[Rezension] Andrea Fehringer & Thomas Köpf – Die Poesie des Tötens

Die Poesie des Tötens

Titel: Die Poesie des Tötens
Autor: Andrea Fehringer & Thomas Köpf
Verlag: Pro-Talk
Genre: Thriller
Seiten: 365
ISBN: 9783939990277
Preis: 14,90 €

Inhalt in Kürze

Max West ist ein berühmter österreichischer Ghostwriter, der mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter Emma in Wien wohnt. Sein Leben könnte nicht schöner sein, als eines Tages Christopher diese Idylle zerstört. Dieser hat nämlich durch einen Komplizen die Tochter von Max entführen lassen und erpresst ihn nun, damit Max ihm ein Buch schreibt. Das Buch soll einerseits eine Biographie von Christopher sein, andererseits auch die künstlerische Darstellung von 5 Morden, die er vorhat, zu begehen. Um Max im Auge zu behalten, zieht Christopher bei ihm und seiner Frau ein und beginnt ein teuflisches Spiel. Max’ Leben wird zur Hölle, denn er hat nur sieben Wochen Zeit um einen ganzen Roman zu schreiben und seine Tochter zu retten.

Charaktere:

Mir fällt es richtig schwer die Charaktere zu beschreiben, da ich kein richtiges Gefühl für sie entwickeln könnte. Christopher ist ein psychotischer Sadist mit einer schwierigen Vergangenheit. Max, der Ehemann und Vater, der sich um das Wohl seiner Liebsten sorgt und seine Frau Livia, eine angesehene Psychologin, versuchen irgendwie durch eine Analyse ihres Peinigers eine Lösung aus der Misere zu finden. Mehr kann ich auch nicht sagen, da die Charaktere keine Zeit haben, um sich richtig zu entwickeln. Man steigt direkt ins Geschehen ein und bis zum Ende gibt es keine Pausen. Eigentlich etwas schade, aber das Buch definiert sich nicht durch seine raffinierten Charaktere, sondern eher durch die Geschichte.

Die Handlung:

7 Wochen Zeit. 5 Morde sollen geschehen und ein ganzes Buch geschrieben werden. Das sind die wichtigsten Eckpunkte der Geschichte. Wer einen langsamen und leichten Einstieg ins Geschehen will, sollte das Buch meiden, denn es geht gleich rasant und auch sehr blutig los. Die Morde sind einerseits grausam, andererseits in einem so trockenen Stil verfasst, (so) dass man mit genügend schwarzem Humor auch teilweise darüber lachen kann. Das hat mir schon recht gut gefallen, aber nach dem Dritten war irgendwie die Luft raus. Die Sache hat angefangen sich zu sehr in die Länge zu ziehen und es gab eigentlich keine Pausen im Spannungsbogen, was mit der Zeit einfach nur ermüdend war und deshalb auch oft die Wirkung verfehlt hat. Es hätten ein paar ruhigere Momente eingebaut werden können, in denen der Leser ein wenig zur Ruhe kommen kann, bevor der nächste Schritt getan wird. Auch die Spielchen, die Christopher mit Max, Livia und auch deren Freunden gespielt hat, waren am Anfang noch recht interessant und spannend, aber auch da war ziemlich schnell die Luft raus. Das ist wirklich schade, denn die Idee an sich war richtig gut.

Der Stil:

Ich mochte den trockenen und schwarzen Humor, mit dem das Buch geschrieben wurde. Das hat die ganze Sache ein wenig aufgelockert. Auch sonst kann man nichts am Stil oder der Wortwahl bemängeln. Die ersten 150 Seiten habe ich regelrecht verschlungen und hätte die Handlung mit der Zeit nicht abgebaut, hätte es wirklich zu einem Pageturner werden können.

Fazit:

Wer auf blutige Morde und schwarzen Humor steht, kann „Die Poesie des Tötens“ sicherlich in die Hand nehmen und einen genaueren Blick riskieren. Aber für mich wäre etwas weniger einfach mehr gewesen, denn irgendwann war es mir einfach zu viel. Deshalb gibt es auch nur

2 Responses to [Rezension] Andrea Fehringer & Thomas Köpf – Die Poesie des Tötens

  1. Hmm…soll ichs mir einfach mal auf die WuLi packen…. Eigentlich fänd ich das schon sehr interessant und möchte mir dann meine eigene Meinung bilden ;-)

    Liebst
    Bine

    • Drachenleben sagt:

      Huhu Bine,

      ja pack es dir ruhig drauf. Komplett falsch machen, kannst du damit ganz sicher nichts. Ich gehe nicht davon aus, dass du es als kompletten Reinfall sehen wirst, wenn du die Thematik grundsätzlich spannend findest.
      Bin sehr gespannt, ob ich die Rezi irgendwann bei dir entdecken werde.

      Drachige Grüße
      Noctana

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.