[Rezension] Leo Martin – Ich stopp dich

Titel: Ich stopp dich
Autor: Leo Martin
Verlag: Ariston
Genre: Sachbuch
Seitenzahl: 208
ISBN: 9783424201352
Preis: 14,99€

Inhalt in Kürze:

In diesem Buch ermittelt Leo Martin gegen die Russenmafia. Tichow, einer seiner besten V-Männer hat sich in die Organisation eingeschleust und einen wichtigen Datenträger durch eine vom Geheimdienst präparierte Attrappe ersetzt. Mit den Informationen soll die Organisation nämlich zerschlagen werden. Doch Tichow scheint aufgeflogen zu sein, denn eines Nachts stürmen bewaffnete Männer seine Wohnung. Durch einen glücklichen Zufall kann der V-Mann untertauchen, aber ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Das alleine bereitet Leo schon einiges an Kopfzerbrechen, aber während seiner Ermittlungen muss er sich einigen Gefühlsterroristen stellen. Vorgesetzte, Zeugen, Kollegen, die anscheinend alle dasselbe Ziel haben: Ihm den letzten Nerv zu rauben.

Themengebiete:

Nein, ich habe beim Genre keinen Fehler gemacht. Es ist ein Sachbuch bzw. ein Ratgeber und wird vom Verlag auch als solches vermarktet, auch wenn sich die Zusammenfassung des Inhalts eher wie ein Krimi liest. Als Ex-Agent des Geheimdienstes ist der Autor gleichzeitig der Protagonist des Buches und berichtet von einer Ermittlung. Ob es sich wirklich so oder so ähnlich zugetragen hat, kann man zwar nicht sagen, aber die Geschichte an sich ist eher zweitrangig. Sie dient vor allem dazu die ganze Sache nicht zu trocken zu gestalten und zur Auflockerung zwischen den Ratschlägen. In diesem Buch befasst sich Leo Martin nämlich mit den sogenannten Gefühlsterroristen. Jeder kennt sie. Menschen, die enorm anstrengend sind, nerven und einen extrem erschöpfen. Vielleicht hat man sie im Freundeskreis, am Arbeitsplatz oder trifft sie in seiner Freizeit. Choleriker, Intriganten, Dampfplauderer , Besserwisser und noch einige mehr werden in diesem Buch vorgestellt und Strategien vorgeschlagen, wie man mit solchen Menschen besser umgehen kann.

Es wird erklärt was diesen Gefühlsterroristen ausmacht, wie man in seine Falle tappt und auch, wie man ihn in seine Schranken weist. Es gibt auch einen kurzen Einblick in die Psyche solcher Menschen, sodass man sie besser verstehen und sich in ihre Lage versetzen kann, denn oftmals ist es ganz anders, als man denkt.

Da ich selbst in der glücklichen Lage bin, mich nicht mit Gefühlsterroristen herumschlagen zu müssen, kann ich nicht sagen wie effektiv die Vorschläge sind. Außerdem kommt es auch immer auf die Person an. Jemand mit angemessenem Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl wird bessere Erfolge haben, als jemand der wenig davon hat. Das Buch ist sicher kein Allheilmittel, aber es dient zur Aufklärung und besserem Verständnis.

Gestaltung:

Wirklich gut gefallen hat mir, dass es eine Rahmenhandlung gegeben hat. Ich habe ja schon einige Sachbücher gelesen, in denen mit Erklärungen, Statistiken und ganz vielen Zahlen um sich geworfen wurde. Hier ist es anders. Prinzipiell könnte man das Buch auch als einfachen Krimi lesen, wenn man die Seiten mit den Ratschlägen nicht beachtet. Außerdem verliert man sich nicht in irgendwelchen Details. Die Erklärungen sind kurz und verständlich – ohne großartiges Fachvokabular – auch wenn ich sagen muss, dass ziemlich oft dasselbe dort steht. Es war angenehm zu lesen und ich war auch recht schnell damit durch.

Fazit:

Ein etwas anderer Ratgeber, aber nicht weniger interessant. Für Menschen, die öfter mit solchen Gefühlsterroristen zu tun haben, ist es ein schnelles Nachschlagewerk mit grundlegenden Informationen, ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Andere können es auch einfachen Krimi lesen. Die Kombination ist interessant und deshalb gibt es auch

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