[Hörbuch] Michail Bulgakow – Der Meister und Margarita

Der Meister und Margarita - Rezension

Titel: Der Meister und Margarita
Autor: Michail Bulgakow
Sprecher: Jürgen Hentsch
Verlag: derHörverlag
Genre: Klassiker
Länge: 692 Minuten
ISBN: 978-3-86717-453-4
Preis: 29,99€

Inhalt in Kürze:

Im Moskau der 1930er Jahre ist im wahrsten Sinne des Wortes der Teufel los. Denn der Satan höchstpersönlich gibt sich, zusammen mit seinen Spießgesellen, die Ehre, der russischen Hauptstadt einen Besuch abzustatten. Mitten in der Karwoche taucht er auf, denn sein alljährlicher Satansball soll in einer Moskauer Wohnung stattfinden. Aber wo der Teufel ist, ist das Unheil nicht weit und so erleben die Moskauer die ein oder andere Böse Überraschung. Mitten in diesem Trubel sucht die unglücklich verheiratete Margarita ihre wahre Liebe, die vor einiger Zeit urplötzlich verschwunden ist. Eine satirische Geschichte voller Liebe, Tragik, Komik und vielem mehr.

Charaktere:

Es ist wirklich schwierig zu sagen, wer nun die Protagonisten waren, denn etwa die Hälfte der Geschichte war vorüber, als zum ersten Mal die titelgebenden Figuren aufgetaucht sind. Das hat mich anfangs wirklich irritiert, denn es verschwand eine CD nach der anderen im Player, aber warum das Buch nun Meister und Margarita heißt, war mich lange nicht klar. Im Nachhinein kann ich aber trotzdem sagen, dass der Titel recht gut gewählt ist, denn zumindest in der zweiten Hälfte der Geschichte nimmt ihr Handlungsstrang eine sehr wichtige Rolle an. Zuvor war eher der Schabernack der Helfershelfer des Teufels die führende Thematik und wie sie die Ruhe und Ordnung der russischen Hauptstadt massiv gestört haben. Man muss diese Art von Humor mögen, aber ich habe mich über einige Aktionen hervorragend amüsiert und vor allem das Gespann Korowjew und Behemoth habe ich wirklich lieb gewonnen.

Die Handlung:

Diese Geschichte ist anders, denn sie hat enorm viele Facetten. Es besticht durch seine Tiefe, seinen tiefschwarze Humor, aber auch durch die Geschichte zweier Liebenden, denen das Leben schwer mitgespielt hat. Neben einen Handlungsstrang in Moskau, gibt es noch einen Zweiten der eine philosophische Abhandlung der letzten Tage von Jesus von Nazareth ( im Buch Jeschua) darstellt. Im Verlauf des ersten Handlungsstrangs erfährt man, dass der Zweite ein Auszug aus dem Buch des Meisters ist. Man hat also eine Geschichte in der Geschichte. Mehr will ich auch gar nicht erzählen, da ich sonst zu viel verrate. Neben der Liebesgeschichte mit ist das Buch vor allem eine Gesellschaftskritik Moskaus der 1930er Jahre, in denen einige Dinge auf Korn genommen werden.

Zum Hörbuch:

Es ist sicherlich kein Hörbuch, welches man mal zwischendurch hört, denn allein seine enorme Länge von über 10 Stunden lässt das nicht zu. Außerdem muss man sich schon ziemlich konzentrieren, denn es gibt eine Vielzahl von Charakteren, die man auseinander halten muss. Durch die russischen Namen, von denen zwei auch noch relativ ähnlich waren, war das oftmals leichter gesagt als getan und ich muss sagen, das ist ein Grund warum ich lieber das Buch gelesen hätte. In einem Buch kann man schnell mal ein paar Seiten zurückblättern und sich noch einmal vergewissern, wer nun wer war, aber die meisten CD-Player spielen nur ganze Kapitel ab und es war teilweise recht lästig sich manche Stellen ein zweites Mal anzuhören, nur um sich im Klaren zu sein, wer nun gemeint war.

Fazit:

„Der Meister und Margarita“ wird nicht umsonst als der “Russische Faust” bezeichnet und hat mir wirklich gut gefallen. Für alle Freunde von Klassiker kann ich es nur empfehlen. Von mir gibt es auf alle Fälle

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