv überrascht. Mit dem zusätzlichen Zucker schmeckte es ähnlich wie Kakao, jedoch hochwertiger. Das hat uns letztlich mit dem Produkt versöhnt. Auf der Seite von Koawach finden sich übrigens ein Haufen Rezepte, was man mit diesem Pulvern noch so anstellen kann. Anscheinend genießen einige Leute das Pulver lieber als Smoothie, Kuchen oder Eis und nicht als Getränk. Das beruhigt schon wieder und wir können mit dem Rest der Tüte noch etwas rumprobieren.

Fazit:

Ein wirklich qualitativ hochwertiges Bioprodukt, das fair gehandelt und vegan ist. Für die Innenausstattung der Verpackung gibt kleine Abzüge. Als Kaffeeersatz eignet sich das Produkt hervorragend, den puren Genuss können wir aber nur Freunden von starkem, schwarzen Kaffee und Espresso empfehlen. Wer gerne Kaffee mit Zucker trinkt, der sollte auch hier zum Zucker greifen, dann wird er ein klasse Produkt erhalten.

Wir vergeben in diesem Fall

Kennt ihr das Produkt schon? Wie findet ihr es?

Liebe Grüße
Beluri und Noctana

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